Diesen Text als PDF-Datei mit zahlreichen aufschlussreichen Fotos, Statistiken, Grafiken finden Sie unter www.dr-schacht.com
- Es begann ein widerliches und dreckiges Spiel des Westens, das in die
- Geschichte unter der Bezeichnung „Der seltsame Krieg“ eingegangen ist. Am 3.
- September 1939 erklären Großbritannien und Frankreich tatsächlich dem Dritten
- Deutschen Reich den Krieg. Aus Warschau fliegt sofort eine polnische
- Militärdelegation nach London. Es ist nicht schwer zu erraten, dass die polnischen
- Generäle mit ihren Verbündeten konkrete Schritte zur Niederschlagung der deutschen Aggression
- beraten und abstimmen wollten. Wir können uns kaum
- vorstellen, welche Gefühle die polnischen Patrioten damals ergriffen haben, denn …
- Die polnische Militärdelegation wartet eine ganze Woche auf den
- Empfang durch den britischen Generalstabschef, General William Edmund
- Ironside!
- Als er die Polen empfing, erklärte er sofort, dass der britische Generalstab
- keinerlei Plan besitzt Polen zu helfen. Außerdem empfahl er den Polen Waffen zu
- kaufen … in neutralen Ländern [456]! Zur Besänftigung der zornigen und
- aufgebrachten Polen versprach Baron Ironside 10 tausend alte Gewehre „Hotchkiss“
- und 15 – 20 Millionen Patronen dazu. Deutsche Panzer drangen schon in Warschau
- ein, deutsche Flugzeuge vernichteten mit ihren pausenlosen Angriffen eingekreiste
- polnische Divisionen. Um der deutschen Wehrmacht Widerstand zu leisten,
- brauchen die Polen Panzerabwehrkanonen, Flakgeschütze und Jagdflugzeuge. Die
- Briten schlagen den Polen stattdessen vor, die deutschen Panzer und Flugzeuge mit
- alten Gewehren zu bekämpfen.
- Aber das ist noch nicht alles! Der Verrat kennt keine Grenzen! Sogar die
- völlig nutzlosen Gewehre versprechen die Briten erst in 5 – 6 Monaten nach
- Polen zu liefern! Der gesamte Krieg von Deutschland mit Polen ist in der Realität
- in weniger als einem Monat beendet [457]. Die so genannte Hilfe von London ist
- eine Farce, alle Versprechungen werden nicht erfüllt. Polen wurde von seinen
- Verbündeten in einer zum Himmel schreienden Art und Weise verraten. Dieser
- Verrat scheint nur dann keine grenzenlose Dummheit oder Blindheit zu sein, wenn
- die wahren Ziele von London und Paris richtig erkannt werden. Im Gegenteil, dieser
- Verrat ist die logische Folge der diplomatischen Geschäftigkeit der westlichen
- Regierungen in den zurückliegenden Jahren – d.h. das gesetzmäßige Ergebnis der
- 301
- Politik von Großbritannien und Frankreich.
- Dieses schmerzhafte Thema berührte auch der uns schon bekannte polnische
- Geschichtsprofessor, Pawel Wieczorkiewicz, in seinem Interview: „Die Pläne der
- Briten beweisen, dass sie seit der Unterzeichnung des Molotow-Ribbentrop-Paktes
- das Geheimprotokoll kannten, das sie vom Mitarbeiter der deutschen Botschaft in
- Moskau, Hans von Herwarth, erhalten haben. Natürlich haben sie die Polen darüber
- nicht informiert, denn sie wollten den Beginn des Krieges nicht verhindern. Was
- wäre geschehen, wenn Warschau die deutsch-sowjetischen Vereinbarungen gekannt
- hätte? Polen hätte einfach vor Deutschland kapituliert. Ein Krieg in dieser Situation
- – das ist einfach sinn- und zwecklos. Natürlich aus der Sicht von Polen, aber nicht
- von Großbritannien“ [458].
- Vielleicht konnten die Briten und Franzosen den Polen tatsächlich keine
- Waffen und Flugzeuge schicken, weil sie gegen die Deutschen an einem anderen Ort
- gebraucht wurden? Genau so versuchte die britische Führung, ihre Handlungen den
- empörten Polen zu erklären. Der Außenminister von Großbritannien, Earl of
- Halifax, drückte dem polnischen Botschafter in London, Graf Raczyński, sein
- Mitgefühl aus und erklärte, dass Großbritannien „seine Kräfte nicht zersplittern
- kann, die sie für entscheidende Handlungen benötigt“ [459].
- Die Niederträchtigkeit seiner Verbündeten hat die Führung von Polen
- hervorragend verstanden, daran gibt es nicht den geringsten Zweifel. Ein
- Beweis dafür ist die neue personelle Zusammensetzung der polnischen
- Exilregierung, die sich im Oktober 1939 in London konstituierte. Diejenigen,
- welche die Briten verraten hatten, wollten mit ihnen schon nichts mehr zu tun
- 302
- haben. Auch für die Briten war der Umgang mit Leuten wesentlich leichter,
- denen sie keinerlei Versprechungen gegeben haben.
- Aber das war nur die nächste Portion von Lügen. Die Briten und Franzosen
- hatten nicht die geringste Absicht, etwas gegen die Deutschen zu tun. Der
- versprochene Angriff der Verbündeten fand deshalb nicht statt. Die mobilisierte
- französische Armee wurde gemeinsam mit den britischen Truppen in den
- Befestigungsanlagen an der Grenze zu Deutschland stationiert. Weiter – keinen
- Schritt! Einige französische Einheiten bewegten sich nur einige Kilometer ins
- Saargebiet, aber nur deshalb, weil es die Deutschen vermint und bereits verlassen
- hatten [460]. „Seit Mitte September 1939 stand die französische Armee in ihren
- rechtzeitig vorbereiteten Verteidigungspositionen [461]. Außerdem hat das
- französische Kommando sogar den Befehl erteilt, dass der Beschuss von deutschen
- Stellungen verboten ist [462]. Vom britischen Generalstab wurde die
- Bombardierung von deutschen Militärobjekten verboten. Keinerlei Handlungen gab
- es von der gewaltigen britischen Flotte, die ohne größere Anstrengungen den
- Beschuss der polnischen Stellungen durch deutsche Kriegsschiffe in der Ostsee
- verhindern konnte. Aber wir sind gerecht: Die Briten und Franzosen konnten
- tatsächlich ihre Luftflotte nicht nach Polen schicken. Die Flugzeuge der
- Verbündeten waren alle beschäftigt – sie haben auf Deutschland keine Bomben,
- sondern Flugblätter abgeworfen [463]!
- Am Morgen des 8. Septembers wurden in Norddeutschland 3,5 Millionen
- Flugblätter abgeworfen. In der Nacht vom 9. zum 10. September haben britische
- Flugzeuge anstelle von Brandbomben erneut verschiedenfarbige Flugblätter über
- Nord- und Westeuropa abgeworfen. In der ganzen Zeit vom 3. bis 27. September
- haben die britischen Luftstreitkräfte über den Köpfen der deutschen Bewohner 18
- 303
- Millionen Flugblätter abgeworfen. In dieser Zeit ist keine einzige Bombe auf das
- Industriezentrum im Ruhrgebiet gefallen. Ein französischer Schriftsteller, der als
- Reservist mobilisiert wurde, hat in seinem Tagebuch folgendes geschrieben: Kein
- einziger Luftangriff auf Deutschland. Nicht ein einziger, sogar unbedeutender
- Angriff auf deutsche Positionen. Jeden Tag steht in den Pressemitteilungen: „Es gibt
- keine besonderen Vorkommnisse“ oder „im Verlaufe der Nacht war an der Front
- alles ruhig“ [464]. Das ist übrigens sein Eintrag vom 18. September 1939. Seit der
- Aggression von Hitler in Polen sind schon 18 Tage vergangen.
- Das einzige komplizierte Problem der polnischen Führung – wie erklären wir
- unseren ehrlichen und geradlinigen Untergebenen das extrem seltsame Verhalten
- von Großbritannien und Frankreich. Die gleichen Schwierigkeiten haben später auch
- die Historiker des Westens, die sich bemühen, irgendeine vernünftige Erklärung für
- das einmalige Bild an der Front zu geben: Die französischen Soldaten auf der einen
- Seite des Rheins, die sich in aller Ruhe mit ihren Angelegenheiten beschäftigen, mit
- dem Blick auf die deutschen Soldaten auf der anderen Seite des Flusses.
- Niemand schießt. Niemand versteckt sich. Die Artillerie schweigt. Keine
- Bombenangriffe.
- 304
- Während die deutschen Flugzeuge in aller Ruhe Polen bombardieren, werfen die britischen
- Flugzeuge anstelle von Bomben bunte Flugblätter über Deutschland ab.
- Es vergeht eine gewisse Zeit und für die um ihre Freizeit besorgten Soldaten,
- welche sich an der Front befinden, wird von der Regierung Frankreichs in den
- Streitkräften ein „Unterhaltungsdienst“ geschaffen. Die Langeweile in den
- Schützengräben erreichte einen derartigen Grad, dass die Steuern für Spielkarten,
- „vorgesehen für die im Einsatz befindliche Armee“, abgeschafft werden. Außerdem
- kauft das militärische Amt von Frankreich 10.000 Fußbälle für die Soldaten der „im
- Einsatz befindlichen Armee“. Die Franzosen spielen, ihre Anhänger, die deutschen
- Offiziere auf der anderen Seite der Front, schauen ihnen mit ihren ausgezeichneten
- Zeiss-Ferngläsern begeistert zu. Auch mit den Zielfernrohren der Scharfschützen
- von Zeiss! Die Soldaten Hitlers haben nicht geschossen, denn sie hatten einen
- entsprechenden Befehl: Von allen aktiven Kampfhandlungen ist Abstand zu
- nehmen. Erlaubt sind nur begrenzte Handlungen der Aufklärungsdienste. Und
- selbstverständlich die Fußballspiele des Gegners. Die britischen Soldaten in den
- Schützengräben folgten dem guten Beispiel der Franzosen. Ein Problem mit der
- Landung auf dem Festland gab es für sie nicht. Auch für sie gab es bei der deutschen
- Flotte eine friedliche Direktive. Die britischen Expeditionskorps landeten deshalb
- ohne Störung seitens des Gegners in den französischen Häfen und … begannen auch
- Fußball zu spielen.
- Das erste Opfer auf dem Altar des allgemeinen Sieges war drei Monate nach
- dem Beginn des Krieges zu beklagen: Am 9. Dezember 1939 wurde der erste
- britische Soldat getötet [465]. Und das, obwohl sich schon am 11. Oktober 1939 vier
- britische Divisionen (158.000 Mann [466]) in Frankreich befanden. In zwei
- Monaten des „Kampfes“ der britischen Armee ist nur ein Militärangehöriger
- 305
- gefallen. Nicht nur deshalb hat der britische Militärhistoriker, John Fuller,
- geschrieben, „dass die Welt einen derartig unblutigen Krieg noch nie gesehen hat“.
- Eine rationale Erklärung für diese Idylle ist schwer zu finden. Deshalb hören wir aus
- dem Munde der hochgestellten Gentlemen mitunter lauter Dummheiten. Als dem
- britischen Luftfahrtminister, Kingsley Wood, vorgeschlagen wird, Brandbomben
- auf Waldgebiete Deutschlands abzuwerfen, hat er geantwortet: „Was sagen Sie da,
- das ist unmöglich. Verstehen Sie, dass das privates Eigentum ist?“ [467].
- Vielleicht hatten Großbritannien und Frankreich nicht genügend militärische
- Kräfte für den Kampf gegen Hitler? Eine These, die viele Verteidiger des „seltsamen
- Krieges“ vertreten. Nein! Militärische Kräfte und Waffen für einen entscheidenden
- Angriff hatten diese Staaten genug. Die Franzosen und Briten hatten das Vierfache
- an Soldaten und das Fünffache an Waffen. Die Verbündeten besaßen 3.286 Panzer
- und 1.500 Flugzeuge, aber die schlecht ausgerüsteten deutschen Divisionen
- bestanden zum größten Teil aus älteren Reservesoldaten mit Munitions- und
- Kampfreserven für maximal drei Tage. Panzer und Flugzeuge besaßen sie nicht
- [468].
- In den Verhören und in ihren Memoiren haben die deutschen Generäle nach
- dem Krieg zugegeben, dass im Falle eines Angriffs der britisch-französischen
- Streitkräfte, sie ohne besondere Probleme große Gebiete Deutschlands,
- einschließlich des Ruhrgebietes, schnell erobert und damit den begonnenen
- Weltkrieg schon in einem Monat beendet hätten. „Den Militärspezialisten – so
- schrieb der General Westphal – standen die Haare zu Berge, als sie an die
- Möglichkeit eines französischen Angriffs am Beginn des Krieges dachten“ [469].
- General Halder sagte es besonders resolut: „Im September 1939 konnten die
- britisch-französischen Truppen, ohne auf ernsthaften Widerstand zu stoßen, den
- Rhein überqueren und das Ruhrgebiet besetzen, das der entscheidende Faktor für
- Deutschlands Krieg war“ [470]. Sein Erstaunen verbarg auf dem Nürnberger
- 306
- Kriegsverbrecherprozess auch General Keitel nicht: „ Wir Militärs, erwarteten in der
- Zeit der polnischen Kampagne den Angriffe der Franzosen und waren sehr erstaunt,
- dass derartiges nicht geschah. Bei ihrem Angriff wären die Franzosen auf einen
- schwachen Vorhang gestoßen, aber nicht auf eine reale deutsche Verteidigung“
- [471].
- Die Situation war sehr durchsichtig: Die Verbündeten haben still und leise
- Polen Hitler geschenkt, in der Hoffnung, dass er beflügelt durch seinen Erfolg, den
- polnisch-deutschen Krieg fließend in einen deutsch-sowjetischen Krieg verwandelt.
- Das sind die Gründe für das „seltsame“ Verhalten von Großbritannien und
- Frankreich in dieser Zeit. Alle anderen mehr oder weniger schönen Erklärungen, die
- von den Historikern, Politikern und Schriftstellern ausgedacht wurden sind, sollen
- irgendwie nur die unparteiische Wahrheit verschleiern.
- … Es begann der wichtigste Moment der polnischen Kampagne. Das
- Schlüsselereignis war – wie im Vertrag zwischen Deutschland und Sowjetunion
- vorgesehen – der Einmarsch der sowjetischen Truppen in Polen. Trotz des
- vereinbarten Paktes war die Möglichkeit eines zufälligen oder beabsichtigten
- militärischen Zusammenstoßes mit den deutschen Truppen und einer
- „schöpferischen“ Entwicklung in einen großen Krieg nicht auszuschließen. Warum
- sind Stalins Truppen genau am 17. September und nicht früher oder später
- einmarschiert? Dieses Datum zeigt uns, wie bröcklig die sowjetisch-deutschen
- 307
- Beziehungen waren. Die UdSSR hat den Befehl zum Einmarsch in Polen erst dann
- erteilt, als sie vollständig überzeugt war, dass ihr ein Krieg an zwei Fronten schon
- nicht mehr droht. Am 16. September 1939 wurde der Konflikt mit Japan auf dem
- Territorium der Mongolei beendet! Sofort am nächsten Tag, nachdem die japanische
- Führung offiziell mitgeteilt hat, dass die Kampfhandlungen in der Mongolei beendet
- sind, ist die Rote Armee in Polen einmarschiert.
- Die polnische Armee leistete den sowjetischen Truppen „wütenden“
- Widerstand. Die Rückholung des Westens von Weißrussland und der
- Westukraine durch Russland kostete unserer Armee 795 getötete, 59 vermisste
- und 2.019 verwundete Soldaten. In die Gefangenschaft der Roten Armee
- gerieten 452.500 polnische Soldaten, der größte Teil von ihnen wurde vom
- „blutrünstigen Stalin-Regime“ sofort nach Hause entlassen. 125.400
- Menschen kamen in die Lager des NKWD. 15.131 Menschen wurden als
- Folge in Katyn erschossen. Eine 100%ige Sicherheit, dass die Polen von den
- Tschekisten, aber nicht von den Nazis erschossen wurden, gibt es bis heute
- nicht.
- Stalin hat sich abgesichert: Eine Garantie, dass Hitler die übernommenen
- Verpflichtungen erfüllt und die Sowjetunion nicht überfällt, konnte niemand geben.
- Adolf Hitler hatte jedoch verstanden, dass er in diesem Moment einen Krieg gegen
- die UdSSR nicht brauchte. Die Freundschaft mit der Sowjetunion war eine
- 308
- wesentlich bessere Variante. Bei seinen ehemaligen „Herren“ aus Großbritannien
- und Frankreich konnte er erneut jederzeit vorbeigehen.
- Die Situation für die Diplomaten des Westens war überhaupt nicht lustig. Als
- sich der Rauch verzogen hatte, wurde ihnen endgültig klar, dass sie einen
- schrecklichen Fehler gemacht haben. Polen, ihr loyaler Verbündeter, war von der
- Landkarte Europas verschwunden. Das Dritte Deutsche Reich und die UdSSR hatten
- eine gemeinsame Grenze und völlig verschiedene Ideologien. Jedoch gegeneinander
- kämpfen, das wollten sie nicht. Nach der Beendigung der polnischen Kampagne, am
- September 1939, schlossen die potentiellen Gegner einen Freundschaftsvertrag
ab. Im guten gegenseitigen Einvernehmen haben sie das polnische Territorium
aufgeteilt.
Wenn wir die Ereignisse der damaligen Zeit bewerten, lohnt es sich, eine
Tatsache besonders zu beachten. Großbritannien und Frankreich, die Polen
Garantien gaben und scheinbar ihre Verpflichtungen gegenüber diesem Land
erfüllten, machten das nicht in Bezug auf die UdSSR. London und Paris erklärten
Hitler für seinen Überfall auf das Territorium des polnischen Staates den Krieg.
Stalin, wenn auch mit schönen diplomatischen Klauseln (er schützte die Werktätigen
des Westens, von Weißrussland und der Ukraine vor den Schrecken des Krieges),
vollzog im Grunde genommen genau das Gleiche: Ohne eine Erlaubnis der
polnischen Regierung ist die Rote Armee in Polen einmarschiert. Aber niemand hat
Stalin den Krieg erklärt. Warum? Eine klare Antwort auf diese Frage können die
Historiker und Politiker nicht geben. Der Westen, so sagen sie, wollte Stalin nicht in
die Arme von Hitler treiben und ihn zum Verbündeten des Dritten Deutschen
Reiches machen. Das ist jedoch nur die halbe Wahrheit, oder genauer gesagt,
ebenfalls nur eine Lüge. Denn wenn die Verbündeten auch der UdSSR den Krieg
erklärt hätten, dann wären Moskau und Berlin tatsächlich unfreiwillige Verbündete
geworden. London und Paris brauchten aber nicht die Rote Armee für die
Vernichtung von Hitler-Deutschland, sondern die deutsche Wehrmacht für die
Vernichtung von Russland. Deshalb wird der UdSSR auch nicht der Krieg erklärt,
nicht um ein unfreiwilliges Bündnis zwischen Hitler und Stalin zu vermeiden,
sondern um ihre gegenseitige Feindschaft zu stärken. Dem Führer wird die Chance
gegeben alles zu überdenken und zu korrigieren. Das hat er tatsächlich getan. Am - Juni 1941 überfällt er unser Land.
Doch laufen wir den Ereignissen nicht so schnell voraus. Vom September
1939 bis zum Juni 1941 vergeht noch sehr viel Zeit.
309
Wie die Briten Frankreich seinem Schicksal überließen
Immer wenn wir (Großbritannien) zwischen Europa und dem
weiten Meer wählen müssen, entscheiden wir uns für das weite Meer
[472].
Winston Churchill (* 30. 11.1874, † 24.01.1965)
Es reichte schon ein einziger Misserfolg auf unserem Kontinent
und schon beschäftigt sich ganz Großbritannien mit Fragen seiner
eigenen Verteidigung [473, 474].
Charles de Gaulle (* 22. 11.1890, † 09.11.1970)
Die Rede von Adolf Hitler dauerte eineinhalb Stunden. Es war eine lange
Rede, die längste aller seiner öffentlichen Auftritte. Als ausgezeichneter Redner
wusste der Führer, dass er die Aufmerksamkeit seiner Zuhörer nicht unendlich lange
wachhalten konnte. Deshalb bemühte er sich immer überzeugend, interessant und
lakonisch zu sein. Aber an diesem Tag, am 6. Oktober 1939, verletzte Adolf Hitler
seine eigenen Regeln. Das Thema seiner Rede war so interessant, dass er alle Regeln
opfern konnte. Zwei Wochen nach dem Fall von Warschau und der Beendigung der
polnischen Kampagne sprach der Führer von Nazi-Deutschland über den Frieden …
„Nachdem Frankreich selbst dieses Problem (die Rückgabe des
Saargebietes, Anm. d. Übers.) loyal gelöst hat, fiel jede weitere Forderung
an Frankreich fort; es existiert keine solche Forderung mehr, und es wird
auch nie eine solche Forderung erhoben werden. Das heißt: ich habe es
abgelehnt, das Problem Elsass-Lothringen überhaupt auch nur zur Sprache
zu bringen – nicht, weil ich dazu gezwungen gewesen wäre, sondern weil diese
Angelegenheit überhaupt kein Problem ist, das jemals zwischen dem deutschfranzösischen Verhältnis stehen könnte. …
Nicht geringer waren meine Bemühungen für eine deutsch-englische
Verständigung, ja, darüber hinaus für eine deutsch-englische Freundschaft.
Niemals und an keiner Stelle bin ich wirklich den britischen Interessen
entgegengetreten. … Ich glaube aber auch heute noch, dass es eine wirkliche
Befriedung in Europa und in der Welt nur dann geben kann, wenn sich
Deutschland und England verständigen [475]
Eine erstaunliche Geschichte: Lesen wir das Stenogramm dieser Rede von
Hitler, dann können wir einfach nicht glauben, dass diese Rede vom größten
Verbrecher in der Geschichte der Menschheit und nicht vom größten Friedensstifter
310
aller Zeiten und Völker gehalten worden ist. In seiner politischen Kariere hat der
Führer, wenn er gerade dabei war, den nächsten Krieg vorzubereiten, oft und viel
über den Frieden gesprochen. In seiner Rede vor dem Reichstag am 6. Oktober 1939
kommen jedoch bestimmte Akzente zum Ausdruck, die es in seinen bisherigen
Auftritten noch nicht gab. Offensichtlich versucht er seine unsichtbaren
Gesprächspartner in London und Paris von der Richtigkeit seiner Politik zu
überzeugen und erklärt ihnen wiederholt seine Position. Zweifellos kennt er ihre
Entscheidung und versucht persönlich darauf Einfluss zu nehmen.
Welches Ziel hat Hitler? Braucht er ein Alibi für die künftigen Generationen?
Will er dem deutschen Volk seine Friedensliebe demonstrieren, um seine Bürger
leichter in die Flammen eines schrecklichen Krieges zu werfen? Scheinbar ja! Ich
kann mich jedoch nicht des Eindrucks erwehren, dass er sich in erster Linie an einige
politische Führer von Großbritannien wendet, wohl wissend, dass sie den weiteren
Verlauf der Ereignisse bestimmen.
„Weshalb soll nun der Krieg im Westen stattfinden? Für die
Wiederherstellung Polens? Das Polen des Versailler Vertrags wird niemals
wieder erstehen! … Man weiß übrigens ganz genau, dass es eine Sinnlosigkeit
sein würde, Millionen von Menschenleben zu vernichten und Hunderte
Milliarden an Werten zu zerstören, um etwa ein Gebilde wiederaufzurichten,
das schon bei der seinerzeitigen Entstehung von allen Nichtpolen als
Fehlgeburt bezeichnet worden war. Was soll also sonst der Grund sein? …
Soll dieser Krieg aber wirklich nur geführt werden, um Deutschland ein neues
Regime zu geben … dann werden Millionen Menschen zwecklos geopfert …
Nein, dieser Krieg im Westen kann keinerlei Probleme lösen … [476].
311
Über Adolf Hitler zu sagen, er wäre ein „Friedenskämpfer“, das ist angesichts der
grausamen Verbrechen, die er in unserem Land begangen hat, einfach eine
Gotteslästerung. Derartige Aussagen sind heutzutage selbst ominösen Anhängern
des besessenen Führers nicht erlaubt. In vielen historischen „Werken“ wird
versucht, seine Handlungen mit Hilfe einer so genannten „plausiblen Logik“ zu
erklären. Genau so handeln Historiker des Westens und in unserem Land, die
bewusst oder unbewusst die ungeheuerlichen Verbrechen der Nazis auf dem
Territorium der UdSSR rechtfertigen wollen. Sogar solche „logischen“ Varianten
werden uns serviert: Mit dem Ziel, Frankreich und Großbritannien – die Hochburgen
der Freiheit und Demokratie – zu vernichten, hat sich Hitler in ein Komplott mit der
Sowjetunion, d.h. mit dem wahren „Feind der gesamten Menschheit“ eingelassen.
Als der beschränkte deutsche Gefreite zum Kanzler ernannt wurde, war er nur eine
Marionette in den Händen von Josef Wissarionowitsch Stalin. Irgendwann hat Adolf
Hitler die große Gefahr seitens der russischen Bolschewiken und Barbaren für
Deutschland und für die „zivilisierte Welt“ erkannt. Deshalb hat er am 22. Juni
1941… Die Deutschen beschuldigen, das darf man nicht. Denn sie sind dem
blutrünstigen Stalin nur einige Tage zuvorgekommen und haben gegen ihn tapfer
gekämpft.
Derartige Szenarien finden wir in sehr vielen Büchern. Mit billigen
Sensationen verdienen ehrgeizige Autoren offensichtlich sehr viel Geld. Nur wenige
von ihnen verstehen, dass sie mit ihrem Versuch, der UdSSR die Hauptschuld an der
Auslösung des Zweiten Weltkrieges aufzubürden, ein Land beschuldigen, das von
Anfang an das eigentliche Ziel und Hauptopfer des vom Westen organisierten
312
Krieges war. Deshalb haben wir die Untersuchung der Gründe unserer Katastrophe
nicht am 21. Juni 1941 und nicht am 23. August 1939, sondern am 12. September
1919 begonnen, d.h. an dem Tag, als Adolf Hitler das erste Mal zur Versammlung
in die Münchner Bierkneipe kam. Die absurde Beschuldigung unseres Landes, alle
Totsünden des Zweiten Weltkrieges selbst begangen zu haben, wurde von dem
talentierten Schriftsteller, Viktor Suworow-Resun, in seinem berühmten Buch „Der
Eisbrecher“ in Umlauf gesetzt. Wo hat er dieses Buch geschrieben? In London. Wie
ist er nach London gekommen? Er ist in den Westen geflohen und hat dort den
Kontakt mit dem britischen Geheimdienst hergestellt. Ihnen, verehrter Leser, ist
sicher klar, in wessen Auftrag und für wen Suworow-Resun seine Werke
geschrieben hat? Die Zielstellung dieser „historischen Arbeiten“ ist uns völlig klar.
Die gesamte Geschichte des Aufstiegs von Adolf Hitler an die Macht, die
Finanzierungsquellen des von ihm eingeleiteten wirtschaftlichen „Wunders“ in
Deutschland, seine Liebe zu Großbritannien und seine Sympathie zu den britischen
Fähigkeiten, die eroberten Völker zu regieren, weisen eindeutig auf den wahrhaft
Schuldigen des Zweiten Weltkrieges hin. Dieser Schuldige gehört zu Recht
gemeinsam mit den Mördern von zig Millionen Menschen des Dritten Deutschen
Reiches auf die Anklagebank. Dieses Land ist nicht Russland und nicht die
Sowjetunion. Lesen Sie, verehrter Leser, nochmals die Reden Hitlers. Hören Sie sich
seine Rundfunkübertragungen an. „Weshalb soll nun der Krieg im Westen
stattfinden?“, – fragt sich der deutsche Kanzler. Seine Antwort lautet: Wir brauchen
ihn nicht. Er brauchte tatsächlich nichts von Frankreich. Schon in seinem Buch
„Mein Kampf“ hat er geschrieben, dass Elsass und Lothringen ruhig französisch
bleiben können.
313
Erneut wiederholt er seine These. „Ich habe niemals gegen englische
Interessen gehandelt“, sagt Hitler. Seltsame Worte aus dem Munde des
Regierungschefs des deutschen Volkes. Warum rechtfertigt er sich vor denen, die
ihm den Krieg erklärt haben? Der Führer Deutschlands muss im deutschen Interesse
handeln, der Führer Frankreichs – im französischen und der Führer Hollands – im
holländischen. Im nationalen Interesse seines Volkes zu handeln – das ist offenbar
die Verpflichtung jedes Staatsmanns. Warum muss er sich rechtfertigen, wenn seine
Handlungen im Widerspruch mit den Interessen eines anderen Landes stehen? Die
Politik wurde von der Menschheit deshalb erfunden, um seine Interessen mit den
raffiniertesten Methoden durchzusetzen, auch dann, wenn andere Völker und Länder
entgegen ihrem Willen, dazu gezwungen werden. Aber Hitler entschuldigt sich
förmlich: Ich habe niemals gegen englische Interessen gehandelt, und die
französischen … habe ich auch beachtet! So spricht der Führer eines unabhängigen
Staates nicht. „Die deutschen Interessen stehen nicht im Widerspruch zu den
französischen und britischen Interessen“ – so muss der Führer des deutschen Volkes
seine Gedanken formulieren. Wenn Adolf Hitler nur mit Hilfe der deutschen
Industriellen in seinem Land, d.h. ohne ausländische Hilfe an die Macht gekommen
wäre, dann reicht ein einfaches „No“. Doch die Rolle von Großbritannien,
Frankreich und USA bei der Errichtung des Nazi-Regimes ist schon nicht mehr zu
übersehen. Deshalb rechtfertigt sich der außer Kontrolle geratene und vom „Ziel“
abgekommene Adolf Hitler vor seinen britischen Herren. Er bemüht sich, ihnen
einen einzigen Gedanken zu vermitteln: Was immer auch geschehen ist, ich werde
mich nicht an ihrem Imperium vergreifen. Im Grunde genommen möchte ich nur mit
Ihnen auf einer Stufe stehen. Daraus resultiert auch der Satz darüber, dass ein Krieg
im Westen nicht notwendig ist. Die Rede Hitlers ist kein Aufruf zum Frieden. Nein!
Es ist der Versuch, die Sturheit der Briten und Franzosen zur Frage der politischen
Gleichstellung von Deutschland in der Weltarena zum Schwanken zu bringen. Denn
die Ursache der Unstimmigkeiten ist sehr einfach: Hitler will sich zunächst davon
überzeugen, dass er ein gleichberechtigter Partner des Westens ist. Erst dann ist er
bereit, Russland, das er schon immer gehasst hat, zu überfallen. Die politischen
Führer des Westens weigern sich, gemeinsam mit den Deutschen an einem Tisch zu
sitzen, solange die Verpflichtung von Berlin, die UdSSR zu vernichten, noch nicht
erfüllt ist.
„Die Aufrechterhaltung des jetzigen Zustandes im Westen ist undenkbar.
Jeder Tag wird bald steigende Opfer erfordern … Und das europäische
Volksvermögen wird in Granaten zerbersten, die Volkskraft wird auf den
Schlachtfeldern verbluten … nur eines ist sicher: es hat in der Weltgeschichte
noch niemals zwei Sieger gegeben, aber oft nur Besiegte … Mögen diejenigen
Völker und ihre Führer nun das Wort ergreifen, die der gleichen Auffassung
sind, und mögen diejenigen meine Hand zurückstoßen, die im Kriege die
bessere Lösung sehen zu müssen glauben“ [477].
314
Eine Entscheidung musste vom Westen und von Hitler schnell gefunden
werden. Denn der „seltsame Krieg“ konnte so nicht ewig weitergehen. Es gab nur
zwei Varianten: Entweder ein Frieden mit Hitler oder ein richtiger Krieg. Warum
hat der Westen mit Hitler keinen Frieden geschlossen? Weil er ein Verbrecher war?
Natürlich nein! Hitler war in dieser Zeit der Kanzler von Deutschland und niemand
von den westlichen Politikern hat ihn beschuldigt, irgendwelche Verbrechen
begangen zu haben. Der Grund für die „Prinzipienfestigkeit“ von London und Paris
war offensichtlich von ganz anderer Art.
Warum haben sie gegen die Nazis nicht richtig gekämpft? Wer hat sie daran
gehindert, die Brut des Faschismus in ihrem Nest zu vernichten? Warum wurde das
Ruhrgebiet, das industrielle Zentrum des Deutschen Reiches direkt an der
französischen Grenze nicht bombardiert? Der „seltsame Krieg“ an der französischdeutschen Grenze dauerte nicht zwei Wochen, nicht zwei Monate, sondern ganze
acht Monate [478].
Was waren die Gründe für eine derartige Verzögerung? Mit welchen
vernünftigen Argumenten kann die totale Untätigkeit der Briten und Franzosen
erklärt werden? Konnten sie in diesen acht Monaten keine ordentliche Mobilisierung
durchführen? Wollten sie ihre Soldaten schonen? Warum bombardierten sie die
deutschen Faschisten nicht – wie 1999 die NATO in Jugoslawien – mit ihren
Flugzeugen?
Ein erfolgreicher Kampfeinsatz der britischen Royal Air Force (RAF)
während des „seltsamen Krieges“ war der Luftangriff auf den Standort der
deutschen Flotte in Wilhelmshaven am 4. September 1939. Er richtete nur
geringe Schäden an. Am 18. Dezember 1939 unternahm die RAF einen
weiteren Luftangriff auf den Hafen in der deutschen Bucht. Bei diesem Angriff
erlitt sie jedoch schwere Verluste. Offensichtlich waren das nur sehr
bescheidene Versuche der Seemacht Großbritannien, die feindliche deutsche
315
Seeflotte, die sie eifersüchtig beobachtete, etwas zu schwächen. Da sich die
Briten in einem „seltsamen Krieg“ mit Hitler-Deutschland befanden,
gehörten weitere Luftangriffe bis 1940 „nicht zu den Regeln“ ihrer
Kriegsführung. Deshalb blieben die 1939 abgeschossenen Bomber der
britischen RAF lange Zeit die einzigen Zeugnisse des Krieges zwischen
Großbritannien und Deutschland.
Natürlich können wir auch unterstellen, dass in den westlichen Regierungen
dank irgendwelcher seltsamen Gesetzmäßigkeiten nur eingefleischte Pazifisten
saßen, die an Flugzeugen „gespart“ und deshalb Deutschland nicht bombardiert
haben. Doch dann würden sie zumindest mit ihren beliebten Methoden arbeiten.
Zum Einsatz käme der berühmte britische Geheimdienst. Ihre Agenten vom Typ
„James Bond“ würden in Deutschland Sabotageakte, Überfälle, Sprengstoffanschläge und … organisieren. Doch in den ersten Monaten des Zweiten
Weltkrieges taten sie … nichts. Später, als die Briten verstanden haben, dass man
mit Hitler keine Absprachen treffen kann, gab es derartige Diversionsakte
haufenweise. Aber in den acht Monaten des „seltsamen Krieges“ gab es sie nicht.
Mit mangelnder Erfahrung hatte das nichts zu tun. Im Gegenteil, der britische
Geheimdienst war sehr talentiert, einfallsreich und erfahren. Wir können uns sehr
leicht davon überzeugen, wenn wir das interessante Buch „The Secret History of
SOE: Special Operations Executive 1940-1945“ des britischen Schriftstellers,
William Mackenzie, lesen.
Der Umfang dieser Arbeit ist beeindruckend: 900 Seiten Text mit einer sehr
kleinen Schrift. Die britischen Agenten erfüllten während des Zweiten Weltkrieges
offensichtlich so viele glorreiche Sabotageakte, dass der Autor des Buches Mühe
hatte, sie in einem einzigen dicken Band zu beschreiben. Die „Special Operations
Executive“ wurde in Ergänzung zu allen bereits vorhandenen Geheim- und
Abwehrdienst – Organisationen ausschließlich für die Zeit des Krieges geschaffen.
Zu ihren Aufgaben gehörten die dreckigsten Arbeiten. Nach dem Sieg wurde die
Organisation schnell aufgelöst – alle Archive wurden ordentlich verbrannt. Wie es
316
der Autor, William Mackenzie, geschafft hat sie zu lesen, ist unbekannt. Das Buch
ist unter dem Griff „Streng geheim!“ zunächst nur in Großbritannien erschienen.
Später wurde es mit der Bemerkung „Teile des Textes wurden aus Gründen der
nationalen Sicherheit entfernt“ auch der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung
gestellt. Derartige Streichungen gibt es in diesem Buch sehr viele. Da es sich aber in
der Regel nur um Namen handelt, blieb der Sinn der Handlungen unverändert.
Allein schon aus der Bezeichnung des Buches ist die seltsame Zurückhaltung
der Briten sichtbar: Im Buch ist die Rede von britischen Diversionsakten seit dem
Jahre 1940. Gab es im Jahre 1939 keine? Der Krieg hat doch bereits 1939 begonnen.
Warum haben die Briten ihre Aktivitäten so spät begonnen? Waren sie auf den Krieg
nicht vorbereitet? Waren sie so friedliebend und glaubten sie so stark an die
menschliche Herzensgüte? Nein, die Ausarbeitung von Diversionsakten gegen die
Deutschen begann bereits lange Zeit vor dem Beginn des Krieges gegen
Deutschland. Im Buch von Mackenzie wird sogar das genaue Datum genannt – am - März 1939 [479]. Genau in dieser Zeit wurde den Briten klar, dass Hitler die
Tschechoslowakei „ nicht richtig“ okkupiert hat, denn die Ukrainischen Karpaten
hat er nicht besetzt. Am 21. März 1939 versammelten sich die Führer der westlichen
Welt in London um zu entscheiden, was mit dem ungehorsamen Adolf geschehen
soll. Schon am 23. März 1939 – wie wir bei Mackenzie lesen können – diskutiert
der britische Außenminister, Lord Halifax, mit einigen hochgestellten
Geheimdienstleuten verschiedene Projekte für die Organisation künftiger Unruhen,
Diversionsakte und Provokationen im deutschen Hinterland [480].
317
Die Geheimagenten haben die Situation sehr nüchtern analysiert. Für den Fall
eines Krieges mit Deutschland haben sie sehr effektive Maßnahmen vorgeschlagen,
die dieses Land mit einem Schlag in die Knie zwingen. Es ist nicht schwierig, der
deutschen Wirtschaft den „Sauerstoffhahn“ zuzudrehen. Sie besaß zwei leicht
verwundbare Punkte: Das rumänische Erdöl und das schwedische Eisenerz [481].
Die deutsche Industrie erhielt die dafür notwendigen Ressourcen in ausreichender
Menge. Natürlich konnten die Deutschen das Erdöl auch aus der UdSSR erhalten,
die erforderlichen Eisenerzmengen jedoch nur aus Schweden und sonst nicht. Vor
dem Krieg importierten sie es aus Frankreich (Lothringen), Spanien und Schweden.
Für die britische und französische Flotte war die Unterbrechung der skandinavischen
Lieferungen kein Problem. Die deutschen Hochöfen bleiben dann einfach stehen:
Keine Waffen, keine Patronen und keine Granaten für die deutsche Armee. Ohne die
erforderlichen Reserven gibt es keinen Nachschub und damit auch keinen Kampf!
Warum haben die Briten diesen Plan nicht bereits am Anfang des polnischdeutschen Konfliktes realisiert? Ohne ausreichende Waffen – kein Sieg von Hitler
über Polen und kein künftiger Überfall auf die UdSSR. Deshalb gab es bis zum
Beginn des Krieges keinen Befehl über die detaillierte Ausarbeitung dieser
Operation. Diese Situation veränderte sich auch nicht nach dem Überfall auf Polen.
Die aktive Ausarbeitung von Diversionsakten gegen Schiffe, Anlegestellen und
Häfen, die Eisenerz exportierten, begannen erst im Oktober 1939 [482]. Das Land
Polen hatten sie auf der Landkarte schon ausradiert.
318
Im Buch von W. Mackenzie über die Geschichte der SOE können wir
erstaunliche Dinge lesen. Im Jahre 1939 haben die britischen Spezialisten für
die Durchführung von Diversionsakten der Führung einen komplexen
Handlungsplan vorgelegt. Er erfasste die Länder Rumänien, Dänemark,
Holland, Polen, Böhmen, Österreich, Deutschland, Libyen und Abessinien
(Äthiopien).
Wenn wir diesen Plan bewerten wollen, dann dürfen wir nicht
vergessen, dass der Krieg gegen Polen noch nicht begonnen hat! Für seine
Realisierung hat der britische Oberst Grand einen Stellenplan für 25 Offiziere
und einen Geldbetrag von 500.000 Pfund Sterling vorgeschlagen. Erstaunlich
ist folgendes Zitat aus diesem Vortrag: „Wenn dieser Vorschlag angenommen
wird, dann können die Vorbereitungen bezüglich von Rumänien im Verlaufe
von drei Wochen und bezüglich der anderen Länder (siehe Aufzählung oben!)
– im Verlaufe von drei bis vier Monaten abgeschlossen werden. D.h., im Juli
wird der Termin festgelegt, wann in den von Hitler besetzten Gebieten
plötzlich Unruhen aufflammen“ [483]. Der genannte Monat „Juli“ liegt im
Jahre 1939. Für kein einziges Land lagen dem deutschen Generalstab auch
nur im Ansatz irgendwelche militärischen Angriffspläne vor – kein einziges
Land war okkupiert! Aber für die Briten ist die Situation schon völlig klar:
Allen Ländern droht die Okkupation durch Hitler. Das Niveau der britischen
Spezialisten ist so hoch, dass sie für die Vorbereitung der Unruhen (im Falle
eines Erfolges werden sie dann als „Volksrevolutionen“ bezeichnet) nur Geld
und etwas Zeit benötigen. Wo haben sich die Briten eine derartige
Meisterschaft angeeignet? Auf diese Frage eine Antwort zu finden, ist
überhaupt nicht kompliziert. Erinnern wir uns an das Jahr 1905 und dann –
an den Februar 1917. Nicht vergessen dürfen wir auch 1918 – die deutsche
Novemberrevolution …
Die Tatsache, dass Großbritannien überhaupt nicht beabsichtigte Hitler zu
stürzen, wird durch das Schicksal der nicht stattgefundenen Operation der SOE
bewiesen. Die Führung versuchte Zeit zu gewinnen: Verschiedene Diversionen
werden erst im Dezember 1939 ausgewählt. Am 2. Januar 1940 wurde die Aktion
von Winston Churchill gebilligt – damals noch 1. Lord der Admiralität. Sir Winston
konnte jedoch damals grundlegende Fragen noch nicht entscheiden – bis zu seinem
Machtantritt vergeht noch etwas Zeit. Premierminister Chamberlain und
Außenminister Halifax – sie allein hatten die Macht – haben am 29. Januar 1940
ihren Kommandos verboten, irgendwelche Diversionsakte gegen die schwedischen
Eisenerzgruben zu unternehmen. Am 15. Februar 1940 versuchten die SOE
nochmals ihr Glück. Aber auch diesmal hat Halifax alle Aktionen verboten, die
Hitler sehr schnell entwaffnet hätten [484].
319
Als die westlichen Diplomaten die Vorschläge Hitlers ablehnten, interessierte
sie die Situation in Polen überhaupt nicht. Doch sind wir ehrlich: In der Ablehnung
des Westens mit Hitler Frieden zu schließen, spielte der „polnische“ Faktor trotzdem
eine bedeutende Rolle. Denn die Bedingung des Westens für eine Kontaktaufnahme
lautete: Abzug aller deutschen Truppen vom polnischen Territorium und
Wiederherstellung des polnischen Staates. Kein einziger Historiker stellt sich in
diesem Zusammenhang die einfache Frage: Wie soll nach der offiziellen Teilung
von Polen zwischen Berlin und Moskau der polnische Staat wieder hergestellt
werden? Ein Teil von Polen wurde dem Deutschen Reich angeschlossen, der Westen
von Weißrussland und der Ukraine – dem Verbund der UdSSR. Nehmen wir an,
Hitler ist einverstanden, den Staat Polen wieder herzustellen und gibt den Polen das
ganze Territorium außer Danzig und den deutschen „Korridor“ zurück. Muss dann
Stalin auch die Gebiete von Weißrussland und von der Ukraine zurückgeben? Aber
wie soll er das machen, wenn diese Gebiete schon offiziell in den Verbund der
Sowjetrepubliken aufgenommen worden sind?
320
Als Adolf Hitler am 6. Oktober 1939 seine Rede gehalten hat, waren die
neuen Territorien noch nicht in die UdSSR integriert. Die Prozedur dafür war
jedoch schon angelaufen: Am 1. Oktober 1939 hat das Politbüro des ZK der
WKP(B) (Zentralkomitee der Kommunistischen Allunionspartei der
Bolschewiken, Anm. d. Übers.) ein Programm zur Vereinigung der
Westukraine und des Westens von Weißrussland mit der UdSSR beschlossen.
- In der Zeit vom 5. bis 12. Oktober wurden Truppenteile der Roten
Armee in die neuen Gebiete verlegt. - Die Wahlen für die Bildung der Volksversammlungen wurden
vorbereitet. - Am 22. Oktober waren die neuen Machtorgane bereits gewählt.
- In der Zeit vom 27. bis 29 Oktober wurden die sowjetischen
Machtorgane geschaffen. Sie baten den Obersten Sowjet, die
neuen Gebiete in den Verbund der Sowjetunion aufzunehmen. - In der Zeit vom 1. bis 2. November hat der Oberste Sowjet der
UdSSR dieser Bitte entsprochen. Die neuen Gebiete wurden
untrennbare Bestandteile der UdSSR.
Wenn Hitler tatsachlich einverstanden gewesen wäre, den polnischen
Staat wieder herzustellen, dann hätten die Verhandlungen und die
Abstimmungen über eine Vereinbarungen zwischen den Briten und Franzosen
nicht weniger Zeit in Anspruch genommen. D.h. im Moment der
Unterzeichnung des hypothetischen Friedensvertrages zwischen
Großbritannien, Frankreich, Polen und Deutschland sind die neuen
Territorien von der Ukraine und Weißrussland schon längst in die
321
Sowjetunion integriert… Die Voraussetzungen für einen Krieg mit dem
„Hauptaggressor“ Russland waren damit geschaffen.
Welche Macht, die noch einen Minimum an Selbstbewusstsein besitzt, würde
zwei bis drei Wochen nach der Eroberung und Eingliederung eines neuen
Territoriums, dieses seinem Gegner wieder zurückgeben? Der Anschluss eines
Gebietes an ein Land – das ist keine Stromversorgung, die man einfach ein- und
wieder ausschalten kann. Niemand wird ein Land achten, das in Abhängigkeit von
den Ansichten fremder Mächte seine „eigenen“ Entscheidungen trifft. Der Westen
hat der UdSSR nicht den Krieg erklärt. Folglich hat Stalin auch keine Motivation,
den Polen das Land „im Interesse des Friedens“ zurückzugeben. Wie soll er das
seinen Soldaten erklären, die von den Bauern in Weißrussland mit Blumen begrüßt
wurden? Haben sie sich umsonst gefreut?
Bei Hitler war die Situation völlig anders. Er kann in aller Ruhe die uralten
deutschen Gebiete übernehmen, den Rest – den Polen wiedergeben. Die deutsche
Bevölkerung – im Unterschied zur Bevölkerung der UdSSR – versteht das
wunderbar: Der Krieg gegen Polen wurde mit dem Ziel geführt, die letzten Gebiete
des deutschen Bodens, die durch den Vertrag von Versailles von Deutschland
abgetrennt wurden, wieder zurückzuholen. Wir haben uns alles zurückgeholt! Die
polnische Führung und die „Weltgesellschaft“ zeigen Einsicht und verhalten sich
friedlich. Das wiederhergestellte Polen schließt mit dem Deutschen Reich einen
322
Friedensvertrag ab. Die Unverletzbarkeit der neuen Grenzen wird selbstverständlich garantiert. Sehr menschlich und verständlich! Alles ist wunderbar!
Auch für die führenden Politiker Deutschlands, Polens, Großbritanniens und
Frankreichs. Nur die Sowjetunion wird aussehen wie ein widerlicher Aggressor, der
– natürlich – bestraft werden muss …
Wenn Hitler einen Schritt zurückgegangen wäre und sein Einverständnis
gegeben hätte, den polnischen Staat wieder herzustellen, dann wäre ein Krieg gegen
die UdSSR unvermeidlich gewesen. Denn – die UdSSR gibt die „polnischen
Gebiete“ nicht wieder her. Das ist der wahre Grund, warum der Westen nicht bereit
ist Frieden zu schließen. Mit Friedensliebe, mit der Verletzung von Verträgen und
mit dem Wunsch, den Aggressor zu bändigen, hat das alles nichts zu tun. Es ist nichts
anderes, als die Konsequenz und die zielstrebige Fortsetzung der traditionellen
westlichen Politik: Es ist alles zu tun, damit Deutschland und Russland in einen
Krieg verwickelt werden! Die hervorragend klingende Bedingung der
„Wiederauferstehung von Polen“ bedeutete kein Frieden auf dem europäischen
Kontinent, sondern nur eine Überleitung des „seltsamen Krieges“ in einen
„richtigen“ blutigen Krieg.
Die Logik vieler Geschichtsbücher ist einfach erstaunlich. Den russischukrainischen Serienmörder Andrej Tschikatilo hat während seines
Gerichtsprozesses niemand beschuldigt, die Verkehrsregeln verletzt zu haben. Seine
schrecklichen Verbrechen und die Ermordung von mehr als 50 Menschen sind schon
allein hinreichende Gründe, um dieses Scheusal mit dem Tode zu bestrafen.
Aber warum werden dem größten Verbrecher aller Zeiten, Adolf Hitler, Taten und
Handlungen zugeschrieben, die er nicht begangen hat? Er wird wegen allem
möglichen beschuldigt, z.B. wegen seiner Hinterhältigkeit und wegen seines
323
Verrats. Das ist einfach lächerlich. Es ist, als ob wir einen Serienmörder
beschuldigen, dass er seine kommunalen Abgaben nicht zahlt. Hitler hat das
Menschenleben von zig Millionen Menschen auf dem Gewissen. Seine
ungeheuerlichen Verbrechen sind kaum zu überbieten. Was ist das Ziel dieser
seltsamen Beschuldigungen? Offensichtlich sollen damit nur diejenigen getarnt
werden, die ihn an die Macht gebracht haben und ihn hartnäckig zu einem Krieg
treiben. In jedem beliebigen historischen Werk finden wir Aussagen über den Verrat
von Hitler, der am 6. Oktober 1939 dem Westen den Frieden versprach und der am
- Oktober – den Befehl über die Ausarbeitung eines Angriffsplanes gegen
Frankreich gab. Ohne etwas zu verstehen, schreiben die Autoren über Hitlers
Bösartigkeit. Obwohl das Verhalten des Führers völlig logisch war, werden diese
Aussagen von anderen Autoren kritiklos übernommen …
Hitlers Direktive Nr. 6 über den Plan einer Offensive im Westen gibt eine
beeindruckend genaue Prognose über die künftige Zerschlagung der
französischen Armee. Ihre Aktualität hat sie auch in unserer gegenwärtigen
Zeit nicht verloren: „Unter keinen Umständen dürfen sie (die
Panzerdivisionen, Anm. d. V.) zum Untergang in das unendliche StraßenLabyrinth der belgischen Städte geworfen werden“. Haben General
Gratschow und seine Offiziere, die 1995 unsere Panzer bei dem sinnlosen
Neujahrs-Sturm auf die Stadt Grosny eingesetzt haben, diese elementaren
Erfahrungen der Militärwissenschaften nicht gekannt? Warum haben sie
Hitlers „Werke“ und Befehle nicht gelesen?
324
Bereits im September 1939 teilte Hitler seinen Generälen mit, dass er bereit
sei, Frankreich mit dem gleichen Tempo wie Polen zu schlagen [485]. Vorerst waren
das nur mündlich geäußerte Gedanken. Konkrete Aufträge erteilte er noch nicht. Am
- Oktober 1939 hielt Hitler im Reichstag seine berühmte Rede – sein
„Friedensangebot“ war den Führern von Großbritannien, Frankreich und den USA
über „geheime“ Kanäle bereits bekannt. Denn schon im September 1939 hat er über
den schwedischen Vermittler, Birger Dahlerus [486], und über den amerikanischen
Ölmagnaten, William Rhodes Davis [487], ihnen seine Vorschläge mitgeteilt. Sie
waren so „friedensliebend“, weil Hitler hoffte, dass sie auf einen „fruchtbaren“
Boden fallen und die Angelsachsen bewegen werden, Deutschland im Club der
Weltmächte als gleichberechtigten Partner aufnehmen. Schon am nächsten Tag
erschienen in den deutschen Zeitungen die bunt schillernden Schlagzeilen: „Des
Führers Mahnung an das Weltgewissen“, „Friedensangebot des Reichskanzlers
Adolf Hitler an den Westen“, „Wir wollen keinen Krieg gegen Großbritannien und
Frankreich“, „Keine weiteren Forderungen, außer unsere Kolonien“, „Reduzierung
der Rüstung“, … [488].
Aus der Sicht des Führers konnten die Regierungen Großbritanniens und
Frankreichs dem Dritten Deutschen Reich jetzt die Hand reichen ohne ihr Gesicht
zu verlieren. Nicht sie haben um einen Frieden gebeten, sondern Deutschland hat
ihn ernsthaft vorgeschlagen. Um ihn dann in einen Krieg gegen den Osten
umzuwandeln. Eine Antwort auf seine Initiative hat Hitler nicht erhalten. Genauer
gesagt, er bekam sie … doch leider war sie negativ.
Am 7. Oktober 1939 hat der französische Premierminister, Ėdouard Daladier,
Hitler mitgeteilt, dass Frankreich die Waffen so lange nicht niederlegt, bis es
„Garantien für einen echten Frieden und für eine allgemeine Sicherheit“ erhält [489].
Stalin hat dem deutschen Partner des Nichtangriffspaktes eindeutig nicht
vertraut. Während Hitler den Westen zum Frieden aufrief, führte er seine
Truppen in die Länder des Baltikums und traf mit ihnen entsprechende
325
Vereinbarungen. Dies geschah in Abstimmung mit Deutschland. Die
Stationierung von Truppen der Roten Armee in Lettland, Litauen und Estland
war von großer strategischer Bedeutung, denn ihr Territorium bildete das
notwendige Aufmarschgebiet für die Truppen des Aggressors beim Überfall
auf die UdSSR. Im Oktober 1939 begannen die Verhandlungen der
Sowjetunion mit Finnland. Das Ziel war die Gewährleistung einer erhöhten
Sicherheit des Leningrader Gebietes, des freien Zugangs zum Finnischen
Meerbusen und damit auch der sowjetischen Flotte in die Ostsee.
Entscheidend waren die Worte aus London, aber die gab es leider nicht. Aus den
Reaktionen der britischen, französischen und amerikanischen Presse wurde jedoch
klar, dass der Westen an einer friedlichen Lösung des Konfliktes nicht interessiert
war. Am 10. Oktober 1939, wandte sich der Führer in seiner kurzen Rede im
Sportpalast nochmals an die Briten. Deutschland, so erklärte er, „ hat keinen
einzigen Grund, gegen die westlichen Mächte zu kämpfen“. Und nochmals
326
unterstrich er sein „Streben nach Frieden“ [490]. Die Antwort aus Großbritannien
kam am 12. Oktober, d.h. nach zwei Tagen. Am Vorabend gab es in Berlin Unruhen,
die von den Historikern später als „friedlich“ bezeichnet werden. Auslöser dafür war
die Mitteilung im Radionetz Berlin, dass die britische Regierung gestürzt worden sei
und die neue Regierung unverzüglich mit Friedensverhandlungen beginnt. Die
deutsche Hauptstadt befand sich in einem Freudentaumel, der sehr schnell in bittere
Enttäuschung umschlug.
Warum der staatliche Radiosender der Nazis eine derartige Falschmeldung
verbreitete, das ist bis zum heutigen Tag ein ungeklärtes Geheimnis des Dritten
Reiches. Der britische Premierminister, Sir Neville Chamberlain, bezeichnet das
„Friedensangebot“ Hitlers vom 6. Oktober 1939 als „neblig und unbestimmt“. Seine
Ablehnung muss nur richtig verstanden werden. Wenn Deutschland Frieden
wünscht, dann muss es dies „durch Taten und nicht durch Worte“ zeigen. D.h. Hitler
muss „überzeugende Beweise“ für seine Bestrebungen zum Frieden“ vorlegen. Der
britische Premier hat Hitler aufgefordert, Polen und die Tschechoslowakei zu
verlassen und Garantien für sein künftiges friedliches Verhalten zu geben. So
berichten die Historiker aller Schattierungen über die Rede Chamberlains. Aber das
ist eine Lüge! In Wirklichkeit hat der britische Premierminister Hitler aufgefordert
die UdSSR zu überfallen und damit den „überzeugenden Beweis“ zu bringen. Genau
solche „Handlungen“, aber nicht „Worte“ wurden von Hitler in London erwartet.
Was konnte Adolf Hitler tun? Seine Friedensvorschläge wurden
zurückgewiesen. Was blieb ihm anderes übrig, als sich auf einen Kampf
327
vorzubereiten. Deshalb gab er nach drei Tagen den Befehl, einen Plan für die
Vernichtung seines unmittelbaren Gegners, d.h. von Frankreich, auszuarbeiten. War
das seine ganze Hinterhältigkeit? Wohl eher nicht! Wir sagen das nicht, um die
„Wäsche“ des Mörders von zig Millionen unserer Menschen „weiß zu waschen“,
sondern um die Logik seiner Handlungen zu verstehen.
Die Tatsache, dass Hitler am 9. Oktober den Befehl zur Ausarbeitung
eines Angriffsplanes gab, ist kein Beweis für seine Hinterhältigkeit und
Aggressivität. Denn … - Das Kommando, einen Plan auszuarbeiten bedeutet noch lange
keinen Angriff. Die Entscheidung kann jeder Zeit geändert werden. - Am 12. Oktober kam die „offizielle Antwort“ aus London. Die
nichtoffizielle Antwort ist mit hoher Wahrscheinlichkeit schon viel früher in
Berlin angekommen. Aus den Schlagzeilen der „unabhängigen“ britischen
Presse können wir noch heute erkennen, aus welcher Richtung der Wind weht.
Die Handlungen von Adolf Hitler wurden nicht von den wahnsinnigen
Bestrebungen eines rücksichtslosen Aggressors, der die ganze Welt beherrschen will
diktiert, sondern von der Logik eines Politiker und Vasallen, der nicht ernsthaft mit
seinen ehemaligen Herren kämpfen will. Wir wiederholen an dieser Stelle nochmals:
Deutschland kann angesichts seiner wirtschaftlichen und geographischen
Besonderheiten in einem langfristigen Krieg nicht siegen. Dafür hat es auch nicht
die erforderlichen Ressourcen. Im Zustand eines „seltsamen Krieges“ konnte es sich
auch nicht lange befinden: Die Briten hätten Deutschland einfach mit einer Blockade
erstickt. Vorläufig war sie sehr leicht, einfach lächerlich, aber zu einem beliebigen
Zeitpunkt konnten die Briten Deutschland richtig ersticken. Ein versenktes Schiff in
der schwedischen Bucht, ein „Volksaufstand“ in Rumänien und ein paar auf der
328
Donau versenkte Dampfer zur Unterbrechung des Handels – solche Kleinigkeiten
hätten dafür schon ausgereicht. Das ist alles, der Krieg ist schnell vorbei.
Im britischen Geheimdienst gab es das Projekt „Zerstörung der
Schifffahrt“. Wie Sie wissen, wurde seine praktische Umsetzung von der
britischen Regierung „nicht gebilligt“. Später, nachdem die Deutschen in
Rumänien einmarschiert sind und die Macht in allen Donau-Staaten
übernommen haben, war die geplante Diversion schon nicht mehr möglich.
Nach dem Überfall von Hitler auf die UdSSR, war für die Briten die
Vernichtung der rumänischen Erdölindustrie erneut nicht aktuell! Die
britische Royal Air Force (RAF) hat niemals versucht, die praktisch einzige
zugängliche Erdölquelle Deutschlands zu bombardieren. Denn wie sollen die
deutschen Panzer aufgetankt werden, die in Richtung Moskau, Stalingrad und
Kursk fahren?
Vorläufig hat die britische Regierung das Deutsche Reich noch nicht
„erstickt“. Aber wie lange wird es dauern, bis es die Missachtung ihrer Forderungen
nicht mehr akzeptiert? Deshalb muss er … entschlossen handeln. Hitlers Aussage
„Die Engländer werden nur nach ein paar Schlägen zurückweichen“ [491, 492],
schreibt General Halder in sein Tagebuch. Uns darf nicht irritieren, dass Hitler bei
der Vorbereitung des Überfalls auf Frankreich von Großbritannien spricht. Er hatte
klare Vorstellungen darüber, wer in Wirklichkeit den Mechanismus der Weltpolitik
in Bewegung bringt.
Im Oktober 1939 sieht Hitler keinen anderen Ausweg mehr, als einen Angriff
auf Frankreich. Bereits am 19. Oktober, d.h. 13 Tage nach der Proklamation seiner
„Friedenspolitik“, wurde ihm der erste Entwurf der militärischen Operation „Fall
Gelb“ vorgelegt. Bei der deutschen Generalität löste der Plan Hitlers aufgrund des
Kräfteverhältnisses „größtes Entsetzen“ aus. Auch die französische Maginot-Linie
(ein kompliziertes System aus Bunkern, Stollen, Versorgungsschächten und Gängen
mit mehr als hundert gigantischen Artilleriewerken, Anm. d. Übers.) galt als
unüberwindliches Hindernis. Gegen den Angriff auf Frankreich sprachen sich sogar
die Generäle von Brauchitsch und Halder aus. General von Leeb war außerdem
gegen die Verletzung der Neutralität von Holland und Belgien. Die Angst, wie im
Ersten Weltkrieg von einem Gegenangriff in der Flanke überrascht zu werden, saß
bei den deutschen Generälen noch tief. Auch die Erinnerungen an die blutigen
Schlachten bei Verdun, an der Marne und Somme mit den vielen hunderttausend
toten und verwundeten Soldaten war noch frisch. Sollte sich das tatsächlich alles
wiederholen?
329
Die Maginot-Linie – die größte unterirdische Festungsanlage der Welt in Frankreich
Wir werden wohl niemals erfahren, wie ernsthaft die Absicht von Adolf Hitler
tatsächlich war, die Franzosen vernichtend zu schlagen. Es gibt jedoch genügend
Fakten dafür, die beweisen, dass er in erster Linie mit dem Westen verhandeln
wollte.
Was sind das für Fakten? Wenn Hitler tatsächlich gegen London und Paris
kämpfen wollte, warum verhinderte er, dass die deutsche Seeflotte feindliche Schiffe
versenkt. Die deutsche Seeflotte hatte ihre Kampfhandlungen so zügig begonnen,
dass Hitler gezwungen war, sich persönlich einzumischen. In der 1. Woche des
Krieges haben seine fleißigen Kapitäne 11 Schiffe mit einer Wasserverdrängung von
64.595 t versenkt. Hätte sich dieses Tempo fortgesetzt, dann würden in der Nähe der
britischen Insel bald nur noch deutsche U-Boote schwimmen. Plötzlich vollzog sich
ein wahres Wunder: In der zweiten Woche betrug die Tonnage der versenkten
britischen Schiffe 51.561 t, in der dritten Woche – 12.750 t und in der vierten Woche
– nur noch 4.646 t [493].
Was war geschehen? Was hat zu einer derart schlechten Effektivität der
deutschen U-Boote geführt? Sind die britischen Kapitäne vorsichtiger geworden?
Haben sie mehr Erfahrungen gesammelt? Oder haben die britischen Kapitäne
gelernt, die deutschen U-Boote schneller zu versenken? Nein, die Briten haben über
die o.g. Statistik selbst gestaunt. Das Geheimnis dieses „Wunders“ ist sehr einfach.
Hitler hat seine Marineoffiziere angewiesen, die Schiffe von Großbritannien und
Frankreich nicht zu versenken! Admiral Raeder hat in seinem Tagebuch notiert, dass
die allgemeine Politik uns zu dieser „Zurückhaltung“ zwingt, solange die politische
Situation im Westen nicht geklärt ist [494]. Bekannt ist auch der Fall, dass der
Kapitän eines deutschen U-Bootes, das sich in einer sehr günstigen Position zum
französischen Schlachtschiff „Dunkerque“ befand, beim Stab der Marine um die
330
Erlaubnis zum Angriff bat [495]. Der Angriff wurde vom Führer persönlich
abgelehnt!
Deutsche Panzer in Frankreich. Dass Hitler riskiert, den Westen anzugreifen, das hätte in
Paris und London niemand erwartet. Deshalb wurde Frankreich so schnell besiegt.
Genauso unwahrscheinlich ist die Geschichte von Hitlers Angriffstermin auf
Frankreich. Den ersten Termin legte er auf den 12. November 1939 fest [496].
Tatsächlich begann der Feldzug aber am 10. Mai 1940. Im Verlaufe von 25 Wochen
hatte er den Befehl 20 Mal verschoben [497]. D.h. fast jede Woche hat Hitler den
Befehl für den Überfall auf Frankreich neu festgelegt! Warum? Die Historiker
behaupten das „schlechte Wetter“ war der Grund. Glauben Sie das, verehrter Leser?
Die deutschen Generäle und Hitler wissen im Verlaufe von sieben Monaten (!) nicht,
welches Wetter sich an der deutsch-französischen Grenze einstellen wird? Jede
Woche hoffen sie, dass sich die Wolken verziehen und endlich die Sonne scheint?
Warum wurde der Termin für den Frankreichfeldzug nicht sofort auf einen
Sonnentag festgelegt? Die deutsche Armee befindet sich ständig in höchster
Anspannung und Bewegung, denn niemand weiß, verlegt Hitler den Termin erneut
oder nicht. Wozu brauchen die pedantischen Deutschen das? In Wirklichkeit ist alles
sehr einfach: Der Angriffsbefehl wird verlegt, solange noch die geringste Hoffnung
besteht, dass der Westen zu Verhandlungen bereit ist. Als die letzte Hoffnung
schwindet, erteilt Hitler den „letzten“ Angriffsbefehl.
331
Welch eine Antwort erhielt der deutsche Führer auf seine Friedensvorschläge? Formal gesehen – keine. Genauer gesagt, es gab noch eine.
Jedes Jahr, am Jahrestag des Münchner Bierputsches, trat Adolf Hitler im
„Bürgerbräukeller“ vor seinen alten „Parteigenossen“ auf. Diese Auftritte hatten
schon eine feste Tradition. Doch diesmal am 8. November 1939 endete die
Begegnung des Führers mit seinen alten Freunden etwas anders. Dreizehn Minuten
nach seiner Abfahrt aus dem „Bürgerbräukeller“ explodierte dort eine Bombe, 8
Menschen starben, 63 – wurden verletzt. Noch am gleichen Abend wurde der
deutsche Tischler, Johann Georg Elser, an der deutsch-schweizerischen Grenze
verhaftet. Nach einigen Verhören hat er alles zugegeben. Im Ergebnis der herzlichen
Gespräche mit ihm (Elser wurde vom Gestapochef Müller persönlich befragt!)
wurde offiziell festgestellt, dass der britische Geheimdienst die Verantwortung für
den Terrorakt trägt. In der Literatur der Historiker lesen wir etwas anderes: Der
Anschlag wurde von der Gestapo selbst organisiert. Sehr populär ist auch die
Variante, dass Johann Georg Elser mit diesem Attentat den deutschen Diktator
beseitigen wollte. Beide Versionen, wie auch schon im Fall des jüdischen
Terroristen, Herschel Feibel Grünspan, der den deutschen Diplomaten, Ernst vom
Rath, in Paris erschossen hat, halten keiner ernsthaften Überprüfung Stand. Was
geschieht mit dem Terroristen nach seinem Arrest? Elser war geständig. Völlig egal,
ist er Agent der Gestapo oder ein patriotischer Einzelkämpfer, er wird schnell
verurteilt und … schließlich aufgehängt. Nur so findet man keine Spuren mehr und
auf keinen Fall die Wahrheit. Die Führer der Gestapo erhalten von Adolf Hitler das
„Eiserne Kreuz“. Wozu das Leben eines Verrückten bewahren, der ein Anschlag auf
den Führer verübt hat? Doch Elser wird wie Grünspan als „besonderer Gefangener“
in das Konzentrationslager Sachsenhausen gesteckt. Später kam er nach Dachau, wo
332
er am 9. April 1945 erschossen wurde. Bis zu diesem Tag haben sie ihn am Leben
erhalten, damit er wie Grünspan im Nachkriegsprozess als Zeuge aussagen kann.
Denn Hitler hatte geplant, nach dem Krieg einen Schauprozess durchzuführen, in
dem er der ganzen Welt die Hinterlistigkeit und Grausamkeit seiner Gegner und ihrer
Geheimdienste beweisen kann [498]. Dazu brauchte er gute Argumente – lebende
Beweise der Handlungen des britischen Geheimdienstes. Deshalb hat er die
Terroristen so lange im Konzentrationslager aufbewahrt. An der ganzen Geschichte
gibt er nur ein „Aber“: Um ein guter Zeuge und ein lebender Beweis im kommenden
Prozess zu sein, musste man wirklich ein Terrorist sein. Andernfalls nimm einen
beliebig anderen, und er erzählt dir über den britischen Geheimdienst alles, was du
ihm diktierst. Nur seine Aussage ist dann nichts wert. Über die Verbindung des
„Einzelkämpfers“ Johann Georg Elser mit den Briten schreibt Walter Schellenberg
in seinen Nachkriegserinnerungen folgendes: „Er hatte unter der Last der Indizien
zugegeben, in einer Säule des Bürgerbräukellers seine Höllenmaschine mit
Zeitzünder eingebaut zu haben. Es handelte sich um einen genial umkonstruierten
Wecker, der mit einer Explosivmasse gekoppelt war. Elser hatte erklärt, zwei
unbekannte Personen hätten ihm bei der Vorbereitung des Anschlages geholfen und
333
versprochen, später im Ausland für ihn zu sorgen“ [499]. Um seine Aussagen zu
überprüfen, ließen die Nazis vier bekannte Hypnotiseure rufen. Es gelang jedoch nur
einem, Elser in einen hypnotischen Schlaf zu versetzen, wobei er wiederum bei
seinen Aussagen blieb.
Was bedeutete dieser Anschlag auf Hitler? War es eine Warnung? Am 9.
November 1939, um 18:00 Uhr, musste sich Hitler entscheiden: Entweder Angriff
auf Frankreich oder den Angriff auf Frankreich verschieben. Und plötzlich gab es in
München eine Explosion. Gleich danach hat Hitler das erste Mal den Angriffstermin
vom 12. auf den 19. und dann auf den 25. November verlegt. Anschließend begann
sich das Datums-Karussell für den Überfall auf den Westen zu drehen, ein Prozess,
der in der Geschichte einmalig war. Wenn jemand angreifen will, dann greift er an.
Nur die extreme Abneigung Adolf Hitlers, sich von seinen westlichen Herren zu
lösen, führte letztendlich zu der lächerlichen 20-fachen Terminverschiebung des
Kriegsbeginns.
Der britische Geheimdienst kannte – wie immer – die Pläne von Hitler
ganz genau. Von wem erhielten sie diese Informationen? Von den deutschen
Generälen, die – wie zur Zeit der Krise in München – mit dem Ziel einen Krieg
zu verhindern, die Briten mit detaillierten Informationen versorgten. Als die
Pseudo-Verschwörer von Hitlers Absicht hörten Frankreich zu überfallen,
gerieten sie in Angst und Schrecken und bemühten sich ihn zu stürzen. Im
Auftrage bestimmter Kreise des deutschen Geheimdienstes begab sich Dr.
oec. Josef Müller nach Rom und stellte dort gute Kontakte mit dem britischen
Botschafter beim Heiligen Stuhl, Sir Francis d‘ Arcy Osborne, her. Der Papst,
Pius XII., gab sein Einverständnis, als Vermittler zwischen Großbritannien
und dem künftigen antifaschistischen Deutschland ohne Hitler zu dienen. Ein
anderer Kanal war die schweizerische Hauptstadt Bern. Dort arbeitete der
deutsche Diplomat, Theodor Kordt [500].
Und auch das ist sehr charakteristisch. Es entsteht der Eindruck, dass Hitler in
London und Paris nicht als gefährlich angesehen wurde. Wenn Hitler tatsächlich ein
echter Teufel ist, dann beseitigen sie ihn. Kein Problem! Denn er missachtet
334
elementare Regeln der Sicherheit, bewegte sich praktisch ohne Personenschutz und
fährt allein im offenen Wagen. Woher kommt diese Sorglosigkeit? Hitler wusste
genau, dass man ihn nicht töten wird, weil es für die Briten nur Nachteile hat. Im
Verlaufe des gesamten Krieges gab es auf den größten Verbrecher aller Zeiten
keinen einzigen Mordanschlag [501].
Die Quelle der Aggressivität des faschistischen Deutschlands war ohne
Zweifel die Persönlichkeit des Führers. Wenn Hitler bei einem Attentat ums Leben
gekommen wäre, dann hätten sich die politischen Bedingungen in Deutschland
radikal geändert. Die Nazis wären nicht an der Macht geblieben. Denn niemand von
den Erfüllungsgehilfen des Führers besaß das erforderliche Charisma und den
notwendigen Einfluss, um vorbehaltlos sofort die Macht zu übernehmen. Die
Angehörigen der deutschen Armee haben ihren Eid persönlich nur auf Adolf Hitler
geleistet. Weder Heß und Himmler noch Göring hätten eine derartige Unterstützung
erhalten. Mit großer Wahrscheinlichkeit würde in einem derartigen Szenarium das
Militär die Macht übernehmen, denn sie warteten schon seit dem Münchner
Abkommen auf einen günstigen Moment um Hitler zu stürzen, d.h. um den
drohenden Krieg zu vermeiden. Aber brauchten die Briten den Sturz von Hitler
tatsächlich? Wenn wir uns von allen Emotionen frei machen, dann lautet die Antwort
„Nein!“. Im Falle der Beseitigung des Hauptideologen der Aggression ist es
praktisch unmöglich, Deutschland erneut auf den Osten zu hetzen. Eine neue
Regierung würde einfach keine Antwort auf die Frage finden, warum sollen wir
weiter Kriege führen, denn die im Ersten Weltkrieg verlorenen Gebiete erhielten wir
schon zurück. Jetzt können wir in Ruhe und Freude leben. Wozu brauchen wir
diesen Krieg?
Die Ablehnung des Westens, mit Hitler Frieden zu schließen, stimmte mit der
Ablehnung ihn zu stürzen hervorragend überein. Nur dieser Führer Adolf Hitler und
kein anderer, kann den gewünschten Krieg im Osten führen. Dafür wurde er an die
Macht gebracht. Mit ihm Frieden zu schließen, das würde bedeuten, sich mit seinem
eigenen „wildgewordenen Hund“ an einen Tisch zu setzen und mit ihm
Verhandlungen zu führen. Und das in einem für ihn äußerst günstigen Moment, unter
seinen Bedingungen und in seinem Interesse. Was kann London und Paris durch die
Beendigung des „seltsamen Krieges“ gewinnen? Nichts! Die Unterzeichnung eines
Friedensvertrages bedeutet juristisch die Registration eines neuen unabhängigen
politischen Spielers in der Weltarena – des Deutschen Reiches. An der Spitze dieses
Staates steht nicht Kaiser Wilhelm – der Verwandte des britischen Königs – sondern
ein zynischer und eiskalt berechnender Politiker, der alle Stadien des politischen
335
Kampfes durchlebt hat und sehr große Unterstützung beim deutschen Volk genießt.
Wozu brauchen die Briten und Franzosen ihn? Ein Friedensvertrag mit Hitler – das
ist das Ende der langfristig geplanten Operation zur Entfesselung eines Krieges
zwischen Deutschland und der Sowjetunion. Natürlich besteht auch die Möglichkeit,
nach dem Abschluss eines Friedensvertrages, die Deutschen erneut auf die Russen
hetzen. Doch darum müssen die Briten die Deutschen bitten, denn das geschieht
schon ohne Zwang.
Für die Briten ist es wesentlich einfacher, keinen Friedensvertrag mit Hitler
abzuschließen, eine unbestimmte Situation zu schaffen und ihn letztendlich zu
zwingen, doch noch die UdSSR zu überfallen. Die Trumpfkarte in diesem
politischen Spiel ist der künftige Friedensvertrag zwischen Deutschland, Frankreich
und Großbritannien. Zuerst zerschlagen Sie – wie vereinbart – die UdSSR, d.h. Sie
kehren zu „Geist und Buchstaben“ unserer alten Vereinbarungen zurück, und dann
erhalten Sie, Herr Hitler, Ihren lang ersehnten Friedensvertrag. „Erst das Geld, dann
die Ware!“. Wenn Du die Sowjetunion überfällst, dann kannst Du am Leben bleiben.
Tatsächlich, alle Verschwörungen gegen Hitler, finden im Westen keine
Unterstützung, nicht in den USA und nicht in Großbritannien.
Zu den Amerikanern und Briten kamen Vertreter des deutschen Militärs (z.B.
Beck, Canaris, Oster) und viele „Zivilisten“ (z.B. Goerdeler, Schacht, Hassell). Sie
führten Gespräche auf höchstem Niveau, sie haben den Sturz des Führers
vorgeschlagen, sie forderten vom Westen die Beendigung des Krieges und eine
loyale Haltung. Die Amerikaner und Briten sagten, wir sind sehr interessiert. Als
Signal für den Beginn des Umsturzes in Deutschland wurde sogar ein Signal „nach
außen“ vorgeschlagen – die Aufhebung aller Maßnahmen für die Verdunkelung
[502]. Wie Sie wissen, verehrter Leser, lebte der Führer glücklich bis zum April
336
1945.
Noch bevor Hitler sein seltsames Spiel mit dem Datum des
Frankreichfeldzuges beenden konnte, begann er einen echten Krieg gegen die Briten
zu führen. Am 9. April 1940 marschierte die deutsche Wehrmacht in Norwegen ein.
Im Gegensatz zu Dänemark, dessen Territorium die Deutschen in aller Ruhe und
völlig gewaltlos besetzt haben, leistete die norwegische Armee entschlossenen
Widerstand.
Warum okkupierte Adolf Hitler die zwei skandinavischen Länder? Ist er
wieder seinem berüchtigten Bestreben gefolgt, die ganze Welt zu erobern und zu
versklaven? Nein! In Norwegen und Dänemark gab es im Verlaufe des ganzen
Krieges kein typisches Besatzerregime und deshalb auch keinen bedeutenden
Widerstand. Die wenigen Aktionen erinnerten in keiner Weise an den Kampf unserer
weißrussischen und ukrainischen Partisanen gegen die deutschen Okkupanten. Das
einzige Ziel der Nazis in Skandinavien war die Sicherung der Eisenerzimporte für
ihre Rüstungsindustrie.
Die Logik der Kriegswirtschaft in Deutschland machte die Besetzung von
Norwegen für die Sicherung der schwedischen Eisenerzlieferungen
erforderlich. Der Nachbarstaat Dänemark wurde de facto für das gleiche Ziel
okkupiert. Alle anderen Teilnehmer des Weltkrieges haben in diesen Fällen
auch keine besondere Rücksicht genommen. Am 10. Mai 1940 okkupierte
Großbritannien Island, das selbst keine Armee besaß. Offiziell wurde
behauptet, dass dieser Schritt eine deutsche Besetzung verhindern soll. Für
337
die Deutschen bestand dazu jedoch keine Notwendigkeit, sonst hätten sie es
längst gemacht. Die Briten brauchten die Insel im Nordatlantik auf dem Weg
zwischen Amerika und Großbritannien für die ununterbrochene Versorgung
der Royal Navy und Royal Air Force. Das neutrale Island reagierte mit einer
Protestnote, die in London niemand zur Kenntnis nahm. Ist das nicht ein
Paradoxon der Geschichte: Die Deutschen besetzen ein Land für die
Sicherung ihrer wirtschaftlichen Bedürfnisse, die Briten – mit dem gleichen
Ziel ein anderes Land. Die einen sind skrupellose Aggressoren, die andern –
Kämpfer für Freiheit der Menschheit. Wie ist das möglich? Die Geschichte
wird immer von den Siegern geschrieben.
Die schwedischen Schächte befanden sich in zwei verschiedenen Gebieten:
im Süden der Stadt Stockholm und im Norden des Landes. Das Erz wurde deshalb
über das Meer exportiert: im Süden über den Hafen Oxelösund, im Norden – über
Luleå. Vom Dezember bis zum April war der Hafen Luleå vereist und für den
Transport nicht geeignet, zeitweilig galt das auch für den Hafen Oxelösund. Der
einzige zuverlässige Transport des Eisenerzes erfolgte in dieser Zeit über den
norwegischen Hafen Narvik [503].
Anfang April 1940 waren Planungen von Adolf Hitler zur Okkupation von
Norwegen durch die bevorstehenden Aktivitäten Großbritanniens stark gefährdet
[504]. Denn am 8. April begann die Royal Navy mit der Verminung der
norwegischen Küstengewässer. Nur um wenige Stunden entschieden die Deutschen
den Wettlauf in diesem skandinavischen Land für sich [505]. Am 9. April 1940
besetzte die deutsche Wehrmacht Dänemark und griff Norwegen ohne
Kriegserklärung an. Trotz Unterstützung durch den Westen wurde Oslo schnell
erobert und der König, Haakon VII., musste mit seiner Regierung fliehen. Für den
König und die Norweger waren sowohl die deutschen als auch die britischen
Truppen nur Aggressoren, die Besetzung seines Landes erkannte er nicht an. Schon
338
im September 1939 hat Sir Winston Churchill empfohlen, den neutralen Status der
skandinavischen Länder nicht anzuerkennen und sie in die militärischen
Operationen Großbritanniens einzubeziehen. In seinen Notizen vom 16. Dezember
1939 wird Sir Winston noch konkreter: Er schlägt vor, Norwegen und Schweden zu
okkupieren, um „die deutschen Invasoren auf skandinavischen Boden zu
empfangen“ [506]. Die Tatsache, dass die deutschen Invasoren von britischen
Invasoren empfangen werden, das hat den britischen Lord überhaupt nicht irritiert.
Für die Umsetzung seiner Interessen ist Großbritannien – wie auch sein deutscher
Gegner – gern bereit, die von ihm unterschriebenen Verträge mit Norwegen und
Schweden zu zerreißen[507].
„Das höchste Gericht ist unser Gewissen. Wir kämpfen dafür, dass die
Herrschaft des Gesetzes wieder hergestellt und die Freiheit der kleinen
Länder verteidigt wird. Wir haben das Recht, d.h. wir sind sogar vor Gott
verpflichtet, die Gesetze, die wir bekräftigen und wieder herstellen müssen,
zeitweilig außer Kraft zu setzen. Die kleinen Länder dürfen uns die Hände
nicht binden, wenn wir für ihre Rechte und Freiheiten kämpfen. Wir dürfen
nicht zulassen, dass in der Stunde der großen Gefahr, denjenigen die
Paragraphen des Gesetzes nicht im Wege stehen, die berufen sind, sie zu
beschützen und zu verteidigen [508].
Das ist kein Zitat aus einer Rede von Adolf Hitler, der sich damit auf den
nächsten aggressiven Akt vorbereitet. Nein! Das ist die Notiz des großen Kämpfers
für die Freiheit Europas, von Sir Winston Churchill. Nur macht er dabei das Gleiche
wie der deutsche Führer: Er begründet sein Recht auf Krieg in neutralen Ländern,
anstatt sie zu verbieten. Besonders rührend ist die Begründung der Verletzung aller
Verträge: Wir dürfen, weil wir die Guten sind und für die Freiheit kämpfen. Hitler
ist der Böse, er will alle versklaven. Deshalb darf er nicht! Was ist, wenn die Freiheit
der Norweger und Dänen genau dann in Gefahr ist, wenn sie von Großbritannien
verteidigt wird! Es ist das bekannte Lied: Was dem „guten“ Burschen erlaubt ist,
darf der „böse“ … noch lange nicht! Wir hören es sehr oft von den westlichen
Politikern. Werden in den USA die Telefone abgehört, dann ist das gut für den
Schutz der Freiheit, d.h. diese Erscheinung ist positiv. In der sowjetischen Zeit hat
das KGB (Komitee für Staatssicherheit, Anm. d. Übers.) skrupellos die
Menschenrechte mit den Füßen getreten und sich mit ungeheuerlichen
Angelegenheiten beschäftigt – es hat seine Bürger über die Telefone abgehört.
Amerikanische und britische Truppen sind im Irak einmarschiert und haben ein
blühendes Land völlig zerstört. Sie haben dort für die Freiheit gekämpft, damit
Saddam Hussein mit seinen Chemiewaffen nicht den Westen angreifen kann.
Saddam gibt es nicht mehr, chemische Waffen hat es niemals dort gegeben, jeden
Tag sterben in Bagdad fast 100 Menschen.
339
Aber Gründe für Empörungen und Befürchtungen gibt es nicht: Die USA und
Großbritannien sind keine Aggressoren. Um Gottes willen, nein! Im Irak gibt es jetzt
„demokratische“ Wahlen und eine neue Regierung. Die täglichen Leichen sind nur
eine Übergangserscheinung vom Totalitarismus zur Demokratie. Am 2. August
1990 ist der blutrünstige Diktator vom Irak in Kuwait einmarschiert und hat es
eiskalt okkupiert. Schreckliche Dinge sind dort geschehen, die das Blut in den Adern
gefrieren lassen: Hat Saddam Hussein die Vereinigung von Kuwait und Irak erklärt?
Nein, es gab keine hundert Leichen am Tag und die irakischen Luftstreitkräfte haben
die Hauptstadt von Kuwait nicht bombardiert. Aber der Aggressor beging ein viel
größeres Verbrechen: Ohne Referendum, ohne Volksbefragung, mit einem einzigen
Federstrich hat es seinen Nachbarn okkupiert.
Doch kehren wir in die damalige blutige und schreckliche Zeit zurück.
Betrachten wir zunächst ein wichtiges Detail: Die britische Regierung hat am 15.
Februar 1940 ihren Spezialkommandos der SOE (Special Operations Executive)
nicht erlaubt, Diversionsakte zur Blockierung der schwedischen Eisenerzlieferung
durchzuführen. Nach weniger als zwei Monaten (am 10. April 1940) kommen in
Norwegen Luftlandetruppen zum Einsatz. Wo ist die Logik geblieben? Aber die
Logik ist sehr einfach: Die Diversionsakte beenden für Deutschland den Kampf, die
Okkupation von Norwegen erlaubt den Briten, Hitler ihre Bedingungen zu
diktierten. Außerdem ist die potentielle Front für den Kampf gegen den
Bolschewismus schon formiert, wie auch der Vorwand für seinen Beginn: Am 30.
November 1939 hat der sowjetisch-finnische Krieg begonnen. Die Operation der
Briten und Franzosen in den norwegischen Fjorden war sehr vielschichtig. Die
Truppen wurden mit dem fadenscheinigen Grund dorthin geführt, das stolze
nordische Volk vor den russischen Barbaren zu schützen. Im Weiteren konnte auch
340
Deutschland durch das erhaltene „Eisenerzäpfelchen“ einen entsprechenden Beitrag
leisten. Den Finnen zu helfen, das ist eine gute Tradition der deutschen Politik.
Nach unserer Oktoberrevolution im Jahre 1917 und der Gewährung der
Unabhängigkeit für Finnland beschäftigte sich das deutsche Expeditionskorps mit
der Unterdrückung der Roten. Ihre pro-deutsche Orientierung verloren die Finnen
sofort nach der Novemberrevolution in Deutschland. Aus den leidenschaftlichen
Monarchisten wurden eingefleischte Demokraten, eingeschworen auf die Treue zur
Entente. Während des Angriffs von General Judenitsch auf Petrograd haben sie ihn
angeblich unterstützt. Die britischen Flugzeuge und Kriegsschiffe, die auf dem
Territorium von Finnland stationiert waren, beschäftigten sich in Wirklichkeit mit
der Vernichtung der russischen Flotte. Stalin leitete in dieser Zeit die Verteidigung
der Stadt. Er erinnert sich noch gut, wie bequem es ist, einen potentiellen Aggressor
neben der Stadt Leningrad zu stationieren.
Eine Analyse des sowjetisch-finnischen Krieges sprengt den Rahmen dieses
Buches. Auf jeden Fall muss jedoch daran erinnert werden, dass Großbritannien sehr
große Anstrengungen unternahm, um diesen Krieg zu beginnen. Am 17. September
1939, während des Einmarsches der sowjetischen Truppen in Polen, erklärte die
UdSSR ihre Neutralität in ihren Beziehungen zu Finnland. Es vergehen zehn Tage:
Das Schicksal von Polen ist abschließend geklärt, anstelle eines Zusammenstoßes
341
zwischen Deutschland und der UdSSR unterschreiben sie auf polnischem Boden
einen Vertrag über Freundschaft und über die Grenze. Die Briten reagieren etwas
früher – am 27. September „empfiehlt“ Großbritannien den Finnen, „dem Druck aus
dem Osten“ Widerstand zu leisten. Am 5. Oktober lädt die UdSSR ihren finnischen
Nachbarn zu Verhandlungen ein. Das Ziel ist die Verbesserung der gegenseitigen
Beziehungen. Die Finnen wandten sich mit der Bitte um Unterstützung an die großen
europäischen Staaten. Deutschland empfahl, die Beziehungen mit Moskau nicht zu
verschärfen, aber Großbritannien, Frankreich und die USA – das ganze Gegenteil,
d.h. eine kompromisslose Position. Der Westen hoffte, dass mit der Verschärfung
der sowjetisch-finnischen Beziehungen eine Krise zwischen der UdSSR und
Deutschland provoziert werden kann. Finnland zögerte mit seiner Antwort,
mobilisierte am 6. Oktober die Reservisten seiner Armee und erklärte am 8. Oktober
seine Kompromisslosigkeit. Am 12. Oktober erklärte Finnland die allgemeine
Mobilisierung und begann, die Bevölkerung aus den großen Städten zu evakuieren.
Auf dieser Grundlage begannen auch am gleichen Tag erste Verhandlungen in
Moskau. Die Finnen liefen mit Volldampf in einen Krieg gegen ihren starken
Nachbarn. Haben sie tatsächlich gehofft ihn zu gewinnen?
Natürlich nicht! Allein ist der erfolgreiche Verlauf eines solchen Konfliktes
nicht möglich, deshalb hofften sie auf ein Eingreifen der „fortschrittlichen
Menschheit“. Deshalb weigerte sich die finnische Delegation, den Vertragsentwurf
über die gegenseitigen Beziehungen, der von der UdSSR vorgeschlagen wurde,
überhaupt zu diskutieren. Die Sowjetunion schlug dann den Abschluss eines
Vertrages über die gemeinsame Verteidigung des Finnischen Meerbusens vor. Denn
342
wenn die UdSSR diesen Zugang zur Ostsee nicht kontrollieren kann, dann versperrt
ihr jeder beliebige Aggressor den freien Zugang der sowjetischen Flotte zum Meer.
Doch auch dieser Vorschlag, wie wir leicht erraten können, wurde von den Finnen
einfach abgelehnt. Die UdSSR hat der finnischen Delegation noch eine Variante
vorgeschlagen: Die sowjetische Seite erhält die Militärbasis im Hafen von Hanko
zur Pacht, und die finnische Seite erhält dafür im Austausch ein großes Stück des
sowjetischen Territoriums.
Die finnische Delegation kehrte nach Helsinki zurück. Am 17. Oktober wurde
Carl Gustav Emil Mannerheim zum Oberkommandierenden der finnischen Armee
ernannt. Am 23. Oktober erklärten sich die Finnen bereit, ihre Grenze westlich zu
verschieben, doch den Vorschlag einer Verpachtung von Hanko wiesen sie zurück.
Am 25. Oktober beendete Finnland die Verminung des Meerbusens und entfaltete
in der Grenzzone vollständig seine Armee. Sowjetische Truppen wurden an die
Karelische Landenge verlegt. Es ist interessant festzustellen, dass die finnische
Regierung dem Parlament die sowjetischen Vorschläge nicht vorlegte, weil sie
befürchtete, dass sie mit der Überzeugung, ein „schwacher Frieden mit der UdSSR
343
ist besser, als ein guter Streit mit ihr“ (im Interesse von Großbritannien und
Frankreich), die Vorschläge für gut heißen wird. Am 3. November begann die letzte
Runde der Verhandlungen. Als die finnische Delegation die Grenze überquerte,
eröffneten finnische Grenzsoldaten das Feuer auf uns. Das war offensichtlich eine
Provokation, welche die UdSSR zu harten Maßnahmen zwang. Am 26. November,
15:45 Uhr, teilte die sowjetische Nachrichtenagentur TASS mit, dass unser
Territorium von der finnischen Artillerie beschossen wird – 4 sowjetische Soldaten
wurden getötet, 9 – verwundet. Einen eindeutigen Kommentar dieses Ereignisses
gibt es gegenwärtig nicht.
Am 30. November begannen die ersten Kampfhandlungen [509].
Die Landung in Norwegen erwies sich für die Deutschen als ein hinreichend
blutiges Unternehmen. Der Kampf um die Kontrolle über ein Land mit den
Norwegern, aber auch mit den gelandeten Briten und Franzosen dauerte vom 10.
April bis zum 8. Juni 1940. Im Grunde genommen war diese Operation der erste
Krieg, in dem die deutsche Armee keine „Unterstützung“ von Seiten der zwei
stärksten Armeen jener Zeit erhielt, der französischen und der britischen. Auch dem
Führer wurde langsam klar, dass seine westlichen Vertragspartner nicht bereit sind,
einen Millimeter von ihren Positionen abzuweichen. Im März kamen zu ihm gleich
zwei amerikanische Geheimboten, einen Monat später sind ihm die Briten in
Norwegen fast zuvorgekommen [510]. Länger warten war unmöglich. Hitler legte
den Angriff auf Frankreich auf den 10. Mai 1940 fest …
Wie haben sich die Briten und Franzosen auf die Abwehr der Aggression
vorbereitet? Manchmal scheint es, als ob sie bis zum Schluss nicht daran glaubten,
344
dass sich der Führer wagen würde sie anzugreifen. Sogar als in Norwegen deutsche
und britische Truppen hart gegeneinander kämpften, strebte die Aktivität der
britischen Luftflotte (Royal Air Force) gegen Null. Die Angriffe einzelner britischer
Flugzeuge erfolgten zunächst nur am Tag, später – vorrangig in der Nacht. Während
der Flüge haben die Briten riesige Mengen an Propaganda-Flugblättern für die
deutsche Bevölkerung abgeworfen [511]. Diese Idylle setzte sich bis zum Mai 1940
fort, d.h. bis zum Beginn des deutschen Angriffs auf Frankreich [512]. Erst dann
begannen die Flugzeuge der Verbündeten auf die angreifenden deutschen Truppen
echte Bomben und keine ideologischen Bomben abzuwerfen.
Für die Zerschlagung und Kapitulation Frankreichs brauchte Deutschland nur
44 Tage. In anderthalb Monaten hat die deutsche Armee das getan, was sie im Ersten
Weltkrieg in vier Jahren nicht tun konnte. Wie war es möglich, dass die Wehrmacht
von Hitler das so leicht verwirklicht hat, was die Mehrzahl unserer Zeitgenossen für
unmöglich hielt? Ohne Zweifel, eine entscheidende Rolle in der erstaunlich
schnellen Zerschlagung der Franzosen spielte der brillante militärische Plan, der
vom General Erich von Manstein vorgeschlagen und von Hitler unterstützt wurde.
345
Angesichts der Furcht der deutschen Generäle vor einem Krieg gegen die Franzosen
und Briten, dachten sie mehr über den Sturz des Führers nach, als über einen
möglichen Sieg über die Franzosen. Deshalb war ihr Plan, den sie für den Beginn
des Angriffs vorgelegt haben, sehr zaghaft. Sie schlugen vor, den Gegner von der
Grenze zu verdrängen, dann aus Holland und Belgien, um damit das strategisch
wichtige Ruhrgebiet zu schützen [513]. Hitler hat diesen Plan zurückgewiesen. In
diesem Moment ist Manstein mit seinen Vorschlägen aufgetreten. Seine Idee war
voll nach Hitlers Geschmack! Der tiefe Einschnitt mit einer riesigen Panzerarmee
versprach im Falle eines Erfolgs die vollständige Vernichtung des Gegners. Seine
Verwirklichung störte nur ein einziges Problem – die Ardennen, ein Bergmassiv in
Belgien, war nach Auffassung der deutschen Militärspezialisten für Panzer
unüberwindbar. Die gleiche Meinung hatte auch der französische Stab, der einen
Angriff von dieser Seite nicht erwartete. Besonders erstaunlich im deutschen Plan
über die Zerschlagung Frankreichs ist die Tatsache, dass der Gedanke, die Franzosen
auf diese Art zu schlagen, Hitler nach dem Lesen eines französischen Militärbuches
kam. Autor der unheilbringenden Schöpfung war kein anderer als Charles de Gaulle.
Am Vorabend des Krieges veröffentlichte er einige Arbeiten, die der Formierung
und Nutzung von bewegten Militäreinheiten und ihrer Rolle im künftigen
Manöverkrieg gewidmet waren [514]. Hitler hat diese Arbeiten aufmerksam
studiert. „Ich habe mehrmals – so sagte er einmal – das Buch vom Oberst de Gaulle
über die Möglichkeiten der modernen Kriegsführung mit motorisierten Verbänden
gelesen und viel aus ihm geschöpft“ [515]. Daraus folgt, dass ausgerechnet de
Gaulle, der seine Gedanken publiziert hat, dem Führer die Idee für die
Niederschlagung seines eigenen Landes gegeben hat. Die französische Führung
verhielt sich zu den Arbeiten des künftigen Präsidenten von Frankreich mit
Herablassung. Im Ergebnis haben die Deutschen das getan, was der französische
General vorgeschlagen hat.
De Gaulle hat nicht nur Bücher geschrieben. Er traf sich auch mit seinem
Premierminister, Léon Blum, im Jahre 1936 und hat ihm schon damals das
vorgeschlagen, was Hitler drei Jahre später schafft: eine manövrierfähige
Armee mit starken Panzerdivisionen, die für die Zerschlagung der
Verteidigung vorgesehen ist. Die Führung Frankreichs hat de Gaulle
angehört, aber nichts getan. Wozu brauchen wir derart teure
346
Waffen in unserer Armee – auf der Grundlage unserer Vereinbarungen mit
Hitler wird er im Osten kämpfen … Selbst zu kämpfen, dazu ist Frankreich
nicht bereit. Im schlimmsten Fall haben wir unsere Verteidigungsanlagen.
Aber dann ist Hitler aus der Kontrolle geraten und es war schon zu spät, etwas
zu verändern.
Am 10. Mai begann der deutsche Angriff, aber das war nur ein
Ablenkungsmanöver. Am 15. Mai haben 1.300 Panzer von Guderian und Kleist die
französische Front in den Ardennen durchbrochen. Nach diesem Durchbruch der
Deutschen zum Meer war die Verbindung von mehr als einer Million französischer,
britischer und belgischer Soldaten von ihren Hauptkräften abgeschnitten. Die Lage
der Verbündeten war kritisch, aber nicht hoffnungslos. Analysieren wir die Gründe
für die unwahrscheinlich schnelle Zerschlagung von Frankreich im Jahre 1940, dann
ist der ausgezeichnete Plan, den der deutsche General Manstein ausgearbeitet hat,
nicht zu übersehen. Aber nicht weniger wichtig ist in der Niederlage der Franzosen
auch der Beitrag von Großbritannien. Die Briten haben über die Rettung von
Frankreich nicht nachgedacht, sondern völlig unerwartet für den französischen
Generalstab, der den gemeinsamen Kampf der Verbündeten führte, praktisch alle
Befehle negiert. Selbst Churchill zitiert ohne Scham in seinem Buch ein erhaltenes
Telegramm vom 24. Mai 1940 des Premierministers von Frankreich, Paul Reynaud
[516] : „…die englische Armee hat sich auf der Grundlage einer eigenen
Entscheidung um 25 Meilen in Richtung des Hafens zurückgezogen, in der gleichen
347
Zeit, in der unsere aus dem Süden kommende Armee sich erfolgreich nach Norden
bewegt, dorthin, wo sie sich mit seinen Verbündeten treffen soll“ [517].
Winston Churchill gab den Befehl, Frankreich im Stich zu lassen und damit auch seinem
Schicksal zu überlassen
Hinter der diplomatischen Sprache versteckt sich ein äußerst einfacher Sinn.
Die deutsche Panzerfaust hat die Verteidigung der Verbündeten in zwei Teile
geschnitten und die Hitlertruppen stürmen in diesen Riss. Die Niederlage kann
jedoch noch in einen Sieg umgewandelt werden. Der Plan des französischen
Oberkommandierenden, General Weygand, vom 21. Mai 1940 war sehr einfach und
sah vor, durch einen beiderseitigen Konterschlag vom Norden und Süden die
eingekeilten deutschen Divisionen zu vernichten. Die über eine Entfernung von 50
bis 90 km voneinander getrennten Gruppierungen der Verbündeten sollten sich dann
wieder vereinigen. Wenn dieser Konterschlag gelungen wäre, dann hätte Hitler nicht
nur seinen Panzerkeil, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit auch den Krieg gegen
Frankreich verloren.
Auf der Beratung der Verbündeten fehlte auch General Lord Gort und
der Kommandierende der britischen Air Force. Deshalb war bei der
Ausarbeitung des Planes kein einziger Brite anwesend. Das war kein Zufall.
Denn die Briten bereiteten sich vor, ihre Verbündeten zu verlassen. Noch am - Mai teilte der Lord seiner Regierung in London mit, dass er die
Möglichkeit untersucht, Frankreich über Dünkirchen zu verlassen. Durch
seine Abwesenheit auf der Beratung, war er an die getroffenen Beschlüsse
nicht gebunden.
348
Als die französischen Truppen ihren Gegenangriff begannen, d.h. sie
marschierten vorwärts, zogen sich die Briten im Gegensatz zurück! „Am Abend des - Mai traf Lord Gort eine außerordentlich wichtige Entscheidung. Er hatte noch
die Weisung, dem Plan von Weygand zu folgen, d.h. mit der 5. und 50. Division in
Abstimmung mit den Franzosen in Richtung Cambrai zu marschieren … Doch
plötzlich hat sich Lord Gort vom Plan Weygand distanziert [518].
So einfach ist das – erst hat er den Plan angenommen und dann sich von ihm
distanziert! Er betrachte ihn als schlecht und schwer erfüllbar. In keiner Armee der
Welt kann man so handeln. Befehle werden nicht diskutiert! Stellen wir uns vor, was
passiert, wenn jeder General, Oberst oder Leutnant sich erlaubt zu entscheiden, ob
sein Vorgesetzter ihm eine reale oder unreale Aufgabe gestellt hat. Wenn ihm ein
Plan schlecht erscheint, dann nimmt er ihn und weigert sich, ihn zu erfüllen. Was
geschieht mit so einer Armee?
Im entscheidenden Moment des Kampfes hat der britische General gegen die
Disziplin verstoßen. Dafür gehört er – wie in der Armee üblich – vor das Tribunal
(Kriegsgericht, Anm. d. Übers.). Aber sein Disziplinverstoß war viel schlimmer: Er
handelte diametral entgegengesetzt zum erteilten Befehl!
Interessant ist, dass darüber völlig offen in seinen Memoiren kein Franzose,
sondern Winston Churchill schreibt: „Eine solche Handlung der englischen Armee
349
stellt eine direkte Verweigerung formaler Befehle dar, wie heute Morgen vom
General Weygand bestätigt wurde. Dieser Rückzug hat natürlich General Weygand
gezwungen, alle seine Vorbereitungen rückgängig zu machen. Außerdem war er
gezwungen, den Gedanken über die Schließung des Durchbruchs und die
Wiederherstellung einer geschlossenen Front fallen zu lassen. Es besteht keine
Notwendigkeit, den Ernst der möglichen Folgen zu unterstreichen“ [519].
Weshalb hat der britische General im entscheidenden Moment seinen
Fahneneid verletzt? In Wirklichkeit hat er seinen Eid nicht verletzt. Den Befehl, in
Richtung Cambrai zu marschieren, erhielt er von französischen Kommandeuren, den
Befehl zum Rückzug – direkt aus London. Genau diese Weisung seines
unmittelbaren britischen Vorgesetzten erfüllte Lord Gort. Ohne Genehmigung hat er
seine Stellung nicht verlassen. „Der Verzicht von Gort auf den Kampf war voll und
ganz von Churchill gebilligt worden. In den folgenden Tagen hat der englische
Premierminister [520] so getan, als ob er mit der Teilnahme des englischen
Expeditionskorps an der Gegenoffensive Weygands einverstanden ist. Den
Verbündeten im aller kritischsten Moment des Kampfes alleinzulassen und dabei
noch das Gesicht zu bewahren – das war die Politik des englischen Kabinetts“ [521].
Die Evakuierung der britischen Truppen aus Dünkirchen gewährleistete niemand anders,
als Adolf Hitler persönlich
Stellen wir die Daten zusammen und die letzten Zweifel verfliegen: Am 22.
Mai 1940 kommt der britische Premierminister Churchill nach Frankreich; am 24.
Mai begannen die britischen Truppen mit ihrem Rückzug nach Dünkirchen. Glauben
Sie, verehrter Leser, dass General Gort in zwei Tagen, ohne mit dem
Premierminister seiner Regierung in Kontakt zu treten und ohne ihn darüber zu
informieren, selbständig entschieden hat, Frankreich den Todesstoß zu versetzen?
350
Das verräterische Wesen der Entscheidung des britischen Kabinetts kann nicht mit
Überlegungen über seine strategische Notwendigkeit verdeckt werden. Es ist schon
erstaunlich: Im Gegensatz zu ihren britischen Kollegen waren die französischen
Generäle davon überzeugt, dass der Plan von Weygand erfüllt werden kann. Da sich
jedoch ein Teil der verbündeten Armeen zurückzog, ist der ganze Plan gescheitert.
Scheiterte auch die letzte Hoffnung einer Stabilisierung der Front. Aber warum
haben sich die Briten in diesem schweren Moment so unwürdig gezeigt?
Wir sind bei noch einem Geheimnis dieses Krieges angekommen. Um es zu
klären, müssen wir uns erinnern, auf welche Seite sich die britischen Divisionen
zurückgezogen haben. In Richtung Dünkirchen! Warum? Auf diese Frage gibt
Churchill selbst eine erschöpfende Antwort und nach ihm auch das gesamte Pack
der Historiker: um die „Evakuierung unter der Bombardierung durch die feindliche
Luftwaffe über das Meer zu vollziehen“. Vernünftig: Dünkirchen war in diesem
Moment der einzige Hafen, über den die Briten in ihre Heimat evakuiert werden
konnten [522].
Aber der Haken ist der, dass die Briten nicht evakuiert werden konnten.
Wenn ihnen dabei nicht aktiv geholfen wird … durch die Deutschen. Um es
genauer zu sagen, durch einen Deutschen. Man nannte ihn Adolf Hitler. Die
militärische Situation hatte sich so gestaltet, dass im Moment des Rückzuges der
Briten nach Dünkirchen an seiner Schwelle schon die deutschen Panzer standen. Sie
kamen nach Dünkirchen zwei Tage früher als die Briten. Die Deutschen waren von
der Stadt 16 km entfernt, die Briten – 60 km [523]. Für die Deutschen war der
Einmarsch in die ungeschützte Stadt und die Besetzung des letzten Hafens kein
Problem. Doch Hitler gab seinen berühmten „Stopp-Befehl“, der den weiteren
Vormarsch zum Stehen brachte. „Wir haben einfach die Sprache verloren“, erinnert
351
sich daran Guderian. Einen Grund dafür gab es! In dem Moment, als es nur noch
eine kleine Stadt zu besetzen gab und damit auch das Schicksal einer feindlichen
Gruppierung entschieden war, wurde dies vom Oberhaupt der Deutschen
ausdrücklich verboten. General Halder versuchte sogar, die Entscheidung des
Führers in Frage zu stellen und begann ihm die Notwendigkeit zu erklären, den
letzten Hafen an der Küste zu besetzen. Doch der Führer war unerbittlich: „Die
stürmische Diskussion endete mit dem Erhalt eines kategorischen Befehls von
Hitler, dem er noch hinzufügte, dass er für die Sicherung der Erfüllung seines
Befehls an die Front seine persönlichen Nachrichtenoffiziere schickt“ [524].
Wenn die Historiker über die seltsame Handlung des Oberhauptes der
Deutschen erzählen, dann finden sie dafür folgende Erklärungen: - Hitler machte sich Sorgen um seine Panzer (er wollte die Panzerdivisionen
für den „Kampf für Frankreich“ erhalten) [525]; - Hitler hatte Angst vor irgendeiner Schweinerei von Seiten des Gegners [526];
- Hitler hat die Absicht der Briten, sich über Dünkirchen zu evakuieren, nicht
erkannt [527].
Alle von den Historikern erdachten Begründungen zu lesen, das ist
einfach nicht möglich. Die Mehrzahl ihrer Begründungen ist makaber und
lächerlich. Insbesondere die 3. Variante. Die Absicht der Briten zu „flüchten“
war nicht schwer zu erraten: Immer und überall in ihrer Geschichte haben sie
ihre Verbündete verraten und letztendlich ihrem eigenen Schicksal
überlassen. Bei Gefahr einer Niederlage haben sie sich immer verdrückt. So
war es in Walcheren im Jahre 1809, in Gallipoli 1915 und so geschah es auch
im Mai/Juni 1940 in Norwegen. Man muss kein Hellseher sein, um das
Verhalten von Großbritannien auch diesmal zu prognostizieren. Die Absicht,
über Dünkirchen zu flüchten, war völlig klar, denn es gab keine andere
Variante! Den „Stopp-Befehl“ gab Hitler am frühen Morgen des 24. Mai. Die
Briten kamen nach Dünkirchen erst am Abend des 25. Mai, deshalb mussten
die Deutschen fast zwei Tage auf sie „warten“. Wenn diese Daten in den
„historischen“ Büchern fehlen, dann kann der Leser die Gründe all dieser
seltsamen und geheimnisvollen Ereignisse nicht verstehen. Sie glauben dann
wirklich, dass die stolzen Briten mutig und tapfer gegen die Ausgeburt der
Menschheit gekämpft haben und nicht mit ihm die ganze Zeit geheime
Kontakte und Verhandlungen pflegten.
352
Nur wenige Forscher haben sich gewagt, den aufrührerischen Gedanken zu
äußern, dass der Führer dem Gegner ganz bewusst die „goldene Brücke“ für ihren
Rückzug schuf, um die Chance zu erhalten, mit ihm später in Verhandlungen zu
treten [528]. Aber niemand verbindet den plötzlichen und verräterischen Rückzug
der Briten mit ihrer anschließenden wunderbaren Evakuierung nach der Regie von
Adolf Hitler!
Und niemand erklärt die Hintergründe des „Stopp-Befehls“. Hitler hielt die
Panzer an. Beim Leser entsteht der Eindruck, dass der seltsame Führer einfach seine
Panzersoldaten schonte und ihnen nicht erlaubte, die britischen Positionen in
Dünkirchen zu stürmen. Aber in Wirklichkeit war die Stadt leer! Die Deutschen
standen zwei Tage einfach vor Dünkirchen und warteten auf den Befehl Hitlers, d.h.
auf seine Erlaubnis einzumarschieren. Er wartete seinerseits darauf, dass die Stadt
von den abrückenden britischen Divisionen besetzt wird. Erst am 26. Mai erteilte er
seiner Wehrmacht den Befehl zum Angriff. Die Briten hatten sich jedoch in der
Zwischenzeit schon eingegraben und haben den deutschen Angriff erfolgreich
abgewehrt. Wann haben die Briten offiziell die Evakuierung begonnen? Wenn
unsere Vermutung richtig ist, dann begann sie vor Hitlers Befehl den Angriff
fortzusetzen. Genau am Vorabend des 25. Mai erteilte Churchill den Befehl zur
353
Evakuierung [529] …
Die freundlich gegebene Chance nutzend, führte Großbritannien in der Zeit
vom 27. Mai bis 4.Juni 1940 die Operation „Dynamo“ erfolgreich durch. Insgesamt
338.000 Soldaten, davon 215.000 Briten wurden vom Festland auf die Insel
evakuiert. Die übrigen 123.000 waren Franzosen, Belgier und Militärangehörige
Adolf Hitler im besiegten Paris
von anderen verbündeten Ländern. Warum wurde nur ein so geringer Anteil der
Franzosen evakuiert? Weil die Briten zu Beginn nur ihre eigenen Soldaten auf die
Schiffe nahmen. Erst dann erlaubten sie den anderen nach Großbritannien zu
kommen [530]. Von irgendeiner Brüderlichkeit zwischen den Verbündeten oder
einer gegenseitigen Hilfe kann einfach nicht die Rede sein.
Vor unseren Augen zeichnet sich ein ausgezeichnetes Beispiel der
Geheimpolitik ab – einer Politik, die nur hinter den Kulissen abläuft. Nachdem die
Briten verstanden haben, dass der Krieg in Frankreich praktisch verloren ist, traten
sie in Kontakt mit Hitler. Sie nutzten dazu den gleichen Kanal, über den schon
immer ihre Informationen austauschten. Die Bedingung der Briten war sehr einfach:
zu erlauben, dass ihre Armee evakuiert werden kann. Warum sollte Hitler damit
einverstanden sein? Erstens ist er ein schrecklicher Anglophiler (bezeichnet die
354
Liebe von Nicht-Engländern für alles Englische, Anm. d. Übers.). Zweitens hat er
sich niemals vorgenommen, Großbritannien zu vernichten und drittens hat man ihm
klar und deutlich erklärt, dass der Untergang der gesamten britischen Armee
katastrophale Folgen für ihn hat. Eine Zerschlagung von Großbritannien wird ihm
Washington niemals verzeihen. Sie ist eine direkte Einladung der USA in einen
Krieg gegen Deutschland. Dann beginnt der wirkliche Kampf – bis zur totalen
Vernichtung von Deutschland. Deshalb: Die britische Armee wird evakuiert, die
Menschen sind gerettet. Das wird hoch geschätzt! Der Krieg ist zwar verloren, aber
die Ehre der Briten ist nicht verletzt – der Weg zu Friedensverhandlungen ist damit
offen [531]. Vage Andeutungen, dass sich Hitler genau in dieser Situation befand,
können wir in den Büchern der westlichen Historiker lesen. Z.B.: „Die Bedeutung
der Operation in Dünkirchen wurde erst viel später klar, als Hitler verstanden hat,
dass die Engländer beabsichtigten den Krieg fortzusetzen“ [532].
Aber woher wusste Hitler, dass die Briten nicht weiter kämpfen werden, wenn
er sie nach Hause lässt? Wer hat ihm das versprochen? Wer hatte für den Führer
eine derartige Autorität? Er handelte gegen den gesunden Menschenverstand, denn
er hat seinen Feind, der bisher jegliche Verhandlungen unterband, nicht geschlagen.
Wäre es nicht klüger gewesen, in Dünkirchen die gesamte britische Armee zu
zerschlagen und ihr damit die Möglichkeit zu nehmen, den Kampf fortzusetzen? Wie
oft müssen wir noch wiederholen: Wenn uns die Handlungen eines Politikers als
unlogisch erscheinen, dann bedeutet das, dass wir einfach nicht alle Informationen
besitzen, welche die Grundlage seiner Entscheidung gebildet haben. Mit anderen
Worten: Die Politik ist keine Gerade, sondern eine extrem gekrümmte Sinuskurve.
Eine entscheidende Bedingung für die erfolgreiche Evakuierung der Briten
war der Blankoscheck für Hitler, dass Frankreich geschlagen ist. Mit diesem Land
konnte er machen was er wollte – eine Hilfe von seinen Verbündeten aus London
können die französischen Generäle schon nicht mehr erwarten. Frankreich wurde
von den Briten zynisch abgeschrieben. Genauso wie Polen und die
Tschechoslowakei vor einem Jahr. Im kritischen Moment des deutschen Überfalls,
als in die Waage des gemeinsamen Kampfes alle Möglichkeiten der Verbündeten
geworfen werden mussten, haben die Briten nur an sich gedacht und nicht an den
gemeinsamen Sieg. Das ist ein typischer Wesenszug der Politik von Großbritannien
im Verlaufe vieler Jahrhunderte. Es ist immer bereit, bis zum letzten Soldaten zu
kämpfen, nur nicht mit dem aus seiner Armee. Wenn die Logik des Kampfes große
Opfer fordert, dann sind die Briten nicht bereit, sie zu bringen. Es ist wie in einer
Versicherungsgesellschaft: Sie liebt ihre Verbündeten (Kunden) nur so lange, wie
sie bereit und in der Lage sind, ihre Beiträge mit dem Leben ihrer Soldaten „zu
bezahlen“. Aber wenn sich die verbündete Großmacht Großbritannien selber am
Rande des Untergangs befindet und Hilfe braucht, dann schließt die
„Geschäftsstelle“ der „britischen Versicherungsgesellschaft“ und sie löst sich – wie
in der La Manche – in Nebel auf. Die Partner werden mit ihren Problemen allein
355
gelassen.
Ein besonders charakteristisches Beispiel für ein solches Verhalten von
Großbritannien – das sind genau die Monate Mai und Juni im Jahre 1940. Frankreich
wurde vom britischen Verbündeten seinem Schicksal überlassen: Die britischen
Landstreitkräfte sind weggelaufen und hatten nicht die Absicht zurückzukehren. Die
größte Hoffnung setzte die militärische Führung der französischen Armee auf die
britischen Verbündeten. Frankreich erwartete Hilfe, sie hofften jeden Tag auf sie.
„… Unsere Lage ist fast hoffnungslos, sagte de Gaulle dem Oberkommandierenden
der französischen Armee, General Weygand. Wenn die Ereignisse sich nicht zu
stürmisch entwickeln, wenn ich es schaffe, die französischen Einheiten, die sich aus
Dünkirchen befreit haben, wieder in eine Linie zu bringen, wenn ich es schaffe, sie
wieder zu bewaffnen, wenn erneut bewaffnete englische Truppen in den Kampf
eingreifen und wenn schließlich die Engländer einverstanden sind, auf unserem
Kontinent bedeutende Kräfte ihrer Luftstreitkräfte einzusetzen, dann haben wir noch
Chancen“ [533].
In den ersten Stunden des Überfalls auf Frankreich hat die deutsche Luftwaffe
die französischen Flughäfen angegriffen und dort die Mehrzahl der Kampfflugzeuge
zerstört. Seit diesem Moment beherrscht die deutsche Luftwaffe den französischen
Luftraum. Die Briten müssten ihre Flugzeugstaffeln an die Front schicken, um die
Lage auszugleichen. Denn abgeschossene deutsche Flugzeuge können
Großbritannien nicht bedrohen.
Aber Briten sind und bleiben Briten. Deshalb werden wir uns über die Worte
356
von Sir Winston nicht wundern: „Für uns war es lebenswichtig, dass unsere
Jagdflugzeuge auf keinen Fall von den britischen Inseln genommen werden. Unsere
Existenz hing davon ab“ [534]. Weiter begannen die Briten, die Franzosen einfach
nur frech zu betrügen. An diesem Betrug nahm Winston Churchill persönlich teil:
„Ich habe mich unverzüglich von … zur Wohnung von … begeben und ihm eine
angenehme Neuigkeit mitgeteilt. Zehn Staffeln Kampfflugzeuge!“ [535].
Aber eine Hilfe ist niemals angekommen: Die Briten gaben ihnen keine
Jagdflugzeuge [536]. Mit Bitterkeit schreibt darüber in seinen Memoiren Charles de
Gaulle: „Nach der Evakuierung aus Dünkirchen haben die englischen
Luftstreitkräfte nur episodisch an Kämpfen teilgenommen … Die englischen
Staffeln waren auf dem Territorium von Großbritannien stationiert. Sie waren viel
zu weit entfernt, um unseren Truppen irgendeine wirksame Unterstützung zu geben
… Meine nachdrückliche Bitte, zumindest einen Teil der Flugzeugstaffeln für die
Zusammenarbeit auf die Flughäfen südlich von Loire zu verlegen wurde von
Churchill kategorisch abgelehnt“ [537].
Das Datum der Kapitulation von Frankreich wird sich jeder russische Bürger
sehr leicht merken: der 22. Juni. Frankreich unterschrieb die Kapitulation am 22.
Juni 1940. Fast die gesamte französische Armee – 1.547.000 Soldaten der 2,5
Millionen Armee der Metropole – befand sich in Gefangenschaft. Die Verluste der
geschlagenen französischen Armee in Höhe von 84.000 Soldaten beweisen, dass es
einen ernsthaften Widerstand gegen die Deutschen nicht gab. Die deutsche
Wehrmacht hatte weit weniger Verluste – nur 28.000 Soldaten. Im Ersten Weltkrieg
sind in der Armee des Kaisers 1,8 Millionen Soldaten gefallen, aber die Franzosen
haben sie nicht besiegt [538]. Nach den Ergebnissen der Kapitulation wurde ein Teil
von Frankreich, einschließlich seiner Hauptstadt Paris, von den Deutschen
357
okkupiert. In dem verbliebenen formell freien Teil des französischen Territoriums
herrschte weiter die alte Macht [539]. Die französische Regierung, die seit dem 16.
Juni 1940 von dem sehr alten, aber populären Marschall Petain („Held von Verdun“)
geleitet wurde, zog in den Kurort Vichy um [540]. Diese gesetzliche Führung von
Frankreich wird in der Geschichtsschreibung als „Vichy-Regierung“ bzw. „VichyRegime“ bezeichnet.
Unter dem Einfluss der katastrophal schnellen Zerschlagung seiner Armee
zog es die neue Regierung des Marschalls Petain vor, am Krieg nicht mehr
teilzunehmen. Die Variante des Kampfes wählte der unermüdliche und
unberechenbare General de Gaulle aus. Genau sein Name wird zum Symbol des
französischen Widerstandes gegen die Nazis. In London leitet de Gaulle die Kräfte
des Widerstandes – mit seinen Handlungen rettet er die Ehre Frankreichs.
Ein unberechenbarer General und Politiker blieb de Gaulle sein ganzes
Leben, sogar als er Präsident von Frankreich war. Eine seiner bekanntesten
Handlungen auf diesem hohen Posten war der Austritt von Frankreich aus
der NATO im Jahre 1966. Warum befindet sich das NATO-Hauptquartier
dieses Militärblocks in Brüssel? Weil de Gaulle nach dem Austritt aus der
NATO seine ehemaligen Kollegen bat, die französische Hauptstadt von allen
Führungsgremien der North Atlantic Treaty Organization, welche sich dort
befanden, zu „säubern“. Sie mussten deshalb schnell umziehen. Deshalb
bewegten sie sich von Frankreich in das benachbarte Belgien. Aber de Gaulle
haben sie eine Antwort gegeben. Es vergingen keine zwei Jahre und im Mai
1968 wurde Paris mit Barrikaden blockiert, an den Wänden hingen Plakate
„Es ist Zeit zu gehen, Charles!“. Studentenunruhen in der französischen
Hauptstadt führten tatsächlich zum Ende der politischen Karriere von de
Gaulle – am 28. April 1969 ist der französische Präsident de Gaulle
zurückgetreten. Uns bleibt nur sich daran zu erinnern, welcher Geheimdienst
welcher Macht immer bereit ist, einen Aufstand in jedem Land der Welt unter
der Bedingung der Bereitstellung einer nicht sehr großen Geldsumme zu
garantieren …
Hitler hat für den erniedrigenden Frieden von Versailles Revanche
genommen: Die Unterzeichnung der Kapitulation fand im Wald von Compiègne
statt. Im gleichen Eisenbahnwaggon, in dem im November 1918 der
„Waffenstillstandsvertrag“ unterschrieben wurde, der das Land in den Abgrund trieb
und Adolf Hitler den Weg in die Politik und zum deutschen Reichskanzler geebnet
hat. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Waggon von Compiègne ein Museum
und ein historisches Denkmal. Kein einziger Franzose konnte auch nur vermuten,
dass er „hinsichtlich seiner Bestimmung“ nochmal genutzt wird, diesmal jedoch für
die Unterzeichnung der Kapitulation durch Frankreich. Ein Waggon – zwei
358
Kapitulationen. Eine dritte darf nicht sein. Adolf Hitler gab den Befehl, den Waggon
zu verbrennen [541].
Jedoch die Wege der Geschichte sind unergründlich. Von der Kapitulation
wurde auch das Dritte Deutsche Reich nicht gerettet. Warum? Weil entgegen aller
Logik, genau nach einem Jahr, am 22. Juni 1941, Hitler die UdSSR überfallen hat.
Und auch in diesem Jahr gab es noch viele äußerst interessante Ereignisse.
359
Schicksalsliebe von Adolf Hitler
Ich möchte, dass England unter keinen Umständen sein Prestige
verliert. Egal was passiert, ich wünsche mir auf keinen Fall solch
einen Frieden, der das Prestige von England verletzen könnte. [542].
Adolf Hitler (* 20. 04.1889, † 30.04.1945)
Als Adolf Hitler begriff, dass seine ursprüngliche Idee der
Schaffung eines starken Reiches für alle Deutsche, gestützt auf eine
Union mit England nicht zu realisieren ist, versuchte er dieses Reich
selbst aufzubauen und mit eigenen militärischen Kräften abzusichern.
Das führte letztendlich zu einer Welt voller Feinde. [543].
Joachim von Ribbentrop (* 04. 02.1938, † 30.04.1945)
Eines der bekanntesten Fotos im Sommer des Jahres 1940 – das ist der
„tanzende“ Hitler, der sich über seinen unwahrscheinlichen Erfolg in Frankreich
freut. Anlässe für seinen Triumph hatte der deutsche Reichskanzler mehr als genug.
Bei der Regierung von Großbritannien haben diese Fakten natürlich keine besondere
Begeisterung hervorgerufen. Am 3. September 1939 wurde Hitler von den zwei
Großmächten der Krieg erklärt. Es vergingen neuneinhalb Monate und eine der
beiden Mächte existierte schon nicht mehr. Nein, die Regierung existierte, aber was
stellte sie noch dar! Mit der Kapitulation wurden die Franzosen gezwungen ihre
Armee zu demobilisieren: Die französische Armee existierte nicht mehr. Aber das
war noch nicht das Schlimmste. Die Entwaffnung betraf auch die französische
Flotte, was London besonders beunruhigt hat. Gehören Hitler jetzt alle französischen
Schiffe? D.h. die zweitgrößte Kriegsflotte der ganzen Welt? …
Mit solchen Szenarien des „Schreckens“ sind unsere Geschichtsbücher
gefüllt. Entsprechen diese Aussagen den Tatsachen? Um diesen Sachverhalt zu
klären, kehren wir in die Vergangenheit zurück – eine Woche vor der französischen
Kapitulation. Der verräterische Rückzug und die Evakuation des britischen
Expeditionskorps aus Dünkirchen zeigten schon bald gravierende Folgen.
Frankreich, ohne Luftwaffe und von seinen Londoner Freunden im Stich gelassen,
konnte allein nicht kämpfen. An 13. Juni 1940 bat die französische Führung offiziell
den britischen Premierminister Churchill um seine Zustimmung (!) für den
Abschluss eines Friedensvertrages mit den Deutschen – die französisch-britische
Vereinbarung verpflichtete sie dazu [544].
Die Reaktion der Briten war erstaunlich: Großbritannien hat sein
Einverständnis nicht bedingungslos gegeben. Nur unter der Voraussetzung, dass die
360
gesamte französische Flotte dem „Einfluss der Deutschen entzogen“, mit anderen
Worten, den Briten übergeben wird [545]. Keine Macht der Welt konnte einen derart
demütigenden Vorschlag, sogar von ihren ehemaligen Freunden, akzeptieren. Um
diese bittere Pille zu schlucken, hat Großbritannien völlig unerwartet Frankreich die
Vereinigung ihrer beiden Länder in einem gemeinsamen Staat vorgeschlagen [546].
Doch beeilen wir uns nicht, diesen Vorschlag als edelmütige Gebärde der Briten
anzusehen. Ein Einverständnis von Paris hätte bedeutet, dass die Frage von Krieg
oder Frieden für die Franzosen in London geklärt werden muss. Im Falle der
Annahme des britischen Vorschlages hätte Frankreich seine Souveränität verloren.
„Ein seltener Fall, dass ein derart großzügiger Vorschlag derart feindlich
angenommen wurde“ [547], schreibt in seinem Buch Churchill. Warum wollte
Frankreich nicht Großbritannien werden?
Der berühmte „Tanz“ von Hitler, der sich über die Kapitulation von Frankreich im Juni
1940 freut.
… Und siehe da, Frankreich hat kapituliert. Die französische Flotte in den Häfen
unterlag der Abrüstung. Keinerlei Dokumente, welche die Übergabe der
französischen Kriegsschiffe an die Deutschen vorsahen, wurden unterschrieben.
„…In den Kapitulationsbedingungen waren keinerlei Zugriffe der Deutschen auf die
französische Seekriegsflotte vorgesehen“ [548], schreibt Charles de Gaulle in
seinen Memoiren. Die einzige Verpflichtung, die Frankreich im Vertrag
übernommen hat, bestand darin, gegen Deutschland in Zukunft keinen Krieg mehr
zu führen. Vielleicht wollte Hitler hinter dem Rücken trotzdem die französische
Flotte an sich reißen? Wir können absolut sicher behaupten, nein. Die Forderungen
361
des siegreichen Deutschlands waren sehr maßvoll und erinnerten in keinem Maße
an die Plünderungen der Entente im Vertrag von Versailles. Warum? Weil Hitler
niemals mit Großbritannien und Frankreich kämpfen wollte. Und sogar nach der
Niederlage der Franzosen, beschäftigte er sich nicht damit, sie auszurauben, sondern
versuchte sie auf seine Seite zu ziehen. Denn er versuchte noch immer mit
Großbritannien den lang erhofften Frieden zu schließen. Keinerlei Krieg hatte er mit
dem Westen geplant. Im Gegenteil, der Führer hat sich vorbereitet, einen
Friedensvertrag mit dem nebligen Albion zu unterschreiben. Wobei die
Friedensbedingungen für die Briten äußerst annehmbar gestaltet wurden. Hitler
wollte den Briten „kein Haar krümmen“ und ihnen auch ihren Titel „Beherrscher der
Welt“ nicht wegnehmen. Der Führer beabsichtigte die Grundlage für eine deutsche
Union mit Großbritannien für ewige Zeiten zu schaffen [549]. „Er war derart
überzeugt davon, dass die Engländer mit seinen Vorschlägen einverstanden sind,
dass er nach der Niederlage von Frankreich keinerlei Pläne hatte, den Krieg gegen
England fortzusetzen“ [550], schreibt William Lawrence Shirer, ein amerikanischer
Journalist, der in dieser Zeit im Dritten Reich gearbeitet hat.
Alle Erzählungen über die Pläne des Oberhauptes von Deutschland nach der
Besetzung von Frankreich das freiheitsliebende Großbritannien zu erobern, sind nur
die Frucht der flammenden Phantasie westlicher Historiker. Weder Hitler, noch die
Führung der deutschen Militärstreitkräfte waren an einem Krieg gegen die Briten
interessiert. Admiral Raeder, der am 20. Juli dem Führer die Frage stellte „ … aber
wie sollen wir uns jetzt zu den Engländern verhalten?“, erhielt von ihm keine
Antwort. Zehn Tage später übergab General Jodl, Oberkommandierender des
Heeres, Hitler ein Schreiben, in dem er erklärte, dass der Krieg gegen
Großbritannien mit politischen Mitteln fortgesetzt werden muss [551]. Alfred Jodl,
362
der im Ergebnis des Nürnberger Prozesses aufgehängt worden ist, trug die
Verantwortung für alle strategischen Planungen der deutschen Armee. Genau dieser
bedeutende deutsche Militärstratege und künftige militärische Verbrecher hat Adolf
Hitler vorgeschlagen, unverzüglich mit Großbritannien Frieden zu schließen und
den Krieg im Westen zu beenden.
Wovor hatten die Briten Angst? Wusste ihr vielgelobter Geheimdienst nicht,
welche starke Friedensliebe die oberste Führung von Hitler-Deutschland erfasst hat?
Der britische Geheimdienst war im Bilde und auf hohem Niveau. Denn die Führung
von Großbritannien kannten nicht nur die deutschen, sondern auch die eigenen
Pläne. Eine friedliche Beendigung des Krieges mit ihrem Protegé Adolf Hitler war
darin nicht vorgesehen. Auch im Sommer 1940 haben sich die Prinzipien der
britischen Politik nicht verändert: Die vielen Milliarden britische Pfund sind nicht
mit dem Ziel ausgegeben worden, dass Deutschland ein gleichberechtigter Partner
der Londoner Gentlemen wird. Denn der Krieg gegen Russland-UdSSR war noch
nicht entfacht. Mit dem Führer „Frieden schließen“, das hätte für Großbritannien
bedeutet, die Weltherrschaft auf ärgerliche und dumme Weise zu verlieren. Mit den
eigenen Händen einen geopolitischen Konkurrenten schaffen, um mit ihm die
Weltherrschaft zu teilen? Einen derartigen Frieden brauchen die Briten nicht. Sie
werden kämpfen, kämpfen und nochmals kämpfen. Wenn es um die Weltherrschaft
geht, dann sind Sentimentalitäten nicht gefragt. Die britische Entschlossenheit wird
in den markanten Worten des Premierministers materialisiert: „Wenn notwendig –
dann über viele Jahre, wenn notwendig – dann ganz allein“ [552]. Das bedeutet, ein
Imperium muss sich gegen alle möglichen und sogar gegen alle unmöglichen
Unannehmlichkeiten absichern.
363
Die Operation „Catapult“ wurde von Briten in einer beispiellos kurzen Zeit
vorbereitet und nur 11 Tage nach der Kapitulation von Frankreich durchgeführt. Die
Besonderheit dieser Situation besteht darin, dass die Briten die Aktion gegen ihren
Verbündeten durchgeführt haben, aber nicht gegen ihren Feind. Eine abscheuliche
Szene spielte sich auf den Decks der französischen Schiffe ab, die in den britischen
Häfen Portsmouth, Plymouth und Devonport vor Anker lagen.
Die französischen Seeleute haben natürlich einen Überfall von ihren
Waffengefährten nicht erwartet. „Der Auftritt erfolgte schlagartig und aufgrund der
Notwendigkeit auch unerwartet“ [553], schreibt später Churchill. Alle Schiffe: 2
Schlachtschiffe, 4 Kreuzer, 8 Minenboote, 12 Unterseeboote und ungefähr 200
Minenräumboote wurden am Morgen des 3. Juli 1940 von den Briten gekapert. Der
Überfall kam so unerwartet, dass nur die Mannschaft des Unterseekreuzers
„Surcouf“ den Briten Widerstand leisten konnte. Die französischen Mannschaften
der Schiffe wurden mit Gewalt an das Ufer gebracht und dort „nicht ohne blutige
Zwischenfälle“ [554] interniert. Die auf diese Art gekaperten Schiffe wurden in die
Marine von Großbritannien eingereiht …
Eine noch größere Tragödie spielte sich in den französischen Standorten der
Flotte ab, in den Häfen Oran, Mers-el-Kébir und in Dakar. An frühen Morgen des 3.
Juli [555] kam in den Hafen Oran ein kleines Flottengeschwader des Admirals
Somerville und stellte dem französischen Admiral Marcel Gensoul folgendes
Ultimatum:
- Mitzufahren und den Kampf gegen Deutschland bis zum Sieg fortzusetzen.
364 - Mit reduzierter Besatzung unter unserer Kontrolle zu einem britischen Hafen
zu fahren. Die reduzierte Besatzung würde zum frühestmöglichen Zeitpunkt
in die Heimat zurückgeführt werden. Falls eine dieser Möglichkeiten von
Ihnen angenommen wird, dann werden wir Ihre Schiffe zum Ende des Krieges
an Frankreich zurückgeben oder volle Entschädigung zahlen, falls sie
zwischenzeitlich beschädigt werden sollten. - Alternativ, falls Sie sich der Verpflichtung verpflichtet fühlen, dass die
Schiffe nicht gegen die Deutschen eingesetzt werden sollten, außer wenn
diese den Waffenstillstand brechen, dann fahren Sie mit uns unter reduzierter
Besatzung zu einem französischen Hafen der Westindischen Inseln – zum
Beispiel Martinique – wo sie zu unserer Zufriedenheit demilitarisiert oder ggf.
den Vereinigten Staaten anvertraut werden können und bis zum Ende des
Krieges sicher sind, während die Besatzungen in die Heimat zurückgeführt
werden.
Sollten Sie diese gerechten Angebote ablehnen, muss ich mit tiefem Bedauern
fordern, dass Sie ihre Schiffe innerhalb von 6 Stunde versenken müssen [556].
Wenn Admiral Gensoul keine dieser Varianten als annehmbar betrachten
würde, dann hat er noch die Möglichkeit seine Schiffe direkt im Hafen selber
„abzurüsten“, aber sehr „effektiv“. Das bedeutete, dass die Franzosen unter
Beobachtung der Briten ihre Schiffe selber zerstören müssen. Mit hoher „Qualität“,
wobei der Grad und das Ausmaß der Zerstörung von den britischen Militärs
festgelegt wird. Wie sollte der Kommandeur der neusten und stärksten Flotte der
unabhängigen französischen Macht in seinem eigenen Hafen auf solche Vorschläge
der ehemaligen „Waffenbrüder“ reagieren?
Admiral Gensoul hat das Ultimatum zurückgewiesen. Davon wurde Churchill
unterrichtet, der um 18:25 Uhr (unmittelbar vor dem Ablauf des Ultimatums) dem
365
Kommandeur der britischen Flotte folgende endgültige Weisung erteilte: „Die
französischen Schiffe müssen entweder unsere Bedingungen annehmen, oder sich
selbst versenken oder … sie werden bis zum Anbruch der Dunkelheit von uns
versenkt“ [557].
Der britische Admiral Somerville nutzte den Überraschungseffekt und
eröffnete schon vor dem Ablauf der Frist des Ultimatums das Feuer! Um 18:00 Uhr
teilte er mit, dass er den Kampf schon führt [558]. Es geschah das, was keiner der
französischen Matrosen je erwartet hat: britische Schiffe eröffneten mit ihrer
schweren Artillerie das Feuer! Das war kein Kampf, das war keine Meeresschlacht.
Das war eine Erschießung der auf den Kampf nicht vorbereiteten Franzosen. „ …
Die Schiffe im Hafen von Oran waren nicht in der Lage zu kämpfen. Sie lagen am
Anker und hatten keinerlei Möglichkeit zu manövrieren oder sich zu
dezentralisieren. Unsere Schiffe gaben den britischen Schiffen die Möglichkeit, die
ersten Schüsse abzufeuern, welche – wie bekannt ist – auf dem Meer die
entscheidende Bedeutung in dieser Entfernung haben. Die französischen Schiffe
wurden in einem unehrenhaften Kampf zerstört“ [559].
Das Schlachtschiff „Bretagne“, das im Hafen von Oran lag, ist nach einem
Einschlag in seinem Munitionsraum in die Luft geflogen, worauf es im Verlaufe von
wenigen Minuten im Meer versank. Außerdem wurden die Schlachtschiffe
„Provence“ und „Dunkerque“ außer Gefecht gesetzt. Sie wurden ins Flachwasser
gezogen, um ihr Sinken zu verhindern. Der Zerstörer „Mogador“ wurde ebenfalls
schwer beschädigt und auf Grund gesetzt. Damit die britische Flotte nicht in die
Reichweite der französischen Küstengeschütze kommt, zog sich die Streitmacht
weiter vom Hafen zurück. Der Kreuzer „Strasbourg“ nutzte diese Chance und
entkam zusammen mit fünf kleinen Zerstörern und einigen U-Booten durch die
verminte Hafenausfahrt. Die Verfolgung durch den britischen Kreuzer „Hood“ und
durch Flugzeuge der Ark Royal brachte keinen Erfolg. Die Schiffe konnten nach
Toulon entkommen.
Die britische Admiralität konnte zufrieden sein: Alle Schlachtschiffe von
366
Frankreich waren vernichtet bzw. schwer beschädigt. Das letzte von ihnen, die
„Richelieu“, das sich im Hafen von Dakar befand, wurde von Torpedoflugzeugen
des Flugzeugträgers „Hermes“ attackiert und schwer beschädigt. Im Verlaufe der
Operation „Catapult“ sind 1.300 Franzosen gestorben, 400 wurden verletzt [560].
Als Antwort auf diesen heimtückischen Überfall erklärte die französische Regierung
dem Land Großbritannien nicht den Krieg, sie hat nur die diplomatischen
Beziehungen mit ihm abgebrochen.
Aber warum konnten die Deutschen nicht die französische Flotte in Besitz
nehmen? Die Antwort ist negativ. Erst am 26. November 1942, d.h. zwei Jahre nach
der Operation „Catapult“, haben die deutschen Truppen nach dem Einmarsch in
Toulon das versucht [561]. Die dort befindliche französische Flotte wurde auf
Befehl der Vichy-Regierung versenkt. Auf den Grund des Meeres versanken: 3
Schlachtschiffe, 8 Kreuzer, 17 Zerstörer, 16 Minenboote, 16 Unterseeboote, 7
Küstenschiffe, 3 Boote der Küstenpatrouille, 60 Transporter, Minenräumboote und
Schlepper [562].
Das französische Geschwader unter dem Feuer der britischen Flotte im Hafen von Mersel-Kébir am 3. Juli 1940
Wie wir sehen, bei den Franzosen hat die Hand nicht gezittert. Warum? Weil
sie niemals deutsche Marionetten waren. Ihre Flotte wollten sie weder den
Deutschen noch den Briten geben. Am Vorabend der heimtückischen britischen
Operation „Catapult“ hat eine Garantie dafür, dass die Seekriegsflotte auf keinen
Fall in die Hände der Deutschen fällt, Frankeich persönlich Churchill gegeben …
Es vergingen zwei Wochen nach dem verräterischen Überfall der Briten auf
367
die französische Flotte und die Welt diskutierte schon ein völlig anderes Ereignis.
Am 19. Juli 1940 trat Adolf Hitler im Deutschen Reichstag auf. Im Saal saßen nicht
nur die Abgeordneten des deutschen Parlaments, versammelt waren auch die
Generäle, Führer der SS und Diplomaten – d.h. die Creme de la Creme des Dritten
Reiches. Alle lauschten mit Andacht ihrem Führer. Worüber hat er gesprochen?
Über den hervorragenden Erfolg der deutschen Armee, die in einer fantastisch
kurzen Zeit Frankreich zerschlagen hat. Aber dann sprach Hitler erneut … über den
Frieden. Nicht über einen abstrakten „Frieden in der ganzen Welt“, sondern über
einen konkreten Frieden mit der Macht, die die Verkörperung seiner Ideale war.
Adolf Hitler, der sich auf dem Gipfel des Ruhms befindet, schlägt Großbritannien
Frieden vor. Der Sieger schlägt dem Besiegten Frieden vor. Die Rede Hitlers wurde
synchron in die englische Sprache übersetzt und flog um die ganze Welt.
„Ich höre nun aus London nur ein Geschrei – es ist nicht das Geschrei
der Massen, sondern der Politiker -, dass der Kampf erst recht fortgesetzt
werden müsse. Ich weiß nicht, ob diese Politiker schon die richtigen
Vorstellungen von der kommenden Fortsetzung dieses Kampfes besitzen. Sie
erklären allerdings. Dass sie diesen Krieg weiterführen werden und, wenn
England daran zugrunde ginge, eben von Kanada aus. Ich glaube kaum, dass
dies so zu verstehen ist, dass das englische Volk nach Kanada geht, sondern
es werden sich doch wohl nur die Herren Kriegsinteressenten nach Kanada
zurückziehen. Das Volk wird, glaube ich, schon in England bleiben müssen.
368
Und es wird den Krieg in London dann sicherlich mit anderen Augen ansehen
als seine sogenannten Führer in Kanada. Glauben Sie mir, meine
Abgeordneten, ich empfinde einen inneren Ekel vor dieser Sorte
gewissenloser parlamentarischer Volks- und Staatenvernichter. Es tut mir fast
weh, wenn mich das Schicksal dazu ausersehen hat, das zu stoßen, was durch
diese Menschen zum Fallen gebracht wird … Natürlich nicht über Herrn
Churchill, denn er wird ja dann sicherlich in Kanada sitzen, dort, wohin man
ja das Vermögen und die Kinder der vornehmsten Kriegsinteressenten schon
gebracht hat. Aber es wird für Millionen anderer Menschen ein großes Leid
entstehen. Und Herr Churchill sollte mir dieses Mal vielleicht ausnahmsweise
glauben, wenn ich als Prophet jetzt folgendes ausspreche: Es wird dadurch
ein großes Weltreich zerstört werden, ein Weltreich, das zu vernichten oder
auch nur zu schädigen niemals meine Absicht war … In dieser Stunde fühle
ich mich verpflichtet, vor meinem Gewissen noch einmal einen Appell an die
Vernunft auch in England zu richten. Ich glaube dies tun zu können, weil ich
ja nicht als Besiegter um etwas bitte, sondern als Sieger nur für die Vernunft
spreche. Ich sehe keinen Grund, der zur Fortführung dieses Kampfes zwingen
könnte [563].
Am 22. Juli 1940 hat der Außenminister Großbritanniens, Lord Halifax, den
Aufruf von Hitler zum Frieden in seiner Rede zurückgewiesen. Das Land, das Adolf
Hitler abgöttisch liebte, die einzige Weltmacht, mit der er eine Union eingehen
wollte, hat die ausgetreckte Hand des Führers buchstäblich abgeschlagen. Das war
eine Sackgasse. Nicht für den deutschen Staat, der für einen solch geringen Preis so
stark geworden war. Das war eine Sackgasse für die Politik von Adolf Hitler, der
369
leidenschaftlich den Kommunismus vernichten und eine neue Weltmacht aufbauen
wollte. Stattdessen hat er einen Nichtangriffspakt mit den Bolschewiken
abgeschlossen und gegen jene gekämpft, die schon viele Jahre vor seiner Geburt ein
vorbildliches Imperium errichtet haben. Hitler betrachtete Großbritannien immer als
ein Ideal. „ Ich bewundere das englische Volk. Bei der Kolonialisierung hat es
beispielloses geleistet“ [564], lautet eine von vielen Aussagen des Führers über die
Herrlichkeit des britischen Kolonialismus.
Das britische Imperium hat nicht dank des Mutes seiner Soldaten
standgehalten.
Das britische Imperium hat nicht der heroische Kampf seiner Piloten und
Matrosen gerettet.
Das britische Imperium ist nicht deshalb vom Erdboden verschwunden, weil
es immer für Recht und Demokratie gekämpft hat.
Der größte „Feind“ von Großbritannien war sein leidenschaftlicher
Verehrer.
Gegen die Briten hat niemand ernsthaft gekämpft. Niemand hat sich das Ziel
gestellt, die Angelsachsen als solche auszurotten. Niemand hat geplant sie zu
versklaven. Niemand hat sich vorgenommen ihr Land zu okkupieren und sich ihr
Brot, ihre Kohle und andere Ressourcen zu nehmen. Niemand hatte den Wunsch,
ihre Köpfe mit einem Zirkel zu vermessen, um festzustellen, ob die Briten Arier sind
oder nicht. Niemand hat beabsichtigt, die britischen Dörfer anzuzünden und ihre
Bewohner zu töten. Es gab auch keine Pläne, Kulturschätze, wertvolle Bilder und
Skulpturen in das Dritte Reich zu bringen.
370
All dies hat Adolf Hitler nicht für die Briten, sondern für uns vorbereitet. Für
die Russen, für die UdSSR. Ausgerechnet uns erklären die Nazis für minderwertig,
genau uns beginnen sie, mit einer beneidenswerten Hartnäckigkeit „mit Stumpf und
Stiel“ auszurotten. Aber nicht nur uns, sondern auch die Juden und Zigeuner. Und
große Erfolge haben sie dabei erzielt: 27 Millionen unserer Brüder und Schwestern
sterben in diesem grauenvollen Kampf gegen den Faschismus. Hitler bekommt zwar
noch mehr Feinde: Die USA, Großbritannien und andere Länder. Aber diese Feinde
werden von der deutschen Propaganda niemals als minderwertig bezeichnet. Bis
zum Ende des Krieges werden die Feinde der Nazis in die Kategorien „Menschen“
und „Untermenschen“ eingeteilt. Die erste Kategorie – das sind die Guten … Von
den Nazis wurden im Jahre 1940 ca. 1,5 Millionen Franzosen gefangen genommen.
Später – zehntausende britische und amerikanische Soldaten. Ein großer Teil von
ihnen ist wieder nach Hause zurückgekehrt. Sie wurden ernährt, geheilt und
gepflegt… unmenschliche Experimente hat man mit ihnen nicht durchgeführt. Aber
von den mehr als 2 Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen, die im Sommer und
Herbst 1941 in die deutschen Lager gekommen sind, sterben im kommenden Winter
die Mehrzahl vor Hunger, als Folge von Kälte und bitterer Not.
Was sagt uns das! In den Lagern für die gefangenen britischen Piloten in
Frankreich erlaubten die Deutschen den Briten „Monopoly“ zu spielen! Und
das hat der britische Geheimdienst natürlich genutzt. In die Gefangenenlager wurden
spezielle Spielgarnituren geschickt. In ihnen waren kleine Landkarten der
Umgebung versteckt, die den Gefangenen die Flucht aus den Lagern erleichtert
haben [565].
371
Aber wie verhält es sich mit der militärischen Operation „Seelöwe“? Aber
wie verhält es sich mit der grausamen Bombardierung von London? Aber wie
verhält es sich mit den Luftkämpfen über Großbritannien? Sind das keine Beweise
des Kampfes der Briten gegen die Nazis und der Wunsch Hitlers den Albion zu
besiegen? Nein, das sind sie nicht.
Dieser gesamte „Kampf“ ist nur eine kleine Episode, ein blasses Bild vor dem
Hintergrund des langen blutigen Films, den Hitlers Armee ein wenig später im Osten
„drehen“ werden.
Alles der Reihe nach. Am 13. Juni 1940, sechs Tage nach seiner
„Friedensrede“ im Reichstag, erteilt der Führer mit der Direktive Nr. 16 folgenden
Befehl: Es sind Pläne gegen die Briten auszuarbeiten. Diese Direktive begann mit
der Aussage jener Tatsache, dass Großbritannien, „ungeachtet seiner hoffnungslosen
militärischen Lage noch keine Anzeichen zum Abschluss einer Vereinbarung zeigt“
[566]. Das Kommando hat Hitler gegeben, aber die Ausarbeitung der Pläne für den
Überfall auf Großbritannien erinnerten mehr an die Vorbereitung einer
Theateraufführung: Die Schauspieler lernen die Texte, sind aber überzeugt, dass die
Vorstellung nicht stattfinden wird. Deshalb haben sie ihre Rolle de facto nicht
gelernt, wohl wissend, dass der Regisseur das Stück nicht auf die Bühne bringt. Was
wollen wir damit sagen? Eine Landung in der britischen Metropole wollte selbst
Hitler nicht. Denn wozu hat er am Vorabend 50 Divisionen aufgelöst und 25 in den
Status der Friedenszeit versetzt [567]? Er ist überzeugt, dass der Krieg durch
Verhandlungen beendet wird.
Er dachte daran, dass Großbritannien, nach seiner persönlichen Rettung von
300.000 britischen Soldaten in Dünkirchen, mit einem Frieden einverstanden sein
wird. Der Führer bereitete sich nicht auf einen Kampf vor, sondern auf seine
372
Beendigung. Die Generäle kannten Hitlers ängstliche Beziehungen zu den Briten
und seine Abneigung gegen sie zu kämpfen. Deshalb bereiteten sie den Plan
„Seelöwe“ ohne besonderen Enthusiasmus vor. Denn sie waren überzeugt: Eine
Landung in Großbritannien wird nicht stattfinden. „Der Vorschlag, England zu
überfallen, war einfach absurd, weil dafür nicht die erforderliche Anzahl von
Schiffen vorhanden war. Deshalb schauten wir darauf, wie auf irgendein Spiel. Ich
hatte so ein Gefühl, dass der Führer niemals ernsthaft beabsichtigte, den
Angriffsplan zu verwirklichen“ [568], erzählte den Untersuchungsrichtern der
Verbündeten schon im Jahre 1945 der deutsche General von Rundstedt. Sein
Kollege, General Blumentritt, bestätigte ebenfalls, dass in der deutschen Generalität
die Operation „Seelöwe“ als Bluff betrachtet wurde [569].
Der unabhängige amerikanische Journalist, William Shirer, der später
deutsche Militärs in seinem Buch zitiert hat, ist im August 1940 an das Ufer der La
Manche gefahren. Irgendwelche Anzeichen einer Vorbereitung auf den Überfall auf
die britische Insel hat er nicht festgestellt [570]. Auch die Termine für den Angriff
der deutschen Armee auf Großbritannien hat Hitler ständig verlegt: Vom 15. auf den
- September, vom 21. auf den 24. September und schließlich vom 24. September
auf den 12. Oktober. Aber anstelle eines Befehls über die Landung erschien an
diesem Tag ein ganz anderes Dokument: „Der Führer hat beschlossen, dass die
Vorbereitungen zur Landung in England von der gegenwärtigen Zeit bis zum
Frühling nur als Mittel des politischen und militärischen Drucks auf England
aufrecht erhalten wurden“ [571].
Aber wie muss der berühmte Luftkampf über Großbritannien bewertet
werden? Warum erteilte Hitler den Befehl, den Nebligen Albion zu bombardieren?
Das richtige Verständnis der Strategie von Hitler ist untrennbar mit dem Verständnis
seiner Ziele verbunden. Mit Großbritannien will er nicht kämpfen, aber einen
Friedensvertrag will das britische Imperium mit ihm nicht abschließen. Was soll das
373
Oberhaupt von Deutschland tun? Entweder auf die Bedingungen der Briten eingehen
(was für den Sieger blöd und unannehmbar ist) oder sich bemühen, sie zu einem
Frieden zu bewegen. Zu bewegen, aber nicht zerschlagen oder vernichten. Sogar
eine erfolgreiche Landung deutscher Truppen in Großbritannien bringt Hitler so gut
wie nichts. Im Falle einer Okkupation der Insel begibt sich die königliche Familie
auf ein Kriegsschiff und fährt tatsächlich nach Kanada, ohne zu kapitulieren und
ohne einen Friedensvertrag zu unterzeichnen. Und was weiter? Der Krieg zeichnet
sich für Deutschland als eine unendliche Tragödie ab, denn wie wir gesagt haben,
eine Seeflotte hatte Deutschland nicht. Was bringt ihm eine Okkupation von
Großbritannien? Im Grunde genommen nichts. Aber Hitler hofft, vielleicht nicht
besonders stark, dass die demonstrative Vorbereitung einer Landung und die
anschauliche Demonstration der Schrecken des Krieges auf dem britischen
Territorium die Briten zu einem Friedenskompromiss treiben. Man muss den Briten
durch Bombardierung und Bluff nur zu verstehen geben, dass ihre Sturheit ernste
Folgen hat. Deshalb beginnt angeblich der erste Teil der Operation „Seelöwe“ und
die Luftattacke auf die Insel – „Die Luftschlacht über England“. Der Kampf dauerte
nur zwei Monate: vom 10. Juli bis zum 15. September 1940.
Wir stehen immer im Bann von Klischee und Mythen. Fragen wir
irgendjemand, wer die Bombardierung friedlicher Städte begonnen hat, dann hören
wir nur eine Antwort – die Nazis. Aber in Wirklichkeit erfolgte die erste
Bombardierung von zivilen Zielen nicht von der deutschen, sondern von der
britischen Luftflotte. Am 11. Mai 1940 hat Winston Churchill, der am Vorabend
zum Premierminister ernannt worden ist, den Befehl erteilt, die deutsche Stadt
Freiburg (im Land Baden-Württemberg) zu bombardieren. Warum? Weil am 10.
374
Mai der Führer seinen Angriff auf Frankreich begann. Großbritannien gab damit zu
verstehen, dass es einen Krieg ohne Rücksicht auf irgendwelche Gesetze und Regeln
führen wird. Obwohl am 2. September 1939 London, Paris und Berlin erklärt haben,
dass nur „streng militärische Objekte, im engeren Sinne des Wortes“ einer
Bombardierung unterliegen. Am 15. Februar 1940 hat der damalige Premierminister
von Großbritannien, Chamberlain, erklärt: „Was andere auch tun, unsere Regierung
wird niemals so niederträchtig sein, Frauen und zivile Bürger nur deshalb zu
überfallen, um sie zu terrorisieren“ [572].
Die britischen Grundsätze galten jedoch nur in der Zeit des „seltsamen
Krieges“. Als klar wurde, dass alle Hoffnungen Hitler auf die UdSSR zu hetzen
zusammengebrochen waren und er den Westen angreift, flogen britische Bomber
nach Freiburg. Hitler, der einen Friedensvertrag mit Großbritannien wollte, hat auf
diesen Angriff überhaupt nicht reagiert. Erst nach zwei Monaten – am 10. Juli 1940
erfolgte durch die deutsche Luftwaffe der 1. Angriff auf britisches Territorium.
Dieses Datum ist der Beginn der „Luftschlacht über England“ [573]. Auch wenn wir
die Frage „Wer hat friedliche Städte als Erster bombardiert?“ klar beantwortet
haben, so ist die Beantwortung der Frage „Wer bombardierte als Erster die
Wohngebiete in den feindlichen Hauptstädten?“ schon wesentlich schwieriger. Die
Informationen sind widersprüchlich und sehr verwickelt. „Auf die sporadischen
Angriffe, die Ende August auf London erfolgten, haben wir sofort mit repressiven
Angriffen auf Berlin geantwortet“ [574], schreibt Winston Churchill.
Aber er lügt. Auf London gab es keinerlei „Angriffe“ – es war nur ein
tragischer Fehler. Am 24. August ist ein deutsches Flugzeug vom Kurs abgekommen
und hat zufällig seine Bomben über der britischen Hauptstadt abgeworfen [575]. Das
geschah nur ein einziges Mal und war nicht das Resultat eines Befehls der deutschen
Führung. Die Antwort der Briten waren systematische Nachangriffe auf die
Hauptstadt des Deutschen Reiches.
375
Während der „Luftschlacht über England“ haben die deutschen Piloten
militärische Objekte des Gegners attackiert. Die Briten verbanden die Angriffe auf
militärische Ziele mit der Bombardierung deutscher Städte. Am 25., 26. und am 29.
August bombardierten die britischen Flugzeuge die Stadt Berlin [576]. Am 4.
September 1940 sprach Adolf Hitler genau über diesen Luftkampf: „So kommen sie
in der Nacht und werfen nun, wie Sie wissen, wahllos und planlos auf zivile
bürgerliche Wohnviertel ihre Bomben, auf Bauerngehöfte und Dörfer. Wo sie
irgendein Licht erblicken, wird eine Bombe darauf geworfen. Ich habe drei Monate
lang das nicht beantworten lassen, in der Meinung, sie würden diesen Unfug
einstellen. Herr Churchill sah darin ein Zeichen unserer Schwäche. Sie werden
verstehen, dass wir jetzt Nacht für Nacht die Antwort geben, und zwar steigend
Nacht für Nacht“ [577].
Erst am 7. September begannen reguläre Angriffe deutscher Flugzeuge auf
London, britische Militärobjekte wurden praktisch nicht mehr bombardiert. Allein
schon dieser Fakt ist ein anschaulicher Beweis dafür, dass Hitler eine Landung auf
den britischen Inseln nicht plante. Wenn die deutsche Führung tatsächlich die
Besetzung von Großbritannien vorgesehen hätte, dann würde sie nicht die britische
Hauptstadt bombardieren, sondern Flughäfen und militärische Objekte. Denn
britische Flugzeuge verhindern in erster Linie die Landung der deutschen Armee.
Wir beobachten die ganze Zeit den gleichen, sich immer wiederholenden
Fakt: Der Führer von Deutschland führt einen Krieg gegen Großbritannien mit
halber Kraft und er führt nur Konterschläge durch. Einen solchen Krieg kann man
nicht gewinnen. Aber Hitler will ihn nicht gewinnen, im Gegenteil, er beabsichtigt
ihn zu beenden! Das ist nicht ein und dasselbe …
376
Wie zerstörerisch und schrecklich waren die deutschen Luftangriffe? In
Übereinstimmung mit offiziellen Daten, starben in der Periode der „Luftschlacht
über England“ in London 842 Menschen, 2.347 – wurden verletzt [578]. Im
bekannten Angriff auf die britische Stadt Coventry starben am 14. November 1940
ca. 568 Menschen [579]. Ohne Zweifel ist der Tod jedes Menschen eine Tragödie,
aber wir sehen, dass diese Zahlen im Vergleich mit den zig Millionen Opfern in
unserem Land förmlich verblassen. Genauso sieht auch der Beitrag von
Großbritannien aus, bei der Vernichtung des deutschen Faschismus. Im Zweiten
Weltkrieg hat Großbritannien 388.000 Menschen verloren, davon 62.000 im zivilen
Bereich [580]. Das bedeutet, dass zu den Opfern der deutschen Bombenangriffe im
gesamten Zweiten Weltkrieg auch die 62.000 Briten gehören. Ist das viel oder
wenig? Alles erkennt man nur im Vergleich. Das französische Territorium, von den
Deutschen okkupiert, war für die Luftstreitkräfte der Alliierten nicht das wichtigste
Ziel. Deshalb starben von den Luftangriffen der Briten und Amerikaner in 4 Jahren
(vom Sommer 1940 bis zum Sommer 1944) ca. 30.000 Menschen. Nach der
Landung in der Normandie haben die Luftstreitkräfte von Großbritannien und von
den USA zur Vernichtung deutscher Truppen wesentlich öfter und stärker
französische Städte und Dörfer bombardiert. Im Verlaufe der Verdrängung der
Deutschen aus Frankreich (3 Monate im Jahre 1944) starben ca. 20.000 Franzosen
durch die Bomben ihrer Befreier, d.h. 50.000 insgesamt [581].
Die Anzahl der zivilen Opfer in Deutschland ist nach wie vor ein Geheimnis
mit sieben Stempeln. Die Gesamtzahl kann niemand nennen, denn sie ist schrecklich
groß. Wenn Deutschland im Zweiten Weltkrieg gesiegt hätte, dann säßen Churchill,
Roosevelt und die Führung ihrer Luftstreitkräfte garantiert auf der Anklagebank und
würden für die vielen hunderttausend Opfer die Todesstrafe erhalten. Aber die
Geschichte schreibt der Sieger. Deshalb wurden in Nürnberg andere Verbrecher für
377
andere Verbrechen verurteilt, aber jene, welche ganze deutsche Städte mit allen
ihren Einwohnern vernichteten, sind in aller Ruhe in die Rente gegangen …
Das erste Opfer der strategischen Luftstreitkräfte der Briten war die Stadt
Hamburg. Die Operation „Gomorra“ begann in der Nacht vom 24. zum 25. Juli - Bombenangriffe der Briten auf deutsche Städte gab es schon früher. Aber in
diesem Angriff war vieles ganz anders: Eine sehr große Anzahl von Bombern (700)
und eine unwahrscheinlich große Anzahl von Brandbomben, die auf die Stadt
abgeworfen worden sind. In der Menschheitsgeschichte trat erstmals eine völlig
neue Erscheinung auf – der Feuersturm. Die Masse vieler kleiner Brände, die in
einem Ort konzentriert waren, haben sehr schnell die Luft auf eine derart hohe
Temperatur gebracht, dass die kältere Luft der Umgebung des Brandes – wie der
Strudel in einem Abfluss – in den Raum der Wärmequellen gesaugt wurde. Der
Temperaturunterschied betrug 600 bis 1000 °C. Dadurch entstanden furchtbare
Wirbelstürme, die es in der Natur nicht gibt. Die brennende Luft, gesättigt mit den
Funken brennender Teilchen, fegte mit großer Geschwindigkeit durch die Straßen
und verwandelte alles – sogar die flüchtenden Menschen – zu Asche. Den Feuersturm
zum Stehen zu bringen war unmöglich. Das Feuer in der Stadt wütete noch einige
Tage und die Rauchwolken erreichten eine Höhe von 6 km. Gegen die Bewohner
von Hamburg wurden Phosphorbomben eingesetzt. Die Teilchen, die sich am
Körper der Menschen festgesetzt hatten und entflammten, konnten nicht gelöscht
werden: Sobald der Phosphor wieder an die Luft gelangte, brennt er sofort. Viele
Einwohner der Stadt sind bei lebendigem Leibe verbrannt, keiner konnte ihnen
helfen. „Ein Augenzeuge berichtet, dass in der Stadt der Asphalt und der Zucker in
einem Vorratslager brennen, in den Straßenbahnen schmolz das Glas. Friedliche
Bürger sind bei lebendigem Leib verbrannt, sie verwandelten sich in Asche, oder
sind in den Bombenkellern durch die giftigen Gase erstickt“ [582]. Kaum waren die
Feuer gelöscht, schon erfolgte der nächste Bombenangriff. In einer Woche starben
in Hamburg durch den Bombenangriff 55.000 Bürger der Stadt, fast genauso viele
Menschen, wie in Großbritannien im ganzen Krieg [583].
Sie, verehrter Leser, waren noch nicht in Hamburg? Wenn Sie dort sind – dann
interessieren Sie sich, warum von der alten Hansestadt nichts übrig blieb. Und dann
erzählt man Ihnen: Das historische Stadtzentrum mit einer Fläche von 13 km2 ist
vollständig verbrannt, vernichtet wurden 27.000 Wohngebäude und 7.000 städtische
Gebäude, darunter alte Denkmäler der Kultur und Architektur; 750.000 Menschen
der 2-Millionen-Stadt Hamburg waren nach der Bombardierung obdachlos [584].
Aber das war nur der Anfang. Der zweite Feuersturm in der Geschichte der
Menschheit wurde am 22. Oktober 1943 in der Stadt Kassel organisiert. In der Stadt
mit 250.000 Einwohnern starben 10.000 Menschen. Später werden die Städte
Nürnberg, Leipzig und viele andere bombardiert – insgesamt 61 deutsche Städte mit
25 Millionen Einwohnern. Es starben 600.000 Menschen und 8 Millionen Bürger
378
wurden obdachlos [585]. Unter ihnen waren viele Kinder, Frauen und alte Männer,
denn die jungen Männer waren an der Front …
Die Bombardierung friedlicher Städte führte zur Zerstörung und zum Tod vieler Menschen
in allen kämpfenden Ländern. Wer als erster mit diesen Angriffen begann, das ist wahrscheinlich
schwer festzustellen. Aber die größten Opfer und Zerstörungen von den Bombenangriffen erleidet
ohne Zweifel Deutschland.
Aber das war nur der Anfang. Der zweite Feuersturm in der Geschichte der
Menschheit wurde am 22. Oktober 1943 in der Stadt Kassel organisiert. In der Stadt
mit 250.000 Einwohnern starben 10.000 Menschen. Später werden die Städte
Nürnberg, Leipzig und viele andere bombardiert – insgesamt 61 deutsche Städte mit
25 Millionen Einwohnern. Es starben 600.000 Menschen und 8 Millionen Bürger
wurden obdachlos [585]. Unter ihnen waren viele Kinder, Frauen und alte Männer,
denn die jungen Männer waren an der Front …
Den schrecklichsten aller Feuerstürme organisierten die britischen und
amerikanischen Luftstreitkräfte in der Stadt Dresden. Der erste Angriff von
britischen Kampfbombern erfolgte in der Nacht vom 13. bis 14. Februar 1945. Am
nächsten Morgen wurde das zertrümmerte Dresden erneut bombardiert – diesmal
von Flugzeugen der USA. Insgesamt wurden 1300 Bomber eingesetzt, was zur
Bildung von unvorstellbar starken Feuerstürmen führte. Die Stadt Dresden wurde
förmlich ausgelöscht. Früher gehörte sie zu den schönsten Städten von Deutschland,
heute besitzt sie keine architektonischen Sehenswürdigkeiten mehr. Die Anzahl der
Opfer ist unbekannt. Nach verschiedenen Schätzungen starben 60 bis 100 tausend
Menschen in den Flammen. Wozu brauchten die Briten und Amerikaner zwei
Monate vor der Beendigung des Krieges in der Stadt Dresden, in der es keine
militärischen Ziele gab, einen derartigen Schlachthof? Ist das reine Zufälligkeit oder
ein Fehler?
379
Erinnern Sie sich, verehrter Leser, wer in den letzten Tagen des Zweiten
Weltkrieges die Atombomben in Hiroshima und Nagasaki abwarf. Auch diese
Verbrecher erhielten keinerlei Bestrafung.
Wenn wir schon die Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges
schlecht kennen, dann kennen wir auch keine Details über die Schlachten des
Zweiten Weltkrieges, die am anderen Ende von Eurasien stattgefunden haben.
Den Kampf zwischen Japan und den USA stellen wir uns im Grunde
genommen wie in den Hollywood-Filmen vor: Die ungeschützten Amerikaner
und eine Unmenge von japanischen Flugzeugen. Übrigens, außer dem
Überfall auf Pearl Harbor, ist das Territorium der USA kein einziges Mal im
Verlaufe des Krieges bombardiert worden. Japan ist nicht schlechter als
Deutschland bestraft worden. Der schrecklichste amerikanische Luftangriff
fand am 9. März 1945 (ungefähr ein Monat nachdem Dresden vernichtet
wurde) statt. Dreihundert Bomber mit je 6 bis 8 Tonnen Napalmbomben
griffen die japanische Hauptstadt an. Die japanischen Historiker betrachten
die dadurch angerichteten Zerstörungen als die größten in der Geschichte der
Welt. Durch den sich ausbreitenden Feuersturm sind 42,7 km2 des
Territoriums der Stadt Tokio vollständig vernichtet worden. Nach
verschiedenen Schätzungen sind 80 bis 300 tausend Menschen gestorben.
Japan, das Land der aufgehenden Sonne, wurde so stark bombardiert, dass
der Anteil der Zerstörungen durch den Abwurf der zwei Atombomben nur 6%
betrug. Sie denken, verehrter Leser, dass die Japaner das alles vergessen und
verziehen haben [586]?
380
Großbritannien ist auf die vorgeschlagenen Friedensgespräche nicht
eingegangen. Sie haben eiskalt die deutschen Städte bombardiert. Die Briten zeigten
ihre Entschlossenheit, bis zum bitteren Ende zu kämpfen. Gegen sie konnte Hitler
kämpfen und sie sogar besiegen, aber nach einer Analyse dieser Möglichkeiten hat
er das nicht getan. Adolf Hitler stellte sich zwei Fragen: „Welchen Preis müssen wir
für diesen Sieg bezahlen? Und … die wichtigste Frage – Warum? Deutschland stand
vor einem schweren Kampf, ohne irgendein Ende zu sehen. Die UdSSR, vorläufig
noch loyal, löste in aller Ruhe ihre strategischen Aufgaben. Stalin löste das Problem
im Baltikum: Die Länder Lettland, Litauen und Estland wurden in die UdSSR
aufgenommen. Genauso wurde das von den Rumänen besetzte Bessarabien
zurückgeholt. Mit dem Krieg im Westen, gemeint ist der Krieg von Hitler mit seinen
ehemaligen britischen und amerikanischen Herren, hat sich die Sowjetunion mehr
oder minder engagiert. Doch hat sich Hitler auch mit den neuen Ereignissen
abgefunden? Sein ganzes Leben hat er sich bemüht, den Kommunismus zu
vernichten und sich mit den Angelsachsen zu verbinden, aber jetzt ist alles
umgekehrt.
Und plötzlich am 10. Mai 1941 fliegt der Stellvertreter von Hitler, Rudolf
Hess, angeblich aus eigener Initiative mit einer Messerschmitt nach Großbritannien
[587]. Das war der verzweifelte Versuch, einen Friedensvertrag zwischen
Deutschland und Großbritannien abzuschließen. Dieses Ziel von Hess war kein
Geheimnis: „Er (Hess, Anm. d. V.) kannte und verstand ausgezeichnet die innere
Welt von Hitler – sein Hass gegen das sowjetische Russland, seinen
leidenschaftlichen Wunsch, den Bolschewismus zu vernichten, seine Begeisterung
für Großbritannien und seinen aufrichtigen Wunsch, mit ihm in Freundschaft
zusammenzuleben …“ [588].
381
Bis zu Überfall auf die UdSSR waren es genau noch 42 Tage. Hitler musste
die Frage entscheiden, ob er die Operation „Barbarossa“ durchführen will oder nicht.
Der Angriff war noch nicht endgültig entschieden. Die endgültige Entscheidung
unser Land zu überfallen, wurde bis zum Flug von Hess nicht getroffen: „In
Übereinstimmung mit dem Plan Barbarossa ist der Befehl zum Angriff auf die
UdSSR erst am 10. Juni erschienen“ [589]. Adolf Hitler hat niemals einen Krieg an
zwei Fronten begonnen. Wieso hat er ihn trotzdem begonnen? Weil er im Moment
des Überfalls auf die UdSSR überzeugt war, dass es keine zweite Front geben wird!
Das war das Ergebnis des Fluges von Hess nach Großbritannien.
Es ist wichtig zu verstehen, dass in der ganzen rätselhaften Geschichte
des Fluges vom Stellvertreter Hitlers nach Großbritannien, nicht der Vorschlag
Hitlers das Geheimnis ist, sondern die britische Antwort auf ihn!
Die Briten garantierten ihre wohlwollende Neutralität für Hitler in seinem
künftigen Krieg gegen die UdSSR. Und den Abschluss des von Deutschland
langerwarteten Friedens nach der erfolgreichen Zerschlagung von Russland. „Der
nicht unbekannte Hess wurde von den deutschen Faschisten nach Großbritannien
geschickt, um die britischen Politiker zu überzeugen, sich dem Feldzug gegen die
UdSSR anzuschließen. Aber die Deutschen haben sich gewaltig geirrt.
Großbritannien und die USA erwiesen sich trotz aller Bemühungen von Hess auf der
Seite der UdSSR …“ [590], sagte Stalin im belagerten Moskau. Das ist die Antwort.
Warum hat sich Adolf Hitler in dieser Situation so geirrt? Denn wenn die Regierung
von Großbritannien die Vorschläge des Führers und die Verhandlungen mit ihm
kategorisch abgelehnt hätte, welche Hoffnungen er sich noch mit der Entfesselung
eines Krieges im Osten gemacht? Wie konnte Hitler überhaupt annehmen, dass sich
London dem Feldzug gegen die UdSSR „anschließt“, wenn er schon ein britisches
„NO“ erhielt? In der Situation, in der Großbritannien mit Deutschland keinen
Frieden schließen will, die Sowjetunion zu überfallen – das ist reiner Wahnsinn.
382
Wenn aber die Briten garantieren, sich in den Konflikt nicht einzumischen und still
auf ihrer Insel zu sitzen, dann wäre das für Hitler ein Ausweg aus der Sackgasse.
Ohne an der Operation „Barbarossa“ teilzunehmen, muss er Russland nur
zerschlagen, und der Frieden mit Großbritannien ist garantiert.
Da Hitler sich entschlossen hat, die UdSSR anzugreifen, bedeutet das, dass
Großbritannien diesem Feldzug seinen Segen gegeben hat. Anders kann es nicht
sein. Denn Großbritannien hat planmäßig Hitler-Deutschland auf Russland
gehetzt. Und letztendlich ist es den Briten auch gelungen, den Führer zu
zwingen, unser Land zu überfallen. Die grenzenlose Liebe von Hitler zu
Großbritannien hat ihm einen bösen Streich gespielt. Der Führer von Deutschland
handelte gegen jeden gesunden Menschenverstand, er liebte seinen britischen Feind
und glaubte deshalb an die von ihm versprochene Neutralität. Sofort nach dem
„Besuch“ von Hess in Großbritannien wurden die starken Angriffe der deutschen
Luftwaffe auf die britischen Inseln eingestellt. Sie begannen erst wieder im Januar
1943 [591].
Am 17. August 1987 hat Rudolf Hess, der letzte noch lebende Führer des
Dritten Deutschen Reiches, die vergängliche Erde verlassen. Rudolf Hess war im
Moment seines Todes im „Kriegsverbrechergefängnis Spandau“ fast 93 Jahre alt.
Im Gefängnis saß er schon 46 Jahre. Alle, die mit ihm gemeinsam im Nürnberger
Prozess verurteilt worden sind und im Gefängnis saßen, waren schon lange wieder
auf freiem Fuß. Seit 1966 war er der einzige Gefangene in Spandau. Nach 8 Jahren
Gefängnisaufenthalt von 15 wurde der Diplomat, Konstantin von Neurath, wegen
schlechter Gesundheit aus der Haft entlassen. Auch der Admiral Dönitz und der
Führer der „Hitlerjugend“, Baldur von Schirach, nach 20 Jahren. Aber Rudolf Hess
- saß und saß.
Warum? Weil er zu „Lebenslänglich“ verurteilt wurde, sagt der Leser. Aber
… hier irrt er sehr. Genau das gleiche Urteil hinderte die Alliierten nicht daran, den
Admiral Röder, nach 10 Jahren Haft, und den Wirtschaftsminister des Dritten
Reiches, Walter Funk, nach 12 Jahren Haft, zu entlassen. Man hat sie in die Freiheit
entlassen, weil sie nicht Träger eines solch schrecklichen Geheimnisses waren wie
Hess. Denn er allein wusste, was die Briten Hitler verpochen haben und warum der
Führer ihnen geglaubt hat …
Sogar der Tod von Rudolf Hess war äußerst rätselhaft. Der 93-jährige
gebrechliche alte Mann machte auf einem Spaziergang den Versuch sich das Leben
zu nehmen – er versuchte sich mit einem elektrischen Kabel, das er sich um den Hals
gewickelt hatte, aufzuhängen. Die Bewacher von Hess haben ihn mit künstlicher
Beatmung „wiederbelebt“, so intensiv, dass sie ihm die Brust und die Rippen
zerbrachen [592].
Der Sohn des Verstorbenen hat den offiziellen Schlussfolgerungen über die
Todesursache seines Vaters von den britischen Pathologen des Britischen
Krankenhauses nicht geglaubt und eine erneute Untersuchung veranlasst. Die
383
Gründe dafür waren sehr schwerwiegend. Hess befand sich ständig unter
Beobachtung, aber am Tage seines Todes wurde er für einige Minuten allein
gelassen. „In dieser Zeit schrieb der gebrechliche alte Mann seinen Abschiedsbrief,
befestigte die Verlängerungsschnur an den Fensterriegel, legte sich die Schlinge um
den Hals und hat den Knoten so zugezogen, dass die Schlinge ihn erwürgt hat.
Obwohl er auf die Erde gefallen ist, hinterließ die Schlinge am Hals eine horizontale
Spur. Wie ist das möglich?“ [593].
Im Ergebnis der zweiten Untersuchung durch deutsche Ärzte wurde am Hals
der Leiche eine zweite Spur von einer Schnur entdeckt. Daraus folgte, dass sich der
93-jährige gebrechliche alte Mann zweimal „erhängt“ hat. Die Spuren und
Verletzungen am Hals haben eindeutig bewiesen, dass Hess erstickt worden ist.
Vorher hat er einen Schlag auf den Hinterkopf erhalten. Die Folge war ein seltsames,
für den Selbstmord völlig unerklärliches Hämatom am Hinterkopf … [594].
Rudolf Hess hat den Briten die Friedensvorschläge vom Führer gebracht. Großbritannien
bestätigte den Überfall von Hitler auf Russland, wobei es Mitwirkung versprach. Doch schon am
- Juni 1941 wurden die Deutschen betrogen.
Warum musste der alte Mann ermordet werden und wer hat dieses Verbrechen
begangen? Der Sohn von Hess, Wolf Rüdiger, hat nicht den geringsten Zweifel, dass
die Briten seinen Vater ermordet haben [595]. Das schreckliche Geheimnis der
384
britischen Diplomatie, die Hitler ermutigt hat, die UdSSR zu überfallen, darf nicht
gelüftet werden. Aber der unmittelbare Grund für den Mord von Hess war die
grenzenlose Geschwätzigkeit von Michail Sergejewitsch Gorbatschow. Dieser
unwissende Politiker hat nicht nur seiner Macht den Todesstoß versetzt, sondern
auch dem alten Nazi. Schon sehr lange wurden Stimmen laut, die forderten, Hess zu
entlassen. Dagegen war immer die UdSSR, deren Meinung sehr konsequent war:
Für die Nazis gibt es in der Freiheit keinen Platz. Wohl wissend, dass die
Sowjetunion ihr Einverständnis für die Freilassung von Hess aus dem Gefängnis
nicht gibt, konnte Großbritannien den „guten Untersuchungsrichter“ spielen und
immer erklären, dass es gegen eine Entlassung nichts hat. Dann begann die
„Umgestaltung“, das „neue Denken“ gewann die Oberhand, und Gorbatschow, der
von Geschichte und Politik überhaupt nichts verstand, erklärte seinen Freunden im
Westen, dass er bereit ist, ihnen eine Freude zu bereiten und Hess zu entlassen. Für
Gorbatschow war das eine Geste des guten Willens, d.h. noch ein Strich im Portrait
des „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“. Aber London bereitete diese Kulanz
eine große Menge an Sorgen. Da es keinerlei Vorwände mehr gab, den gefährlichen
alten Mann im Gefängnis zu halten, mussten die Briten, um ein Informationsleck zu
vermeiden, seinen Träger töten. Alle Beweise für die Ursachen des Todes von
Rudolf Hess (das Häuschen im Garten, die Schnur, die Möbel und sogar das
Kriegsverbrechergefängnis Spandau) wurden sofort nach seinem Ende beseitigt. Die
Akten vom Fall „Hess“ wurden von der britischen Regierung mit dem Griff
„Geheim!“ versehen – zunächst bis zum Jahr 2017. Warum? Was soll in den
Protokollen seiner Verhöre stehen? Was versteckt Großbritannien, wenn es uns
ständig davon überzeugt, dass es keinerlei Verhandlungen mit den Nazis gab? Im
Gegenteil, die Dokumente müssen in allen Zeitungen veröffentlicht werden. Denn
sie sind ein anschaulicher Beweis für den Fortschritt und die Demokratie des
Nebligen Albion! Was für ein ausgezeichneter Anlass für die Propaganda: Wir, die
Briten, haben alle Vorschläge des blutrünstigen Adolf Hitler kategorisch
zurückgewiesen! Stattdessen diese Geheimniskrämerei. Ist das nicht völlig
unlogisch? Nein, das ist völlig logisch. Weil es eine ABLEHNUNG nicht gab,
sondern eine ZUSTIMMUNG – und das soll uns verheimlicht werden.
… Als Hitler Stalin überfallen hat, wurde er eiskalt betrogen. Sofort, schon
am ersten Tag! Am Abend des 22. Juni hat Churchill in seiner Rede beim
Rundfunksender BBC folgendes erklärt: „Wir sind fest entschlossen, Hitler und jede
Spur des Nazi-Regimes zu vernichten. Nichts kann uns davon abbringen. Nichts. …
Deshalb werden wir Russland und dem russischen Volk jegliche Hilfe geben“ [596].
Britische Hilfe im erforderlichen Umfang hat die UdSSR jedoch nicht
erhalten. In den äußerst komplizierten ersten Monaten des faschistischen Überfalls
hat uns Großbritannien nur mit guten Worten geholfen, aber nicht mit Waffen. Das
ist verständlich, denn Russland und Deutschland sollten ausbluten. Aber dann
würden in die Arena des Friedenskampfes die Sieger treten – die Angelsachsen.
385
Wenn wir als Kenner der britischen Manieren den Schriftwechsel zwischen London
und Moskau nach dem Beginn des Großen Vaterländischen Krieges lesen, dann
wundern wir uns nicht. Großbritannien bleibt sich immer treu!
Telegramm des Botschafters der UdSSR in Großbritannien an das
Volkskommissariat für Ausländische Angelegenheiten der UdSSR vom 27.
August 1941:
Gestern hatte ich ein ernsthaftes Gespräch mit Eden über die Frage der
britischen Hilfe für die UdSSR. Ich nutzte die Gelegenheit und – erklärend,
dass ich nur in meinem eigenen Namen spreche – sagte ihm ungefähr
folgendes: - Im Verlaufe von 10 Wochen führt die UdSSR ihren schwersten Kampf
gegen die und nur sie überfallende deutsche Militärmaschinerie, die
stärkste, welche die Welt je gesehen hat … Was hat im Verlaufe dieser
ganzen Zeit, in der die UdSSR in den schwersten Kämpfe ihrer Geschichte
alle ihre Kräfte konzentrierte und eingesetzt hat, England getan? - Mitte Juli hat die Sowjetische Regierung der Britischen Regierung die
Schaffung der zweiten Front im Westen vorgeschlagen. Jedoch aus
verschiedenen Gründen, auf die ich jetzt nicht näher eingehen möchte,
wurde dieser Vorschlag von der Britischen Regierung abgelehnt. England
eröffnet keine zweite Front und gibt uns in dieser Zeit auch keine
Flugzeuge und Waffen in irgendeiner ernsthaften Menge.
Selbstverständlich sind wir der Britischen Regierung für jene 200
„Tomahawks“, die uns vor ungefähr zwei Monaten übergeben, aber bisher
noch nicht an die UdSSR geliefert wurden, dankbar. Im Vergleich mit
unseren Verlusten in der Luft … was bedeutet das schon? Oder noch ein
Beispiel: Wir haben die Britische Regierung um große Bomben gebeten –
der Minister für Luftfahrt war im Ergebnis langer Gespräche
einverstanden, unsere Bitte zu erfüllen. Aber wie viele Bomben hat er uns
gegeben? Sechs Bomben – nicht mehr und nicht weniger … - Was erhalten wir noch von England? Eine Masse an Begeisterung
anlässlich des Mutes und des Patriotismus unseres sowjetischen Volkes,
anlässlich der ausgezeichneten Qualität der Roten Armee. Natürlich ist
das sehr angenehm … aber auch sehr platonisch. Jedes Mal, wenn ich
derartige Lobeshymnen höre, denke ich „Weniger Beifall, dafür aber mehr
Jagdflugzeuge – das wäre besser“.
… Tatsächlich ist festzustellen, das England im gegenwärtigen Moment
weder unser Verbündeter im tödlichen Kampf gegen den deutschen
Hitlerfaschismus ist noch ein mitfühlender Zuschauer [597].
386
Das ist eine äußerst bittere Anekdote. Wir helfen Euch. Wir haben Euch 6
Bomben, 3 Maschinengewehre und 5 Pistolen geschickt. Die Waffen werden mit der
britischen Seeflotte geliefert. Wann? Sobald das möglich ist. Aber vorläufig
erlauben Sie uns, Ihnen unsere aufrichtige Bewunderung für den mutigen Kampf des
sowjetischen Volkes zu zeigen.
Was denken Sie, verehrter Leser, in welchem Moment wurden Großbritannien
und die Sowjetunion offizielle Verbündete im Kampf gegen Hitler? Derjenige, der
denkt am 22. Juni 1941, irrt sich gewaltig. Derjenige, der meint, dass nach der
Unterzeichnung der Dokumente und der Erledigung möglicher Formalitäten nur
einige Wochen vergehen, irrt sich genauso.
Erst am 26. Mai 1942 wurde in London der Vertrag zwischen der UdSSR
und Großbritannien über den gemeinsamen Kampf gegen Deutschland
unterzeichnet! Ganze elf Monate gab es zwischen den „Verbündeten“ keinerlei
Union! Großbritannien war überhaupt nicht verpflichtet uns zu helfen und konnte
eine Hilfe jederzeit mit reinem Gewissen beenden. Der Grund für diese Verzögerung
ist klar: Es wurde abgewartet, wie sich die Situation an der russisch-deutschen Front
entwickelt. Als sie verstanden haben, dass Hitler den Krieg nicht gewinnt, haben sie
den Vertrag unterschrieben. Aber bis zu diesem Zeitpunkt hielten sie die Türen für
einen Dialog mit dem siegreichen Deutschen Reich offen. Deutsche töten Russen –
das ist prachtvoll. Russen töten Deutsche – das ist ausgezeichnet. Es musste nur
dafür gesorgt werden, dass bei jenen und bei den anderen alle Möglichkeiten waren,
das zu tun. Deshalb gab es bis 1944 keine Bombenangriffe auf deutsche Fabriken
für die Produktion von synthetischem Brennstoff und keine Angriffe auf die
rumänische Erdölindustrie. Aber die Sowjetunion war in einer schwierigen Lage.
Um zu kämpfen brauchte die UdSSR viele Waffen. Sie kamen auch mit dem LendLease-Abkommen. Bis zum 6. Juni 1944, als die Briten und Amerikaner in
Frankreich landeten und die zweite Front eröffneten, haben Deutschland und
Russland viele Millionen ihrer Bürger verloren. Stalin hat fast drei Jahre gebeten,
gedrängt und gefordert, dass die zweite Front in Europa eröffnet wird. Mit allen nur
denkbaren Gründen haben das Großbritannien und die USA abgelehnt. Nur als
völlig klar war, dass die UdSSR auch allein das Deutsche Reich besiegen wird,
erfolgte die Landung in der Normandie.
Hat die Sowjetunion den Zweiten Weltkrieg verloren, wie es SuworowResun und seine Anhänger behaupten? Niemals! Auf keinen Fall! Der Krieg
wurde in London vorbereitet und dann von Berlin mit dem Ziel unseres Untergangs
geführt. Wir sollten das kollektive Opfer werden. Aber wir haben diesem
mörderischen Angriff standgehalten und gesiegt. Über welche Niederlage ist
überhaupt die Rede, wenn Russland-UdSSR, dass von der Karte der Welt
verschwinden sollte, den Krieg in Berlin siegreich beendet hat? Wir haben gesiegt
und den Sieg kann uns niemand nehmen!
Ohne Zweifel gibt es noch Fragen, auf die es vorläufig keine Antwort gibt.
387
Wer Hitler gezwungen hat, die UdSSR zu überfallen, das wissen wir jetzt. Aber die
Liste der Unklarheiten und Fragen ist damit nicht abgeschlossen:
- Warum war Hitler, als er die Sowjetunion überfallen hat, von seinem Sieg
so überzeugt? - Warum haben die deutschen Fabriken als sie sich auf den Krieg mit
Russland vorbereitet haben, keine warmen Uniformen, Stiefel und
Pelzsachen, sondern nur tropische Helme und kurze Hosen produziert? - Warum ging der Plan „Barbarossa“ von der Überzeugung aus, dass die Rote
Armee nur unmittelbar an ihrer Grenze steht, wo sie schnell vernichtet und
nicht in das weite sowjetische Territorium gelassen werden kann? - Warum zeigte Stalin keinerlei Anzeichen einer Beunruhigung, obwohl er
unwiderlegbare Beweise für die Entfaltung der deutschen Armee an seiner
Grenze hat? - Gegen wen wurden die deutschen Truppen an unserer Grenze konzentriert,
wenn das Oberhaupt der Sowjetunion völlig ruhig ist und nicht an die
Möglichkeit glaubt, dass Hitler ihn überfällt? - Und was brachte Stalin die deutsche „Junker.52“, die fünf Tage nachdem
Hess nach Großbritannien flog, in den sowjetischen Luftraum eindrang und
am 15. Mai 1941 in Moskau (unweit vom Dynamo-Stadion) landete?
Die Antworten auf alle diese Fragen gibt es. Eine Fortsetzung dieses Buches
ist vorgesehen.
Der Autor dieses Buches ist Ihnen, verehrter Leser, für Reaktionen und
Rezensionen dankbar. Seine E-Mail-Adresse lautet: nstarikov@bk.ru .
388
Literatur und Anmerkungen
[1] Taylor, A. „Der Zweite Weltkrieg“ // „Der Zweite Weltkrieg – zwei Ansichten“ (russ.),
Moskau 1995, Seite 420.
[2] Jacobsen, H.-A. „1939 – 1945. Der Zweite Weltkrieg“ // „Der Zweite Weltkrieg:
Zwei Ansichten“ (russ.), Moskau 1995, Seite 17.
[3] Churchill, W. S. „Der Zweite Weltkrieg“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 1, Seite 73.
[4] Rauschning, H. „Es spricht Hitler“ (russ.), Moskau 1993, Seite 100.
[5] Taylor, A. „Der Zweite Weltkrieg“ // „Der Zweite Weltkrieg – zwei Ansichten“ (russ.),
Moskau 1995, Seite 105.
[6] Z.B. wurden 100% der gesamten Lieferungen des Naturkautschuks ins Deutsche Reich
erfolgten über die UdSSR. Es wurden auch andere Materialien gekauft, die das
kriegsführende Deutschland auf dem Weltmarkt nicht selber kaufen konnte.
[7] Taylor, A. „Der Zweite Weltkrieg“ // „Der Zweite Weltkrieg – zwei Ansichten“ (russ.),
Moskau 1995, Seite 153.
[8] Warnung des deutschen Ministers, Joachim von Ribbentrop bezüglich des Krieges gegen
die Sowjetunion, 28. April 1941 (Zitat aus [5], Seiten 145 – 146).
[9] Im Tagebuch des Generals Halder können wir z.B. lesen: „Die Belagerung Englands mit
ausreichenden Kräften der Luftwaffe kann erst dann beginnen, wenn der Krieg im Osten
im Wesentlichen beendet ist und unser Luftwaffe mit frischen Kräften verstärkt und
ausgebaut worden ist“ (Niederschrift vom 13.09.1941, Quelle: aus [5], Seite 163).
[10] Churchill, W. S. „Der Zweite Weltkrieg“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 3, Seite 23.
[11] Churchill, W. S. „Der Zweite Weltkrieg“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 3, Seite 174.
[12] Raginskij, M. Y. „Nürnberg: Vor dem Gericht der Geschichte“ (russ.), Moskau 1986, Seite
108.
[13] Churchill, W. S. „Der Zweite Weltkrieg“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 1, Seite 21.
[14] Fest, J. „Hitler“ (russ.), Perm 1993, Bd. 2, Seite 92.
[15] Churchill, W. S. „Der Zweite Weltkrieg“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 1, Seiten 25 – 26.
[16] Heiden, K. „Der Weg der NSDAP. Der Führer und seine Partei“ (russ.), Moskau 2004,
Seite 178.
[17] Kershaw, . „Hitler“ (russ.), Rostow am Don 1997, Seite 64.
[18] Bullock, A. „Hitler und Stalin“ (russ.), Smolensk 1994, Bd. 1, Seite 102.
[19] Fest, J. „Hitler“ (russ.), Perm 1993, Bd. 1, Seite 182.
[20] Preparata, G. G. „Hitler, Inc. Wie Großbritannien und die USA das Dritte Reich geschaffen
haben“ (russ.), Moskau 2007, Seiten 97 – 98.
[21] Insgesamt gab es in der Weimarer Republik 38 Parteien.
389
[22] Rauschning, H. „Es spricht Hitler“ (russ.), Moskau 1993, Seite 107.
[23] Melnikov, D.; Tschernaja, N. „Der Verbrecher Nr. 1“ (russ.), Moskau 1982, Seite 138.
[24] Melnikov, D.; Tschernaja, N. „Der Verbrecher Nr. 1“ (russ.), Moskau 1982, Seite …
[25] Melnikov, D.; Tschernaja, N. „Der Verbrecher Nr. 1“ (russ.), Moskau 1982, Seite ….
[26] Heiden, K. „Der Weg der NSDAP. Der Führer und seine Partei“ (russ.), Moskau 2004,
Seite 179.
[27] Heiden, K. „Der Weg der NSDAP. Der Führer und seine Partei“ (russ.), Moskau 2004,
Seite 181.
[28] Fest, J. „Hitler“ (russ.), Perm 1993, Bd. 1, Seite 271.
[29] Bullock, A. „Hitler und Stalin“ (russ.), Smolensk 1994, Bd. 1, Seite 102.
[30] Fest, J. „Hitler“ (russ.), Perm 1993, Bd. 1, Seite 272.
[31] Fest, J. „Hitler“ (russ.), Perm 1993, Bd. 1, Seite 271.
[32] Fest, J. „Hitler“ (russ.), Perm 1993, Bd. 1, Seiten 271 – 272.
[33] „Unabhängige Zeitung“ (russ.) vom 29.04.2005.
[34] Bullock, A. „Hitler und Stalin“ (russ.), Smolensk 1994, Bd. 1, Seite 111.
[35] Hanfstaengl, E. „Hitler. Verlorene Jahre“ (russ.), Moskau 2007, Seiten 23 – 24.
[36] Fest, J. „Hitler“ (russ.), Perm 1993, Bd. 1, Seite 272.
[37] Heiden, K. „Der Weg der NSDAP. Der Führer und seine Partei“ (russ.), Moskau 2004,
Seite 178
[38] Churchill, W. S. „Der Zweite Weltkrieg“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 1, Seite 43.
[39] Bullock, A. „Hitler und Stalin“ (russ.), Smolensk 1994, Bd. 1, Seite 278.
[40] Interessant ist, dass die Worte „Dolchstoß in den Rücken“, infolge dessen Deutschland den
Krieg verloren hat, von dem britischen General Neill Malcolm, Leiter der britischen
Militärmission in Deutschland, ausgesprochen wurden (siehe auch [20], Seite 148).
[41] Heute kann niemand die Frage richtig beantworten, gegen wen im Ersten Weltkrieg die
Entente – zu der auch Russland gehörte – kämpfte. Deshalb erinnern wir uns, dass
Deutschland drei Verbündete hatte: Österreich-Ungarn, Türkei und Bulgarien.
[42] Lloyd George „Kriegserinnerungen“ (russ.), Moskau 1938, Bd. 6, Seite 145.
[43] Schazillo, W. „Der Erste Weltkrieg von 1914 – 1918“ (russ.), Moskau 2003, Seite 350.
[44] „Weltgeschichte“ (russ.), Moskau 2001, Band 20, Seite 188.
[45] Schazillo, W. „Der Erste Weltkrieg von 1914 – 1918“ (russ.), Moskau 2003, Seite 338.
[46] „Der Erste Weltkrieg von 1914 – 1918“ (russ.), Moskau 1975, Seite 508.
[47] „Wie wurde das deutsche Schwert geschmiedet“ (russ.), Moskau 2006, Seite 7.
[48] Starikov, N. „1917. Keine Revolution, sondern Spezialoperation!“ (russ.), Moskau 2007.
390
[49] Starikov, N. „Wer hat Russland erschlagen“ (russ.), Moskau 2007.
[50] Insgesamt 37 Jahre seines Lebens wohnte der Deutsche, Karl Marx, in London. Dort
schrieb er sein Werk „Das Kapital“, dort ist er beerdigt. In dieser Stadt wurde die 1.
Kommunistische Internationale gegründet. Sicher nicht zufällig. Schon ungefähr 200 Jahre
finden alle antirussischen Kräfte ihr Asyl gerade in dieser Stadt. Die letzten Ereignisse im
modernen Russland dürften dafür ein überzeugender Beweis sein.
[51] Trotz einer klaren Dominanz der USA am Ende des 20. und Anfang des 21. Jahrhunderts
ist der britische Spionagedienst MI-6 nach wie vor der stärkste Geheimdienst der Welt. Der
berühmte Kinostar, James Bond, ist ein Mitarbeiter dieser Organisation und nicht der CIA.
Alle unsere „Kämpfer für die Freiheit“, deren Tätigkeit nach Spionage riecht, flüchten
ausgerechnet nach London und nicht nach Berlin oder Genf.
[52] Nach dem Zweiten Weltkrieg hat die „progressive Menschheit“ Italien und Deutschland
unter ihre Fittiche genommen. Dafür haben diese Länder ihre Souveränität geopfert. Auf
dem Territorium von Deutschland sind nach wie vor Okkupationstruppen der USA
stationiert.
[53] Radio „Echo Moskaus“, 30.10.2007.
[54] Aussagen über die Etappen der subversiven Tätigkeit des britischen Geheimdienstes in
Russland finden im Buch von N. Starikov „Von den Dekabristen bis zu den Dschihadisten“
(russ.), Sankt Petersburg 2008.
[55] Stalin, I. W. „Gesammelte Werke“ (russ.), Moskau 1953, Bd. 9, Seite 25.
[56] Die Rede ist nicht von der offenen Vorbereitung der Oktoberrevolution, sondern von den
Aktivitäten hinter den Kulissen. Bis zum heutigen Tag gibt es keinen einzigen Beweis
dafür, dass Stalin direkt oder indirekt mit den westlichen Geheimdiensten
zusammengearbeitet hat. Gespräche über die Zusammenarbeit mit der russischen Ochrana
(Geheimdienst im zaristischen Russland, Anm. d. Übers.) sind – obwohl nie bewiesen –
eine völlig andere Sache. Bezüglich Josef Wissarionowitsch können wir sagen, er war ein
„ehrlicher Revolutionär“. Soweit das Wort „ehrlich“ für diese Kategorie von Menschen
überhaupt eine Bedeutung hat.
[57] Staatliches russisches Wirtschaftsarchiv (RGAW), F. 4038, Op. 1, D. 31, Blatt 22 (Zitat
aus dem „Neue historische Mitteilung“ (russ.), 2004, Nr.1).
[58] „Neue historische Mitteilung“ (russ.), 2004, Nr.1.
[59] Frolov, A. N. „Der gegenwärtige Zustand und die nächsten Perspektiven des Eisenbahntransports“, Journal „Ökonom“ (russ.), 1922, Nr.1, Seite 176.
[60] „Geschichte der Kommunistischen Allunionspartei der Bolschewiken – Kurzfassung“
(russ.), Moskau 1938, Seite 251.
[61] Lenin, B. I. „Gesammelte Werke“ (russ.), Moskau 1967, Bd. 54, Seite 25.
[62] Im Jahre 1924 entsprach ein Dollar 1 Rubel und 94 Kopeken. Zum Vergleich: Im Jahre
1907 entsprach ein Dollar 2 Zarenrubel.
391
[63] Archiv der Russischen Revolution (russ.), Moskau 1991, Band 5 – 6, Seite 103.
[64] Björkegren, H. „Skandinavischer Transit. Russische Revolutionäre in Skandinavien von
1906 – 1917“ (russ.), Moskau 2007, Seiten 425 – 427.
[65] Preparata, G. G. „Hitler, Inc. Wie Großbritannien und die USA das Dritte Reich geschaffen
haben“ (russ.), Moskau 2007, Seite 120.
[66] Details über die Hilfe der „Verbündeten“ und die Gründe für die Niederlage der Weißen
finden Sie in [49].
[67] Fest, J. „Hitler“ (russ.), Perm 1993, Bd. 1, Seite 270.
[68] Hanfstaengl, E. „Hitler. Verlorene Jahre“ (russ.), Moskau 2007, Seite 44.
[69] Bullock, A. „Hitler und Stalin“ (russ.), Smolensk 1994, Bd. 1, Seite 106.
[70] Hanfstaengl, E. „Hitler. Verlorene Jahre“ (russ.), Moskau 2007, Seiten 27 – 28.
[71] Hanfstaengl, E. „Hitler. Verlorene Jahre“ (russ.), Moskau 2007, Seite 76.
[72] Fest, J. „Hitler“ (russ.), Perm 1993, Bd. 1, Seite 221.
[73] Heiden, K. „Der Weg der NSDAP. Der Führer und seine Partei“ (russ.), Moskau 2004,
Seite 178
[74] Die UdSSR wurde am 30. Dezember 1922 gegründet. Zu ihr gehören Russland, Ukraine,
Weißrussland und die Kaukasische Republik.
[75] Danilov, A. A.; Kosulina, L.G. „Die Geschichte Russlands“ (russ.), Moskau 1998, Seite
235.
[76] Fest, J. „Hitler“ (russ.), Perm 1993, Bd. 1, Seite 253.
[77] Henri Deterding, Hauptaktionär der „Royal Dutch-Shell-Company“, schlug auf der
Konferenz in Genua vor, ein Konsortium zu bilden, das alle Gas- und Ölkonzessionen
Russlands erfasst. Weil das nicht gelang, begann er mit seinem Geld die noch junge Partei
von Adolf Hitler zu unterstützen (siehe [73]).
[78] Fest, J. „Hitler“ (russ.), Perm 1993, Bd. 1, Seite 261.
[79] Fest, J. „Hitler“ (russ.), Perm 1993, Bd. 1, Seite 352.
[80] Sadowaja, G. M. „Walter Rathenau: Weg nach Rapallo // Geschichte und Historiographie
der ausländischen Welt in Personen“ (russ.), Samara 1999, Nr. 1, Seiten 121 – 139.
[81] Ginzberg, L. M. „Joseph Wirth: sein Weg zum Kampf für Frieden und Zusammenarbeit
zwischen den Völkern / Neue und allerneuste Geschichte“ (russ.), 1981, Nr. 1, Seiten 105
– 124 und Nr.2, Seiten 102 – 121.
[82] Das Ruhrgebiet hatte eine Ausdehnung von 90 x 45 km. Auf diesem kleinen Stück Land
wurden 80% der deutschen Kohle gefördert und 80% des deutschen Guss und Stahls
gewonnen. Dort befand sich auch das dichteste Eisenbahnnetz der Welt.
[83] Fest, J. „Hitler“ (russ.), Perm 1993, Bd. 1, Seite 265.
392
[84] Im Ruhrgebiet wurden für Sabotageakte 400 Menschen hingerichtet, davon 300 von den
deutschen Gerichten (siehe [65]).
[85] Hanfstaengl, E. „Hitler. Verlorene Jahre“ (russ.), Moskau 2007, Seite 33.
[86] Sofort nach dem Hitler-Putsch (vom 8. bis 9. November 1923) trat am 23. November 1923
der deutsche Kanzler, Gustav Stresemann, zurück.
[87] Shirer, W. L. „Aufstieg und Fall des Dritten Reiches“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 1, Seite
38.
[88] Hanfstaengl, E. „Hitler. Verlorene Jahre“ (russ.), Moskau 2007, Seite 22.
[89] Hanfstaengl, E. „Hitler. Verlorene Jahre“ (russ.), Moskau 2007, Seiten 36 und 62.
[90] Hanfstaengl, E. „Hitler. Verlorene Jahre“ (russ.), Moskau 2007, Seiten 9 – 10.
[91] Hanfstaengl, E. „Hitler. Verlorene Jahre“ (russ.), Moskau 2007, Seite 51.
[92] Hanfstaengl, E. „Hitler. Verlorene Jahre“ (russ.), Moskau 2007, Seite 63.
[93] Hanfstaengl, E. „Hitler. Verlorene Jahre“ (russ.), Moskau 2007, Seiten 50 – 51.
[94] Heiden, K. „Der Weg der NSDAP. Der Führer und seine Partei“ (russ.), Moskau 2004,
Seite 178
[95] Hanfstaengl, E. „Hitler. Verlorene Jahre“ (russ.), Moskau 2007, Seite 40.
[96] Hanfstaengl, E. „Hitler. Verlorene Jahre“ (russ.), Moskau 2007, Seite 51.
[97] Hanfstaengl, E. „Hitler. Verlorene Jahre“ (russ.), Moskau 2007, Seite 48.
[98] Hanfstaengl, E. „Hitler. Verlorene Jahre“ (russ.), Moskau 2007, Seiten 39 und 55.
[99] Martirosjan, A. „Wer brachte den Krieg in die UdSSR?“ (russ.), Moskau 2007, Seite 287.
[100] Hanfstaengl, E. „Hitler. Verlorene Jahre“ (russ.), Moskau 2007, Seite 44.
[101] Hanfstaengl, E. „Hitler. Verlorene Jahre“ (russ.), Moskau 2007, Seite 52.
[102] Seward, D. „Napoleon und Hitler“ (russ.), Moskau 1995, Seite 579.
[103] Churchill, W. S. „Der Zweite Weltkrieg“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 1, Seite 151.
[104] Weil Hitler die stärkste Kraft der Nazis war, flog er ein Jahr vor seinem Machtantritt
aufgeregt von einer deutschen Stadt in die andere. Für ihn wurde ein spezielles Flugzeug
gemietet und Göppels erfand für ihn den ausgezeichneten Werbeslogan: Hitler über
Deutschland!
[105] Hanfstaengl, E. „Hitler. Verlorene Jahre“ (russ.), Moskau 2007, Seite 200.
[106] Churchill, W. S. „Der Zweite Weltkrieg“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 1, Seite 15.
[107] Churchill, W. S. „Der Zweite Weltkrieg“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 1, Seite 15.
[108] Hanfstaengl, E. „Hitler. Verlorene Jahre“ (russ.), Moskau 2007, Seite 202.
[109] Hanfstaengl, E. „Hitler. Verlorene Jahre“ (russ.), Moskau 2007, Seiten 259 – 261.
393
[110] Shirer, W. L. „Aufstieg und Fall des Dritten Reiches“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 1, Seite
39.
[111] Es ist der 1. Februar 1924. An diesem Tag wurde die UdSSR von Großbritannien
anerkannt.
[112] Nachdem der „Patron“ die UdSSR anerkannt hatte, folgten ihm auch seine Satteliten:
Italien am 7. Februar, Norwegen am 13. Februar, Österreich am 25. Februar, Griechenland
am 8. März, Schweden am 15. März, Dänemark am 18. Juni, Albanien am 6. Juli, China
am 19, Juli, Mexiko am 1. August und Frankreich am 28. Oktober 1924. Der letzte in dieser
„Anerkennungsliste“ ist Japan – am 20. Januar 1925. Die USA haben die UdSSR erst 1933
anerkannt.
[113] Resun-Suworow beschuldigte Stalin und die UdSSR, dass sie dieser bestialischen
Aggressivität gefolgt wären und erklärte auf dieser Grundlage den ganzen Mechanismus
des Zweiten Weltkrieges. In Wirklichkeit verschwand dieser Mechanismus mit seinem
Autor Trotzki und wurde von Stalin niemals wieder benutzt. Auf dem VII. Kongress der
Komintern im Jahre 1935 wurde offiziell erklärt, dass eine Weltrevolution nicht mehr
vorbereitet wird.
[114] Stalin, I. B. „Gesammelte Werke“ (russ.), Moskau 1953, Bd. 9, Seite 37.
[115] Fest, J. „Hitler“ (russ.), Perm 1993, Bd. 2, Seite 5.
[116] Hanfstaengl, E. „Hitler. Verlorene Jahre“ (russ.), Moskau 2007, Seite 119.
[117] Hanfstaengl, E. „Hitler. Verlorene Jahre“ (russ.), Moskau 2007, Seite 122.
[118] Vom 12. November 1923 bis 20. Dezember 1924.
[119] Fest, J. „Hitler“ (russ.), Perm 1993, Bd. 2, Seite 82.
[120] Fest, J. „Hitler“ (russ.), Perm 1993, Bd. 2, Seite 82.
[121] Fest, J. „Hitler“ (russ.), Perm 1993, Bd. 2, Seite 82.
[122] Abramowitsch, I. L. „Erinnerungen und Ansichten“ (russ.), Moskau 2004, Bd. 1, Seite 99.
[123] Churchill, W. S. „Der Zweite Weltkrieg“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 1, Seite 43.
[124] Seward, D. „Napoleon und Hitler“ (russ.), Moskau 1995, Seite 83.
[125] Fest, J. „Hitler“ (russ.), Perm 1993, Bd. 2, Seite 82.
[126] Fest, J. „Hitler“ (russ.), Perm 1993, Bd. 2, Seite 82.
[127] Melnikov, D.; Tschernaja, N. „Der Verbrecher Nr. 1“ (russ.), Moskau 1982, Seite 97.
[128] Melnikov, D.; Tschernaja, N. „Der Verbrecher Nr. 1“ (russ.), Moskau 1982, Seite 140.
[129] Fest, J. „Hitler“ (russ.), Perm 1993, Bd. 2, Seite 87.
[130] Im Ergebnis der Wahlen am 20.05.1928 erhielten die Nazis 2,6% der Stimmen, am
14.09.1930 waren es schon 18,3%.
[131] Fest, J. „Hitler“ (russ.), Perm 1993, Bd. 2, Seite 88.
394
[132] Durch ein Gehaltszuschlag entschied Hitler 1931 das Problem mit der Berliner SA (siehe
auch Im Ergebnis der Wahlen am 20.05.1928 erhielten die Nazis 2,6% der Stimmen, am
14.09.1930 war
[133] Fest, J. „Hitler“ (russ.), Perm 1993, Bd. 2, Seite 196.
[134] Bullock, A. „Hitler und Stalin“ (russ.), Smolensk 1994, Bd. 1, Seite 199.
[135] Der geächtete Trotzki wurde sehr operativ ausgewiesen: Der Beschluss wurde Ende Januar
gefasst und schon am 10. Februar setzten sie ihn auf ein Schiff. Deshalb brauchte Rudolf
Hess schon Anfang 1929 kein Geld mehr zu sammeln. Es vergehen 2 bis 3 Monate und die
Notwendigkeit entfällt völlig. Ein Mangel an Geld spürt Hitler nicht mehr.
[136] Das „Bulletin der Opposition“ erscheint im Verlaufe von 12 Jahren (vom Juli 1929 –
August 1941). Erschienen sind insgesamt 87 Hefte in 65 Büchern.
[137] Fest, J. „Hitler“ (russ.), Perm 1993, Bd. 2, Seite 105.
[138] Churchill, W. S. „Der Zweite Weltkrieg“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 1, Seite 43.
[139] In der Weimarer Republik gab es insgesamt nur drei Präsidenten: Friedrich Ebert (1919 –
1925), Paul von Hindenburg (1925 – 1934) und Adolf Hitler (1934 – 1945). Wie schlecht
das Verhältnis der Deutschen zu F. Ebert war, zeigt allein schon die Tatsache, dass sich
während seiner Beerdigung der Kardinal Michael von Faulhaber, Erzbischof von München
und Freisingen, weigerte, die Anweisung zu erteilen, die Glocken der Kirche zu läuten. Die
Tatsache, dass F. Ebert Jude war, gab später Hitler den Anlass für eine antisemitische
Agitation.
[140] Ein neugewähltes Parlament des Reichstages arbeitete nur ein Tag und wurde am
12.09.1932 aufgelöst.
[141] So wie es die Verfassung forderte – einmal in zwei Jahren.
[142] 19.01.1919; 06.06.1920; 04.05.1924; 07.12.1924; 20.05.1928; 14.09.1930; 31.07.1932;
06.11.1932; 05.03.1933. Die Wahlen am 12.11.1933, bei der auf dem Wahlzettel nur Nazis
standen, wurden bei dieser Aufzählung nicht zur Kenntnis genommen.
[143] Zwei Präsidentenwahlen, zwei Reichstagswahlen und eine Wahl der örtlichen Parlamente
(siehe Bullock, A. „Hitler und Stalin“ (russ.), Smolensk 1994, Bd. 1, Seite 2).
[144] Kershaw, J. „Hitler“ (russ.), Rostow am Don 1997, Seite 82.
[145] G. Bauer (1919 – 1920); G. Müller (1920); K. Fehrenbach (1920 -1921); J. Wirth (1921 –
1922) ; W. Kuno (1922 – 1923); G. Stresemann (1923); W. Marx (1923 – 1925); H. Luther
(1925 – 1926); W. Marx (1926 – 1928); G. Müller (1928 – 1930); H. Brüning (1930 .
1932); F. von Papen (1932); K. von Schleicher (1932 – 1933); A. Hitler (1933 – 1945).
[146] Fest, J. „Hitler“ (russ.), Perm 1993, Bd. 2, Seite 276.
[147] Die Nationalsozialisten nutzten als Wahlpropaganda erstmals Grammophonplatten mit
Reden des Führers. Das ist auch ein offensichtlicher Beweis dafür, dass Hitler ein sehr
großes Budget an Wahlgeldern zur Verfügung stand (siehe [150], Seite 130).
[148] Schwarzes Hakenkreuz im weißen Kreis auf einem roten Fahnentuch.
395
[149] Nach der Zerschlagung Hitler-Deutschlands war natürlich ein Hakenkreuz auf der
deutschen Staatsflagge nicht mehr zulässig. Deshalb wurde die Fahne der Weimarer
Republik wieder als Staatsflagge gewählt. Sie ist es bis heute geblieben. Alle Zahlen der
Wahl (siehe [151]).
[150] Sogar als Hitler schon Reichskanzler war, der Reichstag schon brannte und die
Repressalien schon eingeleitet wurden, haben die Nazis die Wahlen nicht gewonnen.
[151] Am 1. März 1933 erhielten sie 43,9% der Wählerstimmen.
[152] Die letzte Reichsregierung der Weimarer Republik war eine Koalition. Als der Termin der
„Korrektur“ kam, haben sich die Koalitionspartner zerstritten. Das Kabinett wurde
aufgelöst. (Sie, verehrter Leser, haben bestimmt schon erraten, dass am Sturz der letzten
Reichsregierung die Sozialdemokraten schuld sind?).
[153] Darüber liebt man nicht zu sprechen, aber die „machtlose“ britische Königin ist ebenfalls
nicht verpflichtet den Führer der stärksten Partei als Premierminister zu ernennen. Sie kann
jede beliebige Person auf diesen Posten setzen. Warum der konstitutionelle Monarch
Großbritanniens diese und andere Rechte nicht weniger nutzt als ein absoluter Monarch,
ist eine ganz andere Sache.
[154] Die Manieren des zukünftigen Kanzlers waren sehr eigenartig. Weil er Süßigkeiten sehr
liebte, konnte er vor den erstaunten Augen seiner Gesprächspartner, in aller Ruhe
Staubzucker in einen teuren trockenen Wein schütten.
[155] Am Beginn des Zweiten Weltkrieges, d.h. am 01.09.1939 hatte die deutsche Wehrmacht
(früher Reichswehr) bereits einen Bestand von 4.233.000 Soldaten. Im Jahre 1933 waren
es 100.000 Soldaten (siehe Martirosjan, A. „Wer brachte den Krieg in die UdSSR?“ (russ.),
Moskau 2007, Seite 412).
[156] Seward, D. „Napoleon und Hitler“ (russ.), Moskau 1995, Seite 152.
[157] Picker, H. „Hitlers Tischgespräche im Führerhauptquartier“ (russ.), Smolensk 1993, Seite
54.
[158] Picker, H. „Hitlers Tischgespräche im Führerhauptquartier“ (russ.), Smolensk 1993, Seite
55.
[159] Darum kümmerten sich besonders darum, dass Hitler nach Verbüßung von ¼ seiner
Haftstrafe aus dem Gefängnis entlassen wurde.
[160] Preparata, G. G. „Hitler, Inc. Wie Großbritannien und die USA das Dritte Reich geschaffen
haben“ (russ.), Moskau 2007, Seite 249.
[161] Die Unabhängigkeit von Deutschland war in dieser Zeit genauso illusorisch wie z.B. heute
von Irak. Die Regierung hat eine Fahne, sie hat eine Hymne, aber die Möglichkeit, eigene
Entscheidungen zu treffen, hat sie nicht. Der Westen konnte in Deutschland machen was
er wollte. Das Ergebnis ist bekannt: ständige Wahlen, vorzeitige Entlassung von Hitler aus
dem Gefängnis und dann seine Ernennung zum Kanzler. Alle Ereignisse von 1918 bis 1933
geschahen nicht nach dem Willen der Deutschen.
[162] Preparata, G. G. „Hitler, Inc. Wie Großbritannien und die USA das Dritte Reich geschaffen
haben“ (russ.), Moskau 2007, Seite 251.
396
[163] Preparata, G. G. „Hitler, Inc. Wie Großbritannien und die USA das Dritte Reich geschaffen
haben“ (russ.), Moskau 2007, Seite 251.
[164] Ovsjani, I. D. „Das Geheimnis des Kriegsbeginns“ (russ.), Moskau 1971, Seiten 44 – 45.
[165] „Wie wurde das deutsche Schwert geschmiedet“ (russ.), Moskau 2007, Seite 13
(Industriepotential des Dritten Reiches).
[166] „Wie wurde das deutsche Schwert geschmiedet“ (russ.), Moskau 2007, Seite 13
(Industriepotential des Dritten Reiches).
[167] Churchill, W. S. „Der Zweite Weltkrieg“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 1, Seite 35.
[168] Churchill, W. S. „Der Zweite Weltkrieg“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 1, Seite 38.
[169] „Militär-Historisches Journal“ (russ.), 1939, Nr. 6, Seiten 39 – 44, Nr. 7, Seiten 41 – 44,
Nr. 8, Seiten 36 – 42.
[170] Gorlov, S. A. „Streng geheim: Die Allianz Moskau – Berlin, 1920 – 1933“ (russ.), Moskau
2001, Seite 220.
[171] Pichalov, I. „Der große verlogene Krieg“ (russ.), Moskau 2005, Seite 25.
[172] Sobolev, D. A., Chasanov, D. B. „Der deutsche Einfluss in der Geschichte der
vaterländischen Flugtechnik“ (russ.), Moskau: Rusavia 2000, Seite 119.
[173] Sobolev, D. A., Chasanov, D. B. „Der deutsche Einfluss in der Geschichte der
vaterländischen Flugtechnik“ (russ.), Moskau: Rusavia 2000, Seite 119.
[174] Pichalov, I. „Der große verlogene Krieg“ (russ.), Moskau 2005, Seiten 35 – 38.
[175] Churchill, W. S. „Der Zweite Weltkrieg“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 1, Seite 37.
[176] Schunkov, V. N. „Die Flügel des Dritten Reiches“ (russ.), Minsk 2004, Seite 3.
[177] Schunkov, V. N. „Die Flügel des Dritten Reiches“ (russ.), Minsk 2004, Seite 206.
[178] Schunkov, V. N. „Die Flügel des Dritten Reiches“ (russ.), Minsk 2004, Seite 205.
[179] Schunkov, V. N. „Die Flügel des Dritten Reiches“ (russ.), Minsk 2004, Seite 106.
[180] Ovsjani, I. D. „Das Geheimnis des Kriegsbeginns“ (russ.), Moskau 1971, Seite 44.
[181] Hanfstaengl, E. „Hitler. Verlorene Jahre“ (russ.), Moskau 2007, Seite 57.
[182] Schunkov, V. N. „Die Flügel des Dritten Reiches“ (russ.), Minsk 2004, Seite 294.
[183] Churchill, W. S. „Der Zweite Weltkrieg“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 1, Seite 172.
[184] Preparata, G. G. „Hitler, Inc. Wie Großbritannien und die USA das Dritte Reich geschaffen
haben“ (russ.), Moskau 2007, Seite 332.
[185] Preparata, G. G. „Hitler, Inc. Wie Großbritannien und die USA das Dritte Reich geschaffen
haben“ (russ.), Moskau 2007, Seite 333.
[186] Preparata, G. G. „Hitler, Inc. Wie Großbritannien und die USA das Dritte Reich geschaffen
haben“ (russ.), Moskau 2007, Seite 333.
[187] Churchill, W. S. „Der Zweite Weltkrieg“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 1, Seite 151.
397
[188] Ovsjani, I. D. „Das Geheimnis des Kriegsbeginns“ (russ.), Moskau 1971, Seiten 47 – 48.
[189] Bullock, A. „Hitler und Stalin“ (russ.), Smolensk 1994, Bd. 2, Seite 123.
[190] In solch eine Situation gelangte nicht nur Hitler. V. I. Lenin beeindruckte seine Mitstreiter
ebenfalls mit seiner „genialen“ Voraussicht von bestimmten Ereignissen. In Wirklichkeit
wusste er einfach, dass A. F. Kerenski keinerlei Widerstand leisten wird. (Fakten und
Details dieses Spiels siehe: N. Starikov „1917. Keine Revolution, sondern eine
Spezialoperation!“).
[191] Schmidt, P. „Übersetzer von Hitler“ (russ.), Smolensk 2001, Seite 10.
[192] Schmidt, P. „Übersetzer von Hitler“ (russ.), Smolensk 2001, Seite 10.
[193] Schmidt, P. „Übersetzer von Hitler“ (russ.), Smolensk 2001, Seite 23.
[194] Der Vize Graf, Samuel John Gurney Hoare, war eine äußerst bedeutende Figur. Im Jahre
1917 war er Resident des britischen Geheimdienstes und unternahm große Anstrengungen
zur Organisation der Februar- und Oktoberrevolution. Im Jahre 1935 erfüllte er eine neue
Aufgabe für seine Heimat – er half Adolf Hitler die militärische Stärke Deutschlands
schnell wieder herzustellen. 1939 wurde er britischer Botschafter in Spanien. Über ihn
wurden die Kontakte der Nationalsozialisten mit der westlichen Welt hergestellt. Im
Zentrum dieser Ereignisse befand sich Samuel Hoare.
[195] Schmidt, P. „Übersetzer von Hitler“ (russ.), Smolensk 2001, Seiten 46 – 47.
[196] Melnikov, D.; Tschernaja, N. „Der Verbrecher Nr. 1“ (russ.), Moskau 1982, Seite 270.
[197] Melnikov, D.; Tschernaja, N. „Der Verbrecher Nr. 1“ (russ.), Moskau 1982, Seite 270.
[198] Cartier, R. „Geheimnisse des Krieges. Nach Nürnberg“ (russ.), Moskau 2005, Seite 38.
[199] Melnikov, D.; Tschernaja, N. „Der Verbrecher Nr. 1“ (russ.), Moskau 1982, Seite 270.
[200] Schmidt, P. „Übersetzer von Hitler“ (russ.), Smolensk 2001, Seite 52.
[201] Cartier, R. „Geheimnisse des Krieges. Nach Nürnberg“ (russ.), Moskau 2005, Seite 39.
[202] Schmidt, P. „Übersetzer von Hitler“ (russ.), Smolensk 2001, Seite 48.
[203] Kershaw, I. „ Hitler“ (russ.), 1997, Seite 180.
[204] Schmidt, P. „Übersetzer von Hitler“ (russ.), Smolensk 2001, Seite 48.
[205] Im Jahre 1933 lebten in Deutschland 503 tausend Juden (Radiostation „Echo Moskau“ am
10.04.2006).
[206] Um die „Merkwürdigkeit“ der Wahl der Stadt Berlin für die Durchführung der
Sommerolympiade zu verstehen, müssen wir uns an die aktuellen Ereignisse erinnern:
Sotschi wurde zur Hauptstadt der Olympischen Winterspiele 2015 im Wettbewerb mit den
zwei Städten Salzburg und Pyeongchang. Um die Durchführung der Olympischen
Sommerspiele 1936 bewarben sich außer der Stadt Berlin noch 10 andere Städte. Es siegte
die Hauptstadt von Deutschland.
[207] Auch die Ergebnisse der Olympiade waren für Hitler ein Triumph. Als Kommando
belegten die Sportler Deutschlands mit 89 Medaillen den 1. Platz, die USA – den zweiten
Platz mit 56 Medaillen und Italien – den dritten Platz mit 22 Medaillen.
398
[208] Heute ist es irgendwie unangenehm, sich daran zu erinnern, dass das Anzünden des
olympischen Feuers von einer Fackel erstmals auf der Olympiade in Berlin praktiziert
wurde. Die Nazis liebten Fackelumzüge. Jetzt ist das Anzünden des olympischen Feuers
mit einer Fackel schon eine Tradition.
[209] Das Erstaunen über die Auswahl des Ortes der Olympiade im Jahre 1936 hat sich bei ihnen,
verehrter Leser, sicher schon längst gelegt. Dann werden jetzt sicher erneut staunen, dass
das MOK entschieden hat, die nächste Olympiade in … Tokio durchzuführen. Was ist
daran seltsam: Russland ist ein großes Land und irgendjemand muss es doch von der
asiatischen Flanke zerstören.
[210] Heiden, K. „Der Weg der NSDAP. Der Führer und seine Partei“ (russ.), Moskau 2004,
Seite 216.
[211] Fest, J. „Hitler“ (russ.), Perm 1993, Bd. 1, Seite 255.
[212] Natürlich hätte es keinerlei Skandal gegeben. Die Briten müssten eine neue Figur für die
Rolle des künftigen Führers suchen. Hitler war interessant und zukunftsträchtig für
diejenigen, die den „deutschen Faschismus“ ausgedacht haben und auch schaffen wollten.
Für alle anderen existierte Hitler einfach nicht. In der Frühjahrsausgabe 1923 der
Enzyklopädie „Brockhaus“ wird der deutsche Politiker verschwommen als „Georg Hitler“
beschrieben. In einer einzigen Anmerkung in der Londoner Zeitung „Times“ in dieser Zeit
(vor dem Bierputsch) wird der Führer als „Hintler“ bezeichnet (siehe [207]).
[213] Das Verhalten vieler Persönlichkeiten und politischer Führer – vorausgesetzt sie werden
als selbstständige Subjekte der Politik betrachtet – erweist sich als extrem dumm. Deshalb
wurden die Sozialdemokraten in der UdSSR und von Stalin als soziale Verräter betrachtet.
Den deutschen Kommunisten wurde verboten sich mit ihnen zu vereinigen.
[214] Melnikov, D.; Tschernaja, N. „Der Verbrecher Nr. 1“ (russ.), Moskau 1982, Seite 98.
[215] Hanfstaengl, E. „Hitler. Verlorene Jahre“ (russ.), Moskau 2007, Seite 190.
[216] Um Schuschnigg aus dem Gleichgewicht zu bringen, verbot Hitler diesem Kettenraucher,
der am Tag bis zu 60 Zigaretten rauchte, bewusst das Rauchen während der Verhandlungen
(siehe auch [223], Seiten 289 – 290).
[217] Artikel 80. Zitat aus [43], Seiten 395 – 396.
[218] Artikel 88. Zitat aus [43], Seite 405.
[219] Nach Beendigung des Ersten Weltkrieges und der Herstellung eines „gerechten“ Friedens
durch die Entente haben Österreich und auch Deutschland gewaltig gelitten. Hunger, Kälte,
eine schreckliche Arbeitslosigkeit und eine galoppierende Inflation prägten den Alltag. Im
Januar 1922 erhielt man für 100 Schweizer Franken 135.000 Kronen, im August 1922 –
1,1 Mio. Kronen (Weltgeschichte, Moskau, 2001, Bd. 22, Seite 89).
[220] 52% der finanziellen Mittel des Staatshaushaltes wurden im Jahre 1938 in Deutschland für
die Rüstung ausgegeben, d.h. 17% des Bruttoinlandsproduktes (siehe [215], Seite 155). Im
Vergleich: Die Rüstungsausgaben der Russischen Föderation dürfen 2,7% des
Bruttoinlandsproduktes nicht überschreiten, erklärte V. V. Putin in einem Interview.
399
[221] Seinen Widerstand gegen die Pläne Hitlers musste Schuschnigg teuer bezahlen. Nach der
Annexion von Österreich durch Deutschland wurde er von der Gestapo verhaftet und bis
Mai 1945 in ein Konzentrationslager eingesperrt.
[222] Die so genannte 2. Regierung mit dem Präsidenten Léon Blum.
[223] Am 10. April 1938 kam in Frankreich eine neue Regierung mit dem Präsidenten Édouard
Daladier an die Macht. Am 2. April wurde der Anschluss von den Briten anerkannt. Warum
erfolgen alle diplomatischen Schritte der „unabhängigen“ demokratischen Länder Europas
erst nach Abstimmung mit Großbritannien? Aber in unserer Zeit – immer nach
Abstimmung mit Großbritannien und den USA?
[224] Churchill, W. S. „Der Zweite Weltkrieg“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 1, Seite 122.
[225] Linz – Heimatstadt von Hitler. In dieser Stadt ist er geboren und aufgewachsen.
[226] Die so genannte „Achse Berlin – Rom“ wurde am 25. Oktober 1936 beim Besuch des
Außenministers von Italien, Costanzo Ciano, in Deutschland vertraglich vereinbart. Japan
schloss sich diesem italienisch-deutschen Vertrag erst am 11. Dezember 1940 an.
[227] Nach wie vor gehört das von Deutschen besiedelte Süd-Tirol zum Land Italien.
[228] Seward, D. „Napoleon und Hitler“ (russ.), Moskau 1995, Seite 208.
[229] Ovsjani, I. D. „Das Geheimnis des Kriegsbeginns“ (russ.), Moskau 1971, Seite 111.
[230] Der Erdölexport von den USA nach Italien erhöhte sich im Jahre 1935 auf 140% im
Vergleich zu den Vorjahren, aber in das italienische Afrika um mehr als das 10-fache (siehe
[255], Seiten 111 – 112).
[231] Falin, V. „Die zweite Front. Antihitlerkoalition: Konflikt der Interessen“ (russ.), Moskau
2000, Seiten 44 – 45.
[232] In Spanien werden 45% des Quecksilbers der ganzen Welt gewonnen und mehr als 50%
des Pyrits. Außerdem ist dieses Land ein großer Exporteur von Eisenerz, Wolfram, Blei,
Zink, Kalisalz, Silber und anderer Bodenschätze, die für die Rüstungsindustrie sehr wichtig
sind. Die Kontrolle über die Quellen der strategischen Rohstoffe erlaubte Hitler sein
wirtschaftliches Potential bedeutend zu stärken (Hinter den Kulissen der Politik der
„Einmischung“, Moskau 1959, Seiten 22 – 23).
[233] Thomas, H. „Der Spanische Bürgerkrieg“ (russ.), Moskau 2003, Seite 213.
[234] „Neueste Nachrichten“ (russ.), 30. Oktober 1936.
[235] Falin, V. „Die zweite Front. Antihitlerkoalition: Konflikt der Interessen“ (russ.), Moskau
2000, Seite 34.
[236] „Krieg und Revolution in Spanien. 1936 – 1939“ (russ.), Band 1, Seite 204.
[237] Kusnezow, I. „Am Vorabend“ (russ.), Moskau 2003, Seiten 208 und 219.
[238] „Krieg und Revolution in Spanien. 1936 – 1939“ (russ.), Band 1, Seite 200.
[239] Hitler und Franco trafen sich im Jahre 1940 in Hendaye. Der „dankbare“ Franco sagte, er
habe Siesta (Mittagspause) und ließ Hitler eine halbe Stunde warten. Später erklärte Hitler,
er würde sich lieber 3 bis 4 Zähne rausreißen, als sich nochmals mit Caudillo (El Caudillo
400
de España bedeutet: „Führer von Spanien durch Gottes Gnade“, Anm. d. Übers.) zu treffen.
Die Entsendung einer spanische Division „Freiwilliger“ (genannt die „Blauen“) an die
Ostfront, das war das Einzige, was Hitler bei Franco erreicht hat.
[240] Mit dem Dekret vom 4. August 1939 wurde Franco auf Lebzeiten zum obersten „Führer
von Spanien durch Gottes Gnade“ ernannt. Im Jahre 1955 wurde Spanien in die UNO
aufgenommen. Franco verzichtete auf seinen Posten als Premierminister, aber behielt
seinen Titel als Chef der Regierung und Kommandierender der Armee. Er starb am 20.
November 1975.
[241] „Krieg und Revolution in Spanien. 1936 – 1939“ (russ.), Band 1, Seite 221.
[242] Damit sich möglichst viele Soldaten, Unteroffiziere und Offiziere wertvolle
Kampferfahrungen aneignen, haben die Italiener und die Deutschen ständig ausgetauscht.
Allein in der Zeit von 1936 bis 1939 haben auf der Seite der Putschisten mehr als 300.000
ausländische Soldaten gekämpft (siehe [264], Seiten 203 – 203).
[243] „Kriegsindustrie Kurier“ (russ.), 2006, Nr. 28, Seite 144.
[244] Sudoplatov, P. „Sondereinsätze. Lubjanka und Kreml 1930 – 1950“ (russ.), Seite 117.
[245] Am Vorabend des Bürgerkrieges exportierte Spanien 50% seiner Waren nach
Großbritannien, aus diesem Land erhielt Spanien 17% seiner Importe (siehe [259], Seite
199). Mit diesem großen Wirtschaftshebel konnten die Briten die Situation in Spanien stark
beeinflussen. Was sie auch getan haben. Es begann der Bürgerkrieg …
[246] Maiski, I. „Spanische Aufzeichnungen“ (russ.), Moskau 1962, Seite 139.
[247] Kusnezow, I. „Am Vorabend“ (russ.), Moskau 2003, Seite 198.
[248] Der spanische Bürgerkrieg, wie wahrscheinlich jeder beliebige Bürgerkrieg, war durch
einer großen Anzahl von unwahrscheinlichen Grausamkeiten gekennzeichnet. Die
Anhänger Francos erschossen Arbeiter und Kommunisten, ihre Gegner vernichteten
Kirchen, töteten Mönche und vergewaltigten Nonnen. Franco war durch seine Aussage
„berühmt“, dass kein einziges Gnadengesuch zu ihm kommen darf, bevor das Urteil nicht
vollstreckt ist.
[249] Auf französisches Territorium gelangten 10.000 Verwundete, 170.000 Flüchtlinge und
ungefähr 250.000 republikanische Soldaten (siehe [259], Seite 626).
[250] Maiski, I. „Spanische Aufzeichnungen“ (russ.), Moskau 1962, Seite 153.
[251] Thomas, H. „Der Spanische Bürgerkrieg“ (russ.), Moskau 2003, Seiten 526 – 527.
[252] Thomas, H. „Der Spanische Bürgerkrieg“ (russ.), Moskau 2003, Seite 115.
[253] Am 7. November 1936 veröffentlichte die britische Zeitung „New Chronicle“ den Bericht
des braven Kapitäns Bebb.
[254] Thomas, H. „Der Spanische Bürgerkrieg“ (russ.), Moskau 2003, Seite 200.
[255] Franco wusste ganz genau, wer der Herr auf unserem Planeten war. Als am 1. September
1939 der Zweite Weltkrieg begann, bat Franco um einen Kredit für den Wiederaufbau
seines Landes. Im September begann der Krieg zwischen Polen, Frankreich und
Großbritannien auf der einen Seite und Deutschland auf der anderen Seite. Franco bat nicht
seine „Freunde“ um Geld, sondern … Großbritannien (siehe [259], Seite 567).
401
[256] Preparata, G. G. „Hitler, Inc. Wie Großbritannien und die USA das Dritte Reich geschaffen
haben“ (russ.), Moskau 2007, Seiten 350 – 351.
[257] Weiter Details siehe: Starikov, N. „1917. Wer erschlug Russland?“ (russ.), 2007.
[258] „Weltgeschichte“ (russ.), Moskau 2001, Band 22, Seite 95.
[259] Schellenberg, W. „Labyrinth“ (russ.), Moskau 1991, Seite 46.
[260] Seward, D. „Napoleon und Hitler“ (russ.), Moskau 1995, Seite 210.
[261] Wolkov, F. D. „Das Geheimnis wird offenbart“ (russ.), Moskau 1989, Seite 9.
[262] Churchill, W. S. „Der Zweite Weltkrieg“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 1, Seite 150.
[263] Churchill, W. S. „Der Zweite Weltkrieg“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 1, Seite 151.
[264] Wie auf Bestellung erschienen in den „freien“ und „unabhängigen“ Zeitungen im Mai 1938
pausenlos ähnliche Artikel. Am 6. Mai wurde in der „Daily Mail“ die Tschechoslowakei
im Leitartikel als widerlicher Staat bezeichnet, dessen Bevölkerung ausschließlich aus
Rassisten besteht und deren beleidigendes Verhältnis zu den deutschsprachigen Bürgern
nicht länger geduldet werden kann (siehe [282], Seite 351).
[265] Schellenberg, W. „Labyrinth“ (russ.), Moskau 1991, Seite 46.
[266] Melnikov, D.; Tschernaja, N. „Der Verbrecher Nr. 1“ (russ.), Moskau 1982, Seite 295.
[267] Am Höhepunkt der deutsch-tschechischen Krise versetzte die UdSSR ihre Armee in
Alarmzustand und verlegte an die polnische Grenze 60 Infanterie Regimenter, 16
Kavallerie Divisionen, 3 Panzereinheiten, 22 spezielle Panzerbataillone und 17
Geschwader. In die Armee wurden 330.000 Reservisten gerufen, die Entlassung von
mehreren zehntausend Soldaten aus dem Dienst wurde gestoppt. Um den Tschechen zu
Hilfe zu kommen, musste polnisches Territorium durchquert werden (siehe [215], Seite
196).
[268] Churchill, W. S. „Der Zweite Weltkrieg“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 1, Seite 176.
[269] Ribbentrop, I. „Memoiren eines Nazi-Diplomaten“ (russ.), Smolensk 1998, Bd. 1, Seite
149.
[270] Churchill, W. S. „Der Zweite Weltkrieg“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 1, Seite 150.
[271] Ribbentrop, I. „Memoiren eines Nazi-Diplomaten“ (russ.), Smolensk 1998, Bd. 1, Seite
149.
[272] Schmidt, P. „Übersetzer von Hitler“ (russ.), Smolensk 2001, Seite 119.
[273] Ovsjani, I. D. „Das Geheimnis des Kriegsbeginns“ (russ.), Moskau 1971, Seite 190.
[274] Ovsjani, I. D. „Das Geheimnis des Kriegsbeginns“ (russ.), Moskau 1971, Seiten 206 – 207.
[275] Melnikov, D.; Tschernaja, N. „Der Verbrecher Nr. 1“ (russ.), Moskau 1982, Seite 296.
[276] Churchill, W. S. „Der Zweite Weltkrieg“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 1, Seite 151.
[277] Melnikov, D.; Tschernaja, N. „Der Verbrecher Nr. 1“ (russ.), Moskau 1982, Seite 301.
[278] Ovsjani, I. D. „Das Geheimnis des Kriegsbeginns“ (russ.), Moskau 1971, Seite 199.
402
[279] Bullock, A. „Hitler und Stalin“ (russ.), Smolensk 1994, Bd. 2, Seite 201.
[280] Speer, A. „Erinnerungen“ (russ.), Moskau 1997, Seite 169.
[281] Churchill, W. S. „Der Zweite Weltkrieg“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 1, Seite 141.
[282] Churchill schreibt über die Polen noch härter, als der Autor dieses Buches: „Mit der Gier
von Hyänen nahmen sie an der Ausplünderung und Vernichtung des tschechoslowakischen Staates teil“ (siehe dort auf Seite 189).
[283] Formell wurden Hitler die Reste der Tschechoslowakei, in denen sich auch die schöne Stadt
Prag befand, mit dem Münchner Abkommen nicht übergeben. De facto wurden sie ihm
schon übergeben. Details betrachten wir im nächsten Kapitel.
[284] Ribbentrop, I. „Memoiren eines Nazi-Diplomaten“ (russ.), Smolensk 1998, Bd. 1, Seiten
152 – 153.
[285] Ovsjani, I. D. „Das Geheimnis des Kriegsbeginns“ (russ.), Moskau 1971, Seite 221.
[286] Rede des deutschen Reichskanzlers, Adolf Hitler, am Jahrestag des „Bierputsches“,
München, 8. November 1942.
[287] Schlusswort zum Rechenschaftsbericht des ZK der KPdSU(B) auf dem XVI. Parteitag
(Zitat aus dem russ. Buch: Stalin, J. W., Werke, Seite 7).
[288] Im Ergebnis des Vertrages von Versailles erhielt Polen einen schmalen Streifen
(„Korridor“), der das Territorium von Deutschland in zwei Teile trennte – in Ostpreußen
und das übrige Deutschland. Damit erhielt Polen einen Zugang zur Ostsee. Die damalige
Situation in Polen kann mit der gegenwärtigen Trennung der Stadt Kaliningrad vom
Mutterland Russland durch Litauen beschrieben werden.
[289] Martirosjan, A. „Wer brachte den Krieg in die UdSSR?“ (russ.), Moskau 2007, Seite 416.
[290] „Weltgeschichte“ (russ.), Moskau 2001, Band 22, Seiten 309 – 313.
[291] Ribbentrop, I. „Memoiren eines Nazi-Diplomaten“ (russ.), Smolensk 1998, Bd. 1, Seiten
311 – 312.
[292] „Weltgeschichte“ (russ.), Moskau 2001, Band 22, Seite 154.
[293] Stalin, J. W., Gespräch mit dem Vorsitzenden der amerikanischen Zeitungsvereinigung
„Scripps-Howard Newspaper“ am 1. März 1936 (Zitat aus [315], Seite 461).
[294] Ovsjani, I. D. „Das Geheimnis des Kriegsbeginns“ (russ.), Moskau 1971, Seiten 190 – 193.
[295] Ovsjani, I. D. „Das Geheimnis des Kriegsbeginns“ (russ.), Moskau 1971, Seite 223.
[296] Beachten Sie, verehrter Leser, dass Hitler noch kein Quadratmeter der Ukrainischen
Karpaten besaß, als der französische Botschafter in seinem Brief schon über die folgenden
Schritte des Führers zur Entfaltung der deutschen Armee gegen Russland sprach. Für die
Trennung der Ukraine von der UdSSR brauchte er die Gebiete von Polen und Rumänien.
Über den Anschluss der Ukrainischen Karpaten an das Deutsche Reich ist im Brief von
Robert Coulondre nicht die Rede. Warum? Weil diese Frage bereits abgestimmt und
entschieden ist. Die Diplomaten von Frankreich und Großbritannien diskutieren bereits den
nächsten Schritt von Hitler, der zur Entfaltung des deutsch-sowjetischen Konfliktes führen
wird (siehe auch [320], Seite 222).
403
[297] Erste Versuche zur Fernsehübertragung wurden vom Moskauer Fernsehsender Shabolovka
Anfang März 1938 mit der Übertragung des Kinofilms „Der große Bürger“ durchgeführt.
Das war nur ein Test für die geplante Übertragung von Filmen, die mit dem Beginn des
Parteitages regelmäßig gesendet werden sollten. Die Bevölkerung hatte in dieser Zeit noch
keine Fernseher.
[298] Stalin, J. W., „Fragen des Leninismus“ (russ.), 2. Ausgabe, Moskau 1946, Seite 569.
[299] Stalin, J. W., „Fragen des Leninismus“ (russ.), 2. Ausgabe, Moskau 1946, Seite 570.
[300] Stalin, J. W., „Fragen des Leninismus“ (russ.), 2. Ausgabe, Moskau 1946, Seiten 570 –
571.
[301] Stalin, J. W., „Fragen des Leninismus“ (russ.), 2. Ausgabe, Moskau 1946, Seite 571.
[302] Stalin, J. W., „Fragen des Leninismus“ (russ.), 2. Ausgabe, Moskau 1946, Seite 572.
[303] Stalin, J. W., „Fragen des Leninismus“ (russ.), 2. Ausgabe, Moskau 1946, Seite 572.
[304] „Ihr Geheimrat“, Nr. 42 (271), 05.11.2007.
[305] Die Dokumente der Naziführung, die den tschechischen Problemen gewidmet waren,
beweisen die „geniale Voraussicht“ des Führers. Auf der Sitzung in Hitlers Reichskanzlei
am 5. November 1937, d.h. ein Jahr vor der schäbigen Kapitulation der Tschechoslowakei,
war dem Führer die Position des Westens in dieser Frage schon völlig klar. „Der Führer
geht davon aus, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit folgendes angenommen werden kann:
Großbritannien und damit auch Frankreich haben insgeheim die Tschechei bereits von ihrer
Liste gestrichen und sich damit zufrieden geben, dass diese Frage von Deutschland
endgültig gelöst wird.“ (siehe auch [2], Seite 81).
[306] Sudoplatov, P. „Sondereinsätze. Lubjanka und Kreml 1930 – 1950“ (russ.), Seite 75.
[307] Sudoplatov, P. „Sondereinsätze. Lubjanka und Kreml 1930 – 1950“ (russ.), Seite 77.
[308] Martirosjan, A. „Wer brachte den Krieg in die UdSSR?“ (russ.), Moskau 2007, Seite 434.
[309] Martirosjan, A. „Wer brachte den Krieg in die UdSSR?“ (russ.), Moskau 2007, Seite 434.
[310] Gorlov, S. A. „Streng geheim: Die Allianz Moskau – Berlin, 1920 – 1933“ (russ.), Moskau
2001, Seiten 296 – 297.
[311] Ovsjani, I. D. „Das Geheimnis des Kriegsbeginns“ (russ.), Moskau 1971, Seiten 44 – 45.
[312] Martirosjan, A. „Wer brachte den Krieg in die UdSSR?“ (russ.), Moskau 2007, Seiten 438
– 439.
[313] Preparata, G. G. „Hitler, Inc. Wie Großbritannien und die USA das Dritte Reich geschaffen
haben“ (russ.), Moskau 2007, Seiten 229 – 230.
[314] Beschluss des Politbüros des ZK der WKP(B) vom 21. Januar 1939 für Nr. 67/187 (Zitat
aus Besymenski, L. A., „Hitler und Stalin vor ihrem Zweikampf“ (russ.), Moskau 2000,
Seite 184). In Deutschland erschien das Buch von Besymenski, L. A. unter dem Titel
„Stalin und Hitler. Das Pokerspiel der Diktatoren“ im Jahre 2002 (Anm. d. Übers.)!!!
[315] Als „böhmischen Gefreiten“ bezeichnete der deutsche Präsident, Paul von Hindenburg,
Adolf Hitler. Er hat dem Führer der Nationalsozialisten seinen Segen für den „Zarenthron“
404
gegeben. Adolf Hitler wurde in Österreich geboren. Das tschechische Gebiet Böhmen war
ein Teil des Österreich-Ungarischen-Imperiums. Irgendjemand hat Hindenburg gesagt,
Hitler sei in Böhmen geboren. Obwohl das nicht richtig war, bezeichnete er Hitler, den er
nicht besonders liebte, auch weiterhin als „böhmischen Gefreiten“.
[316] Nach der Übergabe der Ukrainischen Karpaten an Ungarn bei der „ersten“ Teilung der
Tschechoslowakei im Jahre 1938 gemeinsam mit den Städten Ushgorod und Mukachevo
wurde die (vorläufig) noch in der Tschechoslowakei verbleibende Stadt Chust der Karpaten
zur Hauptstadt ernannt.
[317] Melnikov, D.; Tschernaja, N. „Der Verbrecher Nr. 1“ (russ.), Moskau 1982, Seite 304.
[318] Deutsche Bezeichnung für die Ukrainischen Karpaten.
[319] Eine derartige politische Kleinigkeit, wie die Ukrainischen Karpaten, brauchte man
eigentlich überhaupt nicht zu erwähnen. Keine Abspaltung der Slowakei – keine
Abspaltung ihres kleinen Gebietes.
[320] Da Adolf Hitler die getroffenen Vereinbarungen verletzte, blieben die tatsächlich
getroffenen Absprachen geheim. Vielleicht sollte die Slowakei ein unabhängiger Staat
bleiben und nur die Ukrainischen Karpaten mit Deutschland vereint werden? Aus
militärischer Sicht (Entfaltung der Armee) war jedoch die bessere Variante, die ganze
Slowakei.
[321] Auf den aktuellen Karten ist die Situation in den Jahren 1938 – 1939 schlecht zu erkennen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg hat die UdSSR die Lage der Länder „ein wenig korrigiert“.
Heute grenzt die Slowakei direkt an der Ukraine.
[322] Shirer, W. L. „Aufstieg und Fall des Dritten Reiches“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 1, Seite
322.
[323] Noch eine kleine Geschichte „über die Schokolade“. In einem der besten Zimmer des
Hotels wartete die Tochter des tschechoslowakischen Präsidenten auf das persönliche
Geschenk des Führers – eine große Schachtel mit Schokolade. Der Süßigkeiten liebende
Hitler betrachtete sie als das beste Geschenk.
[324] Ribbentrop, I. „Memoiren eines Nazi-Diplomaten“ (russ.), Smolensk 1998, Bd. 1, Seite
158.
[325] Zitat aus dem Buch Bullock, A. „Hitler und Stalin“ (russ.), Smolensk 1994, Bd. 2, Seite
- So ganz nebenbei sei angemerkt, dass Adolf Hitler in diesem Fall keinerlei
Bescheidenheit gezeigt hat. Er wiederholte nur die Schlagzeilen einer britischen Zeitung,
die ihren Premierminister Chamberlain zitierte. Er bezeichnete den Führer „als größten
Deutschen unserer Epoche“ (siehe auch [339], Seite 348).
[326] Bullock, A. „Hitler und Stalin“ (russ.), Smolensk 1994, Bd. 2, Seite 219.
[327] Shirer, W. L. „Aufstieg und Fall des Dritten Reiches“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 1, Seite
325.
[328] „Am frühen Morgen des schicksalhaften 15. März 1939 …“ – das ist eine typische
Bewertung (Zitat aus [298], Seite 119).
[329] Bullock, A. „Hitler und Stalin“ (russ.), Smolensk 1994, Bd. 2, Seiten 212 – 213.
405
[330] Die Ukrainischen Karpaten sind in Wirklichkeit Russische Karpaten. Die Frage, besteht
die Bevölkerung in diesem Gebiet aus Ukrainern oder Russen, ist bis heute nicht geklärt.
In der heutigen „demokratischen“ Ukraine wird z.B. die Existenz solcher Nationalitäten,
wie Russen, grundsätzlich verneint.
[331] Die Ukrainischen Karpaten sind in Wirklichkeit Russische Karpaten. Die Frage, besteht
die Bevölkerung in diesem Gebiet aus Ukrainern oder Russen, ist bis heute nicht geklärt.
In der heutigen „demokratischen“ Ukraine wird z.B. die Existenz solcher Nationalitäten,
wie Russen, grundsätzlich verneint.
[332] Das Verbot jeglicher Parteitätigkeit in den Ukrainischen Karpaten zeigt, nach wessen
Methode die Führung handelt. Als Erstes verboten sie die Kommunisten („die Hand
Moskaus“) und die Sozialdemokraten („die Hand des Westens“).
[333] „Kiewer Telegraph“, Nr. 234.
[334] Allukrainische Zeitung „Der Tag“, Nr. 69 vom 16.04.1999.
[335] Tschuev, S. G. „Verdammte Soldaten. Verräter auf der Seite des III. Reiches“ (russ.),
Moskau 2004, Seite 328.
[336] Tschuev, S. G. „Verdammte Soldaten . Verräter auf der Seite des III. Reiches“ (russ.),
Moskau 2004, Seite 331.
[337] Ribbentrop, I. „Memoiren eines Nazi-Diplomaten“ (russ.), Smolensk 1998, Bd. 1, Seite
160.
[338] Falin, V. „Die zweite Front. Antihitlerkoalition: Konflikt der Interessen“ (russ.), Moskau
2000, Seite 69.
[339] Shirer, W. L. „Aufstieg und Fall des Dritten Reiches“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 1, Seiten
328 – 329.
[340] Shirer, W. L. „Aufstieg und Fall des Dritten Reiches“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 1, Seiten
328 – 329.
[341] Ribbentrop, I. „Memoiren eines Nazi-Diplomaten“ (russ.), Smolensk 1998, Bd. 1, Seite
160.
[342] Schmidt, P. „Übersetzer von Hitler“ (russ.), Smolensk 2001, Seiten 171 – 172.
[343] Dokumente und Material über den Vorabend des Zweiten Weltkrieges“ (russ.), Moskau
1981, Band 2, Seiten 49 – 50.
[344] Eine andere Bezeichnung für Memel – Klaipéda.
[345] Shirer, W. L. „Aufstieg und Fall des Dritten Reiches“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 1, Seiten
337 – 338.
[346] Shirer, W. L. „Aufstieg und Fall des Dritten Reiches“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 1, Seite
338.
[347] Sipols, V. J. „Diplomatischer Kampf am Vorabend des Zweiten Weltkrieges“, Moskau
1979, Internationale Beziehungen, Seite 226.
[348] Bullock, A. „Hitler und Stalin“ (russ.), Smolensk 1994, Bd. 2, Seite 219.
406
[349] Preparata, G. G. „Hitler, Inc. Wie Großbritannien und die USA das Dritte Reich geschaffen
haben“ (russ.), Moskau 2007, Seite 355.
[350] Dönitz, K. „Die Unterseeflotte des Reiches“ (russ.), Smolensk 1999, Seite 38.
[351] „Der verlängerte Blitzkrieg. Deutsche Generäle über den Krieg in Russland (russ.), Moskau
2006, Seite 292.
[352] Chester Nimitz; Edward Potter „Seekrieg. 1939 – 1945“ (russ.), Smolensk 1999, Seite 11.
[353] Kershaw, I. „Hitler 1936 – 1945“ (russ.), Smolensk 1999, Seite 11.
[354] Kershaw, I. „Hitler 1936 – 1945“ (russ.), Smolensk 1999, Seite 218.
[355] Journal „Time“ vom 02.01.1939 (Zitat aus dem Buch von Martirosjan, A. „Wer brachte
den Krieg in die UdSSR?“ (russ.) , Seite 400.
[356] „Der verlängerte Blitzkrieg. Deutsche Generäle über den Krieg in Russland (russ.), Moskau
2006, Seite 296.
[357] Alle Angaben über die von den Deutschen versenkten Schiffe finden Sie in
Dönitz, K. „Die Unterseeflotte des Reiches“ (russ.), Smolensk 1999, Seiten 443 – 444.
[358] Donitz, K. „Die Unterseeflotte des Reiches“ (russ.), Smolensk 1999, Seiten 32 – 33.
[359] Donitz, K. „Die Unterseeflotte des Reiches“ (russ.), Smolensk 1999, Seite 443.
[360] Siehe z.B. Donitz, K. „Die Unterseeflotte des Reiches“ (russ.), Smolensk 1999, Seiten 38
– 39 und Kusnezov, I. „Am Vorabend“ (russ.), Moskau 2003, Seite 390.
[361] Italien hat tatsächlich bis zum Sommer 1940 nicht gekämpft. Einige Tage vor der
Kapitulation von Frankreich ist es in den Krieg eingetreten. Die ganze Last des Zweiten
Weltkrieges hat Deutschland allein getragen. Wird so ein Angriffskrieg vorbereitet?
[362] Taylor, A. „Der Zweite Weltkrieg“ // „Der Zweite Weltkrieg – zwei Ansichten“ (russ.),
Moskau 1995, Seiten 341 – 342.
[363] Im Ergebnis der Vereinbarung zwischen Preußen, Österreich-Ungarn und Russland fand
im Jahre 1795 die so genannte dritte Teilung Polens statt. Im Ergebnis wurde das
Territorium von Polen unter den drei Teilnehmern des Vertrages aufgeteilt. In den Verbund
des Russischen Imperiums gelangten Teile des Baltikums, westliche Gebiete von
Weißrussland und zentrale Gebiete von Polen. Der polnische Staat erschien erstmals
wieder auf der Karte Europas nach dem Ersten Weltkrieg.
[364] Eine mystische Zahl: Deutschland unterschrieb das Dokument über die eigene Niederlage
im Ersten Weltkrieg (Waffenstillstand von Compiègne) am 11. 11. 1918 um 11:00 Uhr.
Geschah das rein zufällig?
[365] Tschernov, V. M. „Vor dem Sturm. Erinnerungen. Memoiren“ (russ.) , Minsk 2004, Seiten
294 – 295.
[366] Bürgerkrieg und Interventionskrieg in der UdSSR (russ.), Enzyklopädie, Moskau 1987,
Seiten 556 – 557.
[367] Weil diese Armee von General Galler kommandiert wurde, nannte man seine Soldaten –
die Gallacher.
407
[368] Meltjuchov, M. I. „Der sowjetisch-polnische Krieg. Militär-politischer Widerstand 1918 –
1938“ (russ.), Moskau 2001, Seite 38.
[369] Wenn Sie in Kiew sind, stellen Sie dem Stadtführer nur zwei Fragen: Wie oft wechselte
während des Bürgerkrieges die Macht in Kiew? Welche dieser „Macht“ war bei ihren
Bürgern besonders verhasst? Die Antwort auf die erste Frage kennt nicht jeder Ukrainer,
aber auf die zweite Frage antwortet Ihnen jeder – die Polen.
[370] Staatliches Archiv der Russischen Föderation, F. 1318, Op. 24, L. 4.
[371] Trotzki, L. D. „Probleme der proletarischen Revolution. Kommunistische Internationale //
Werke“ (russ.), Moskau-Leningrad 1926, Band 13, Verweis 119.
[372] Matweew, G. F. „Nochmals über die Anzahl der Rotarmisten in polnischer Gefangenschaft
in den Jahren 1919 – 1920“ (russ.), Neue und neuste Geschichte, 2006, Nr. 3.
[373] Pospellow, P. I. „Die Polen erwarten von uns Buße für die Okkupation. Aber wir erwarten
von ihnen Buße für die Lager in Strzalkovo und Tuchola (russ.), „Unabhängige Zeitung“,
10.04.2007.
[374] Es gab bei den Polen auch Unterschiede: Gefangene Rotarmisten mit deutscher Nationalität
wurden an Ort und Stelle sofort erschossen.
[375] „Unabhängige Zeitung“, 10.04.2007.
[376] Iwanow, J. , Die Tragödie der polnischen Gefangenschaft (russ.), „Unabhängige Zeitung“,
Nr. 127 (1698) vom 16.07.1998.
[377] Veröffentlicht auf der Internetseite inosmi.ru am 28. September 2005 (russ.).
[378] Taylor, A. „Der Zweite Weltkrieg“ // „Der Zweite Weltkrieg – zwei Ansichten“ (russ.),
Moskau 1995, Seite 395.
[379] „Letztendlich ist es schwierig festzustellen, wo unsere Propaganda endet und wo die
Spionage beginnt“, sagte Joseph Goebbels (siehe Riss, K. „Die totale Spionage“ (russ.),
Moskau 1945, Militärverlag, Seiten 107 – 108).
[380] Diese und viele andere Zitate aus dem Interview von Professor Wieczorkiewicz finden Sie
in der Zeitung „Rzeczpospolita“ vom 28. September 2005 (siehe Internetseite inosmi.ru).
[381] Bullock, A. „Hitler und Stalin“ (russ.), Smolensk 1994, Bd. 2, Seite 209.
[382] In ihren politischen Handlungen dieser Zeit kopierten die europäischen Länder die
Entscheidungen der führenden Mächte – in erster Linie von Großbritannien, Frankreich
und den USA. Weil die Juden von den Supermächten nicht aufgenommen wurden,
handelten die „kleinen Mächte“ genauso.
[383] Fintuschal, M., „Ermordung des Diplomaten Ernst Eduard vom Rath – Attentat oder eine
Provokation“ (russ.), Monatliches internationales jüdisches Journal, 21.11.2005.
[384] Eine typische Erklärung eines angesehenen westlichen Historikers über die Gründe des
Attentates, das letztendlich zur „Kristallnacht“ führte: „Das war ein verzweifelter Akt des
Protestes gegen die plötzliche Deportation seiner Eltern und noch 50 tausend polnischer
Juden durch die Gestapo zurück nach Polen“ (Bullock, A. „Hitler und Stalin“ (russ.),
Smolensk 1994, Bd. 2, Seite 205). Das ist alles! Warum die Gestapo „plötzlich“ die Juden
nach Polen deportiert hat, darüber schreiben die westlichen Historiker nicht gern.
408
[385] Fintuschal, M., „Ermordung des Diplomaten Ernst Eduard vom Rath – Attentat oder eine
Provokation“ (russ.), Monatliches internationales jüdisches Journal, 21.11.2005.
[386] Die Rede ist von dem berühmten Überfall auf die Radiostation in der kleinen deutschen
Grenzstadt Gleiwitz. Eine Gruppe von SS-Leuten in polnischer Uniform überfiel die
Radiostation, organisierte einen Schusswechsel und wandte sich in polnischer und
deutscher Sprache über den Sender mit dem Aufruf „Hoch lebe Polen!“ an die
Bevölkerung. Das von den „Polen“ besetzte Gebäude wurde von anderen SS-Leuten
befreit. Zurück blieb ein vorab getöteter Gefangener in polnischer Uniform.
[387] Botschafter von Polen in Deutschland.
[388] Zeitung „Rzeczpospolita“ (russ.) vom 28. September 2005 (siehe Internetseite inosmi.ru).
[389] Bullock, A. „Hitler und Stalin“ (russ.), Smolensk 1994, Bd. 2, Seite 217.
[390] Zitat aus dem Buch: Jahr der Krise, 1938 – 1939: Dokumente und Informationen (russ.),
Moskau 1990, Bd. 1, Seite 162.
[391] Polnisch-deutscher Nichtangriffspakt von 1934.
[392] Sogar in dieser Frage sind die Historiker unaufrichtig, weil sie dem Leser nicht das
Wesentliche der deutschen Vorschläge erklären. Danzig gehörte nicht zu Polen, es wurde
von einer „Internationalen Gesellschaft“ geführt. Von den Polen wurde nur ihr
Einverständnis gefordert, damit sich die „unabhängige Stadt“ Danzig mit Deutschland
vereinigen kann.
[393] Joachim von Ribbentrop, „Memoiren eines Nazi-Diplomaten“ (russ.), Seiten 164 – 168.
[394] Joachim von Ribbentrop, „Memoiren eines Nazi-Diplomaten“ (russ.), Seiten 168 – 169.
[395] Joachim von Ribbentrop, „Memoiren eines Nazi-Diplomaten“ (russ.), Seite 169.
[396] Joachim von Ribbentrop, „Memoiren eines Nazi-Diplomaten“ (russ.), Seite 169.
[397] Meltjuchov, M. I. „Die verpasste Chance Stalins“ (russ.), Moskau 1996, Seite 38.
[398] Meltjuchov, M. I. „Die verpasste Chance Stalins“ (russ.), Moskau 1996, Seite 63.
[399] Nürnberger Prozess (russ.), Band 1, Moskau 1955, Seite 343.
[400] Die UdSSR im Kampf für Frieden am Vorabend des Zweiten Weltkrieges (September 1938
– August 1939), Russ. Dokumente und Informationen, Moskau 1971, Seite 290.
[401] Churchill, W. S. „Der Zweite Weltkrieg“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 1, Seite 155.
[402] Am 13. April 1939 wurde Hitler trotz der Garantien, die Rumänien gegeben hatte, der
Ölhahn zugedreht. Ohne Öl kann man keinen Krieg führen: Sobald du auf Rumänien Druck
ausübst, hast du mindestens Krieg gegen Großbritannien, Frankreich, Polen und mit
Rumänien auch. Was tun? Es gibt nur einen Ausweg. Den Kopf zurück in das britische
„Hundehalsband“ zwängen und die UdSSR überfallen! (siehe Bullock, A. „Hitler und
Stalin“ (russ.), Smolensk 1994, Bd. 2, Seite 224).
[403] Falin, V. „Die zweite Front. Antihitlerkoalition: Konflikt der Interessen“ (russ.), Moskau
2000, Seite 108.
[404] Meltjuchov, M. I. „Die verpasste Chance Stalins“ (russ.), Moskau 1996, Seite 65.
409
[405] Genau im Westen von der UdSSR befindet sich Polen. Gib Stalin die Verpflichtung, die
„westlichen Nachbarn“ zu unterstützen – d.h. die Polen – schon ist der Vorwand für einen
Krieg gegen Deutschland vorhanden.
[406] Meltjuchov, M. I. „Die verpasste Chance Stalins“ (russ.), Moskau 1996, Seite 65.
[407] Wolkov, F. D. „Hinter den Kulissen des Zweiten Weltkrieges“ (russ.), Moskau 1985,
Seiten 256 – 257.
[408] Großbritannien hat den Vertrag nicht ratifiziert und verzögerte das bis zur letzten
Möglichkeit. Am 25. August 1939 tat London das, was es schon im April machen sollte.
Der Grund: Am 23. August wurde in Moskau der Molotow – Ribbentrop – Pakt
unterschrieben. Andernfalls hätten Großbritannien und Frankreich ihre Verträge mit Polen
niemals ratifiziert.
[409] Die Paraphierung eines internationalen Vertrages – das ist die Bestätigung seiner
Authentizität (Konformität) des Vertragstextes in jeder Sprache durch die Abzeichnung der
Bevollmächtigten der Vertragsstaaten. Nichts mehr und nichts weniger. Das ist keine
Ratifizierung des Vertrages, das ist die Verpflichtung ihn zu erfüllen.
[410] Meltjuchov, M. I. „Die verpasste Chance Stalins“ (russ.), Moskau 1996, Seite 67.
[411] In der Zeit, in der jede Putzfrau eines Bahnhofrestaurants für den „Kontakt“ mit einem
Ausländer aus einem vorbeifahrenden Zug zwanzig Jahre Gefängnis erhalten konnte, hatte
der Außenminister der UdSSR eine ausländische Ehefrau. Sie werden mir zustimmen, das
ist eine äußerst merkwürdige Tatsache.
[412] Zitat aus dem Buch: „Veröffentlichung nicht vorgesehen: UdSSR – Deutschland. 1939 –
1941: russ. Dokumente und Informationen / von J. Felschtinski, Moskau 1991.
[413] Russ. Tageszeitung „Iswestija“ Nr. 228 vom 15.08.1989.
[414] Erinnern wir uns an die deutschen Generäle, die im Herbst 1938 während des Münchner
Abkommens den Briten vorgeschlagen haben, Hitler zu beseitigen. Im Herbst 1939 waren
diese Herren alle noch hochgestellte deutsche Offiziere, die mit Großbritannien nicht
kämpfen wollten und die Briten mit Informationen versorgten. Der bekannte Chef der
deutschen Abwehr, Admiral Kanaris, wurde 1945 von den Nazis hingerichtet … für die
Zusammenarbeit mit dem britischen Geheimdienst. Am Vorabend des Überfalls auf Polen
übergab er über den Gesandten der deutschen Botschaft in London, Theodor Kordt,
Einzelheiten der Angriffspläne an die Briten (Falin, V. „Die zweite Front.
Antihitlerkoalition: Konflikt der Interessen“ (russ.), Moskau 2000, Seite 105).
[415] Der Besitz einer schriftlichen Bevollmächtigung – das ist keine einfache Formalität. Nicht
umsonst überreichen die Botschafter eines beliebigen Landes dem Präsidenten ihr
Beglaubigungsschreiben (schriftliche Vollmacht). Das Fehlen einer schriftlichen
Bevollmächtigung – das ist wie das Fehlen eines Führerscheines oder eines
Personalausweises bei einem Notarbesuch. Sie können unverrichteter Dinge sofort wieder
gehen.
[416] Wolkov, F. D. „Das Geheimnis wird offenbart“ (russ.), Moskau 1989, Seite 13.
[417] Besymenski, L. A. „Sonderakte „Barbarossa“: Dokumente, Darstellung, Deutung, (russ.),
Moskau 1978, Seite 67.
410
[418] Falin, V. „Die zweite Front. Antihitlerkoalition: Konflikt der Interessen“ (russ.), Moskau
2000, Seite 88.
[419] Dokumente und Material über den Vorabend des Zweiten Weltkrieges“ (russ.), Moskau
1981, Band 2, Seite 247.
[420] Besymenski, L. A. „Sonderakte „Barbarossa“: Dokumente, Darstellung, Deutung, (russ.),
Moskau 1978, Seite 64.
[421] Während der Verhandlungen mit Frankreich wurde erklärt, dass es 110 Divisionen gegen
Deutschland aufstellen kann, UdSSR – 120 und Großbritannien – 6 (Kusnezow, I. „Am
Vorabend“ (russ.), Moskau 2003, Seite 304).
[422] Dokumente und Material über den Vorabend des Zweiten Weltkrieges“ (russ.), Moskau
1981, Band 2, Seiten 224 – 229.
[423] Dokumente und Material über den Vorabend des Zweiten Weltkrieges“ (russ.), Moskau
1981, Band 2, Seiten 224 – 229.
[424] Dokumente und Material über den Vorabend des Zweiten Weltkrieges“ (russ.), Moskau
1981, Band 2, Seiten 230 – 239.
[425] Dokumente und Material über den Vorabend des Zweiten Weltkrieges“ (russ.), Moskau
1981, Band 2, Seite 239.
[426] „Brief des Sekretärs des ZK der Kommunistischen Allunionspartei I. W. Stalin an den
Reichskanzler Deutschlands, A. Hitler“, AWP UdSSR, F. 0745, Op. 14, P. 32, D. 3, L. 65.
[427] Die Tatsache, dass London und Paris sofort über den bevorstehenden Besuch von
Ribbentrop in Kenntnis gesetzt wurde und deshalb versuchten ihre Position in den
Moskauer Verhandlungen zu ändern, können wir in dem Telegramm des sowjetischen
Botschafters, Iwan Maiski, lesen: „Die am späten Abend (21:00 Uhr) eingetroffene
Mitteilung über den bevorstehenden Flug von Ribbentrop nach Moskau zu den
Verhandlungen über den Nichtangriffspakt hat hier für größte Aufregung in den politischen
und Regierungskreisen gesorgt. Sie hat sowohl Bewunderung und Verunsicherung, als
auch Verärgerung und Angst hervorgerufen. Heute Morgen herrschte bereits panische
Stimmung“ (Zitat aus: Die UdSSR im Kampf für Frieden am Vorabend des Zweiten
Weltkrieges (September 1938 – August 1939), Russ. Dokumente und Informationen,
Moskau 1971, Seite 631).
[428] Die UdSSR im Kampf für Frieden am Vorabend des Zweiten Weltkrieges (September 1938
– August 1939), Russ. Dokumente und Informationen, Moskau 1971, Seite 635.
[429] Die UdSSR im Kampf für Frieden am Vorabend des Zweiten Weltkrieges (September 1938
– August 1939), Russ. Dokumente und Informationen, Moskau 1971, Seite 636.
[430] Die UdSSR im Kampf für Frieden am Vorabend des Zweiten Weltkrieges (September 1938
– August 1939), Russ. Dokumente und Informationen, Moskau 1971, Seite 635.
[431] Rede des Reichskanzlers Adolf Hitler am Jahrestag des „Bierputsches“, München, 8.
November 1942.
[432] Am 11. Mai 1939 erklärte der polnische Botschafter in Moskau, Wadaw Grzybowski:
„Polen betrachtet den Abschluss eines Paktes über die gegenseitige Hilfe mit der UdSSR
411
als unmöglich“. Diese Position von Warschau hat sich bis zum Überfall von Hitler auf
Polen nicht geändert.
[433] Ovsjani, I. D. „Das Geheimnis des Kriegsbeginns“ (russ.), Moskau 1971, Seite 301.
[434] Die Deutschen waren der Auffassung, dass die Polen schon nach fünf Kriegstagen (am 5.
September 1939) völlig geschlagen waren. An diesem Tag fand bei General Halder eine
Besprechung mit den Generälen von Brauchitsch und von Bock statt. Nach einer Analyse
der Situation am 5. Tag des Krieges stellten sie gemeinsam fest, dass der „Gegner
geschlagen ist“. General Halder machte darüber eine Notiz in seinem Tagebuch.
[435] Meltjuchov, M. I. „Die verpasste Chance Stalins“ (russ.), Moskau 1996, Seite 65.
[436] Isserson, G. S. „Neue Formen des Kampfes“ (russ.), Moskau 1940, Seiten 29 – 30.
[437] Zeitung „Rzeczpospolita“ vom 28. September 2005.
[438] Meltjuchov, M. I. „Die verpasste Chance Stalins“ (russ.), Moskau 1996, Seite 97.
[439] Isserson, G. S. „Neue Formen des Kampfes“ (russ.), Moskau 1940, Seite 34.
[440] Isserson, G. S. „Neue Formen des Kampfes“ (russ.), Moskau 1940, Seiten 33 – 34.
[441] Churchill, W. S. „Der Zweite Weltkrieg“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 1, Seite 199.
[442] Isserson, G. S. „Neue Formen des Kampfes“ (russ.), Moskau 1940, Seite 34.
[443] „Von den geforderten Waffenreserven für vier Monate waren nur ca. 25% vorhanden; die
Munition für Flugabwehrgeschütze und die Bomben reichten nur für drei Monate … die
Brennstoffreserven reichten nur für vier Kriegsmonate“, lesen wir in dem Buch des
deutschen Historikers Hans-Adolf Jacobsen (siehe auch [2] , Seite 11).
[444] Meltjuchov, M. I. „Die verpasste Chance Stalins“ (russ.), Moskau 1996, Seite 97.
[445] Besymenski, L. A. „Sonderakte „Barbarossa“: Dokumente, Darstellung, Deutung, (russ.),
Moskau 1978, Seite 159.
[446] Meltjuchov, M. I. „Die verpasste Chance Stalins“ (russ.), Moskau 1996, Seite 67.
[447] „Gau“ war die Bezeichnung für eine landschaftlich geschlossene und von naturräumlichen
Grenzen bestimmte politische Siedlungsgemeinschaft der Germanen. So bezeichnete Hitler
die administrativen Gebietsverwaltungen im Dritten Deutschen Reich.
[448] Eine derartige Tarnung gab es nur bis zum Beginn des Krieges. Am 1. September 1939
wurde das Gesetz über den Anschluss der Stadt Danzig an das faschistische Deutschland.
Am gleichen Tag hat der der Deutsche Reichstag in Berlin in einer außerordentlichen
Tagung den Beschluss über den Anschluss von Danzig an das Deutsche Reich gefasst. Das
Schlachtschiff „Schleswig-Holstein“ begann – ohne den Hafen von Danzig zu verlassen –
mit dem Beschuss der polnischen Stellungen auf der Westerplatte.
[449] In einigen Literaturquellen können wir lesen, dass am 1. September 1939, als der Krieg
tatsächlich begann, Leutnant Hans-Albrecht Herzner die gleiche Aufgabe erfüllte. Er
besetzte die gleiche Station und entwaffnete erneut die gleichen polnischen Soldaten.
[450] Isserson, G. S. „Neue Formen des Kampfes“ (russ.), Moskau 1940, Seite 63.
[451] Meltjuchov, M. I. „Die verpasste Chance Stalins“ (russ.), Moskau 1996, Seite 98.
412
[452] Polen besaß ungefähr 3 Millionen ausgebildete Soldaten. Mehr als die Hälfte erhielten ihre
militärische Ausbildung nach 1920. Ein großer Teil dieser ausgebildeten Reserve wurde
überhaupt nicht genutzt. 50% der Soldaten, die für den Militärdienst geeignet waren,
befanden sich im September 1939 nicht in der Armee (siehe auch [468] , Seite 35).
[453] Wolkov, F. D. „Das Geheimnis wird offenbart“ (russ.), Moskau 1989, Seite 27.
[454] Ovsjani, I. D. „Das Geheimnis des Kriegsbeginns“ (russ.), Moskau 1971, Seite 61.
[455] Ovsjani, I. D. „Das Geheimnis des Kriegsbeginns“ (russ.), Moskau 1971, Seite 62.
[456] Wolkov, F. D. „Das Geheimnis wird offenbart“ (russ.), Moskau 1989, Seite 34.
[457] Die letzten großen Kämpfe im Polenfeldzug fanden an der Festung Modlin statt. Die Polen
kapitulierten am 28. September 1939, die Verteidiger des Hafens Hela – am 2. Oktober.
[458] Zeitung „Rzeczpospolita“ vom 28. September 2005.
[459] Ovsjani, I. D. „Das Geheimnis des Kriegsbeginns“ (russ.), Moskau 1971, Seiten 66 – 67.
[460] Als Polen geschlagen war, haben sich die Franzosen im Oktober 1939 ohne irgendeinen
Zwang aus ein paar Quadratkilometer besetztem deutschen Land zurückgezogen. Sie
wollten Hitler nicht provozieren und seine Ehre nicht verletzen.
[461] De Gaulle, Charles „ Kriegserinnerungen . Der Ruf 1940-1942“ (russ.), Moskau 2003,
Seite 9.
[462] Wolkov, F. D. „Das Geheimnis wird offenbart“ (russ.), Moskau 1989, Seite 33.
[463] Wolkov, F. D. „Das Geheimnis wird offenbart“ (russ.), Moskau 1989, Seite 33.
[464] Grenier, F. „Tagebuch eines „seltsamen Krieges“ (russ.), Moskau 1971, Seite 47.
[465] Shirer, W. L. „Untergang des Nazi-Imperiums“ (russ.), Smolensk 1998, Seite 55.
[466] Shirer, W. L. „Untergang des Nazi-Imperiums“ (russ.), Smolensk 1998, Seite 55.
[467] Preparata, G. G. „Hitler, Inc. Wie Großbritannien und die USA das Dritte Reich geschaffen
haben“ (russ.), Moskau 2007, Seite 373.
[468] Taylor, A. „Der Zweite Weltkrieg“ // „Der Zweite Weltkrieg – zwei Ansichten“ (russ.),
Moskau 1995, Seite 400.
[469] Wolkov, F. D. „Das Geheimnis wird offenbart“ (russ.), Moskau 1989, Seiten 34 – 35.
[470] Shirer, W. L. „Untergang des Nazi-Imperiums“ (russ.), Smolensk 1998, Seite 55.
[471] Shirer, W. L. „Untergang des Nazi-Imperiums“ (russ.), Smolensk 1998, Seite 56.
[472] Meltjuchov, M. I. „Die verpasste Chance Stalins“ (russ.), Moskau 1996, Seite 132.
[473] De Gaulle, Charles „ Kriegserinnerungen . Der Ruf 1940-1942“ (russ.), Moskau 2003,
Seite 248.
[474] De Gaulle, Charles „ Kriegserinnerungen . Der Ruf 1940-1942“ (russ.), Moskau 2003,
Seite 78.
[475] Shirer, W. L. „Untergang des Nazi-Imperiums“ (russ.), Smolensk 1998, Seite 64.
413
[476] Shirer, W. L. „Untergang des Nazi-Imperiums“ (russ.), Smolensk 1998, Seiten 64 – 65.
[477] Shirer, W. L. „Untergang des Nazi-Imperiums“ (russ.), Smolensk 1998, Seite 65.
[478] Vom 3. September 1939 bis zum 10. Mai 1940.
[479] MacKenzie, W. „The Secret History of SOE: Special Operations Executive 1940-1945“
(russ.), Moskau 2004, Seite 38.
[480] MacKenzie, W. „The Secret History of SOE: Special Operations Executive 1940-1945“
(russ.), Moskau 2004, Seite 39.
[481] MacKenzie, W. „The Secret History of SOE: Special Operations Executive 1940-1945“
(russ.), Moskau 2004, Seite 48.
[482] MacKenzie, W. „The Secret History of SOE: Special Operations Executive 1940-1945“
(russ.), Moskau 2004, Seite 51.
[483] MacKenzie, W. „The Secret History of SOE: Special Operations Executive 1940-1945“
(russ.), Moskau 2004, Seite 39.
[484] MacKenzie, W. „The Secret History of SOE: Special Operations Executive 1940-1945“
(russ.), Moskau 2004, Seite 52.
[485] Falin, V. „Die zweite Front. Antihitlerkoalition: Konflikt der Interessen“ (russ.), Moskau
2000, Seite 145.
[486] Falin, V. „Die zweite Front. Antihitlerkoalition: Konflikt der Interessen“ (russ.), Moskau
2000, Seite 145.
[487] Falin, V. „Die zweite Front. Antihitlerkoalition: Konflikt der Interessen“ (russ.), Moskau
2000, Seite 145.
[488] Shirer, W. L. „Untergang des Nazi-Imperiums“ (russ.), Smolensk 1998, Seite 66.
[489] Shirer, W. L. „Untergang des Nazi-Imperiums“ (russ.), Smolensk 1998, Seite 66.
[490] Shirer, W. L. „Untergang des Nazi-Imperiums“ (russ.), Smolensk 1998, Seite 66.
[491] Shirer, W. L. „Untergang des Nazi-Imperiums“ (russ.), Smolensk 1998, Seite 67.
[492] Shirer, W. L. „Untergang des Nazi-Imperiums“ (russ.), Smolensk 1998, Seite 73.
[493] Shirer, W. L. „Untergang des Nazi-Imperiums“ (russ.), Smolensk 1998, Seite 57.
[494] Shirer, W. L. „Untergang des Nazi-Imperiums“ (russ.), Smolensk 1998, Seite 66.
[495] Speer, A. „Erinnerungen“ (russ.), Moskau 1997, Seite 238.
[496] Halder, F. „Kriegstagebuch. Tägliche Aufzeichnungen des Generalstabschefs des Heeres
1939 – 1942“ (russ.), Moskau 1971, Seite 147.
[497] Jacobsen, H.-A. „1939 – 1945. Der Zweite Weltkrieg“ // „Der Zweite Weltkrieg:
Zwei Ansichten“ (russ.), Moskau 1995, Seite 13.
[498] „Europa Express“ (deutsche russischsprachige Zeitung), Nr. 45 (401), vom 7. 11. 2005.
[499] Schellenberg, W. „Labyrinth“ (russ.), Moskau 1991, Seite 91.
414
[500] Shirer, W. L. „Untergang des Nazi-Imperiums“ (russ.), Smolensk 1998, Seiten 73 – 78.
[501] Der berühmte Anschlag des Grafen Claus Schenk, die Explosion einer Bombe im
Führerhauptquartier am 20. Juli 1944, wurde von den Deutschen selbst ohne Teilnahme
der Briten organisiert. Aber wir beziehen uns auf die Versuche der Liquidierung von Hitler,
die von ausländischen Geheimdiensten organisiert worden sind. Gespräche darüber gab es
viele, Projekte auch. Aber sie wurden vorsichtig „gelöscht“ von der höchsten Führung des
britischen Geheimdienstes. Der letzte Artikel in der heutigen Presse über dieses Thema
erschien am 09.01.2008 unter der charakteristischen Bezeichnung „M15 erlaubte seinem
Agenten nicht, Hitler in die Luft zu sprengen“ (siehe
http://www.lenta.ru/news/2007/01/09/mission/).
[502] Falin, V. „Die zweite Front. Antihitlerkoalition: Konflikt der Interessen“ (russ.), Moskau
2000, Seite 169.
[503] MacKenzie, W. „The Secret History of SOE: Special Operations Executive 1940-1945“
(russ.), Moskau 2004, Seite 49.
[504] Bullock, A. „Hitler und Stalin“ (russ.), Smolensk 1994, Bd. 2, Seite 292.
[505] Jacobsen, H.-A. „1939 – 1945. Der Zweite Weltkrieg“ // „Der Zweite Weltkrieg:
Zwei Ansichten“ (russ.), Moskau 1995, Seite 14.
[506] Falin, V. „Die zweite Front. Antihitlerkoalition: Konflikt der Interessen“ (russ.), Moskau
2000, Seiten 149 – 150.
[507] Am 11. November 1939 wurde der englisch-norwegische Vertrag abgeschlossen über den
Abtransport der größten und besten Teile seiner Flotte. Schweden unterschrieb einen
Handelsvertrag mit Großbritannien und übergab den Briten 50% seiner Handelsflotte.
Beide Verträge behielten bis zum Ende des Krieges ihre Gültigkeit. Aber Schweden hat
unter Beachtung seiner Neutralität nicht nur mit ihnen gehandelt: Am 22. Dezember 1939
schlossen sie eine Vereinbarung mit den Deutschen ab, die ihnen die Lieferung von
Eisenerz garantierte (siehe auch Meltjuchov, M. I. „Die verpasste Chance Stalins“ (russ.),
Moskau 1996, Seite 139).
[508] Falin, V. „Die zweite Front. Antihitlerkoalition: Konflikt der Interessen“ (russ.), Moskau
2000, Seite 150.
[509] Meltjuchov, M. I. „Die verpasste Chance Stalins“ (russ.), Moskau 1996, Seiten 142 – 151.
[510] Sumner Welles, Stellvertreter des Staatssekretärs der USA führte in der Zeit vom 1. bis 3.
März 1939 mit den Nazis Verhandlungen, am 4. März empfing der Führer in Berlin den
amerikanischen Industriellen Munin, der angeblich gute Kontakte zu dem amerikanischen
Präsidenten Franklin Delano Roosevelt hatte (siehe auch Falin, V. „Die zweite Front.
Antihitlerkoalition: Konflikt der Interessen“ (russ.), Moskau 2000, Seiten 167 – 175).
[511] „Der verlängerte Blitzkrieg. Deutsche Generäle über den Krieg in Russland“, Seite 384.
[512] Bis zur Mitte des Jahres 1940 setzten die deutschen Flakgeschütze Feuermethoden ein, die
in Friedenszeiten üblich waren (siehe auch „Der verlängerte Blitzkrieg. Deutsche Generäle
über den Krieg in Russland“, Seite 385).
[513] Taylor, A. „Der Zweite Weltkrieg“ // „Der Zweite Weltkrieg – zwei Ansichten“ (russ.),
Moskau 1995, Seite 412.
415
[514] „Zerfall im Lager des Feindes“, „Auf scharfen Säbeln“, „Für eine professionelle Armee“.
[515] Speer, A. „Erinnerungen“ (russ.), Moskau 1997, Seite 245.
[516] Paul Reynaud vereinte die Posten des Premierministers und des Kriegsministers von
Frankreich.
[517] Churchill, W. S. „Der Zweite Weltkrieg“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 2, Seite 335.
[518] Churchill, W. S. „Der Zweite Weltkrieg“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 2, Seite 342.
[519] Churchill, W. S. „Der Zweite Weltkrieg“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 2, Seite 335.
[520] Churchill wurde am 10. Mai Premierminister, gleich nach dem deutschen Überfall auf
Frankreich, der am Morgen des gleichen Tages begann.
[521] Projektor, D. M. „Blitzkrieg in Europa: Der Krieg im Westen“ (russ.), Moskau 2004, Seite
253.
[522] Wolkov, F. D. „Das Geheimnis wird offenbart“ (russ.), Moskau 1989, Seiten 43 – 44.
[523] Wolkov, F. D. „Das Geheimnis wird offenbart“ (russ.), Moskau 1989, Seite 44.
[524] Churchill, W. S. „Der Zweite Weltkrieg“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 2, Seite 338.
[525] Projektor, D. M. „Blitzkrieg in Europa: Der Krieg im Westen“ (russ.), Moskau 2004, Seite
279.
[526] Taylor, A. „Der Zweite Weltkrieg“ // „Der Zweite Weltkrieg – zwei Ansichten“ (russ.),
Moskau 1995, Seite 417.
[527] Bullock, A. „Hitler und Stalin“ (russ.), Smolensk 1994, Bd. 2, Seite 296.
[528] Aktive Propagandisten der Idee „Goldene Brücke“ … das waren die deutschen Generäle
Blumentritt und Jodl. Nach dem Krieg schrieben sie ihre Memoiren und gaben den
Siegermächten wichtige Hinweise. In der sowjetischen Zeit haben viele Historiker
geschrieben, dass Hitler der britischen Armee die Möglichkeit gab, zu fliehen. Aber sie
haben die Operation nicht sehr überzeugend beschrieben, sie haben keine Daten genannt,
den Sinn der Aktion nicht erklärt und sich vorrangig auf das „aggressive Wesen des
Imperialismus“ bezogen.
[529] Wolkov, F. D. „Das Geheimnis wird offenbart“ (russ.), Moskau 1989, Seite 44.
[530] Wolkov, F. D. „Das Geheimnis wird offenbart“ (russ.), Moskau 1989, Seiten 57 – 58.
[531] Falin, V. „Die zweite Front. Antihitlerkoalition: Konflikt der Interessen“ (russ.), Moskau
2000, Seite 183.
[532] Bullock, A. „Hitler und Stalin“ (russ.), Smolensk 1994, Bd. 2, Seite 296.
[533] De Gaulle, Charles „Kriegserinnerungen“ . Der Ruf 1940-1942“ (russ.), Moskau 2003,
Seite 70.
[534] Churchill, W. S. „Der Zweite Weltkrieg“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 2, Seite 330.
[535] Churchill, W. S. „Der Zweite Weltkrieg“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 2, Seite 331.
416
[536] Taylor, A. „Der Zweite Weltkrieg“ // „Der Zweite Weltkrieg – zwei Ansichten“ (russ.),
Moskau 1995, Seite 415.
[537] De Gaulle, Charles „ Kriegserinnerungen . Der Ruf 1940-1942“ (russ.), Moskau 2003,
Seite 78.
[538] Bullock, A. „Hitler und Stalin“ (russ.), Smolensk 1994, Bd. 2, Seite 296.
[539] Zu der okkupierten Zone gehörten große Gebiete des nördlichen und westlichen
Frankreichs – insgesamt waren das 300.000 km2 von der gesamten Fläche Frankreichs mit
550.000 km2 (siehe auch De Gaulle, Charles „Kriegserinnerungen“. Der Ruf 1940-1942“
(russ.), Moskau 2003, Seite 10).
[540] Marschall Petain wurde als Oberhaupt des französischen Staates von den Mitgliedern des
demokratisch gewählten Parlaments mit 569 Stimmen (80 Stimmen dagegen und 17
Enthaltungen) gewählt (siehe auch Churchill, W. S. „Der Zweite Weltkrieg“ (russ.),
Moskau 1991, Bd. 2, Seite 407).
[541] Preparata, G. G. „Hitler, Inc. Wie Großbritannien und die USA das Dritte Reich geschaffen
haben“ (russ.), Moskau 2007, Seite 375.
[542] Ribbentrop, I. „Memoiren eines Nazi-Diplomaten“ (russ.), Smolensk 1998, Bd. 1, Seite
345.
[543] Ribbentrop, I. „Memoiren eines Nazi-Diplomaten“ (russ.), Smolensk 1998, Bd. 1, Seite
303.
[544] Taylor, A. „Der Zweite Weltkrieg“ // „Der Zweite Weltkrieg – zwei Ansichten“ (russ.),
Moskau 1995, Seite 419.
[545] Churchill, W. S. „Der Zweite Weltkrieg“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 2, Seiten 394 – 395.
[546] Taylor, A. „Der Zweite Weltkrieg“ // „Der Zweite Weltkrieg – zwei Ansichten“ (russ.),
Moskau 1995, Seite 419.
[547] Churchill, W. S. „Der Zweite Weltkrieg“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 2, Seite 398.
[548] De Gaulle, Charles „ Kriegserinnerungen . Der Ruf 1940-1942“ (russ.), Moskau 2003,
Seite 111.
[549] Ribbentrop, I. „Memoiren eines Nazi-Diplomaten“ (russ.), Smolensk 1998, Bd. 1, Seite
347.
[550] Shirer, W. L. „Untergang des Nazi-Imperiums“ (russ.), Smolensk 1998, Seite 210.
[551] Projektor, D. M. „Blitzkrieg in Europa: Der Krieg im Westen“ (russ.), Moskau 2004, Seiten
270 – 271.
[552] Churchill, W. S. „Der Zweite Weltkrieg“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 2, Seite 401.
[553] Churchill, W. S. „Der Zweite Weltkrieg“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 2, Seite 406.
[554] De Gaulle, Charles „ Kriegserinnerungen . Der Ruf 1940-1942“ (russ.), Moskau 2003,
Seite 110.
417
[555] Der Schlag gegen die französische Flotte wurde synchron in allen Häfen durchgeführt,
andernfalls wäre der Überraschungseffekt – die Grundlage für die Vernichtung der Schiffe
– verloren gegangen.
[556] Pulman, K. „Die ersten Salven der britischen Flotte“, Moskau 2004, Seite 530.
[557] Pulman, K. „Die ersten Salven der britischen Flotte“, Moskau 2004, Seite 531.
[558] Pulman, K. „Die ersten Salven der britischen Flotte“, Moskau 2004, Seite 532.
[559] De Gaulle, Charles „ Kriegserinnerungen . Der Ruf 1940-1942“ (russ.), Moskau 2003,
Seite 321.
[560] Taylor, A. „Der Zweite Weltkrieg“ // „Der Zweite Weltkrieg – zwei Ansichten“ (russ.),
Moskau 1995, Seite 421.
[561] Nicht lange davor landeten die Briten und Amerikaner in Algerien, d.h. auf dem
afrikanischen Territorium von Frankreich. Nach einem verzweifelten Widerstand gegen
die Angelsachsen hat Admiral Darlan schließlich die Seiten gewechselt. Deshalb war
Deutschland gezwungen, dass noch „freie“ Territorium von Frankreich zu okkupieren.
Damit sollte die Landung der Briten und Amerikaner in Frankreich verhindert werden.
[562] De Gaulle, Charles „ Kriegserinnerungen . Die Einheit 1942-1944“ (russ.), Moskau 2003,
Seite 59.
[563] Shirer, W. L. „Untergang des Nazi-Imperiums“ (russ.), Smolensk 1998, Seite 220.
[564] Die Rede von Hitler am 28. April 1939. Zitat aus dem Buch von Sarkisyanz E. „Die
britischen Wurzeln des deutschen Faschismus“, Sankt Petersburg 2003, Seite 30.
[565] Es scheint unwahrscheinlich, aber den Dokumentarfilm über die heldenhaften britischen
Piloten, die im deutschen Konzentrationslager „Monopoly“ spielten, hat der Autor in einem
der historischen Westkanäle selbst gesehen.
[566] Projektor, D. M. „Blitzkrieg in Europa: Der Krieg im Westen“ (russ.), Moskau 2004, Seite
275.
[567] Taylor, A. „Der Zweite Weltkrieg“ // „Der Zweite Weltkrieg – zwei Ansichten“ (russ.),
Moskau 1995, Seite 423.
[568] Shirer, W. L. „Untergang des Nazi-Imperiums“ (russ.), Smolensk 1998, Seite 229.
[569] Shirer, W. L. „Untergang des Nazi-Imperiums“ (russ.), Smolensk 1998, Seite 229.
[570] Shirer, W. L. „Untergang des Nazi-Imperiums“ (russ.), Smolensk 1998, Seite 229.
[571] Shirer, W. L. „Untergang des Nazi-Imperiums“ (russ.), Smolensk 1998, Seiten 247 –
248.
[572] Krieg ohne Regeln // Rund um die Welt (russ.), Nr. 2772, 2004, Dezember.
[573] Jacobsen, H.-A. „1939 – 1945. Der Zweite Weltkrieg“ // „Der Zweite Weltkrieg:
Zwei Ansichten“ (russ.), Moskau 1995, Seite 288.
[574] Churchill, W. S. „Der Zweite Weltkrieg“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 2, Seite 451.
418
[575] Taylor, A. „Der Zweite Weltkrieg“ // „Der Zweite Weltkrieg – zwei Ansichten“ (russ.),
Moskau 1995, Seite 430.
[576] Taylor, A. „Der Zweite Weltkrieg“ // „Der Zweite Weltkrieg – zwei Ansichten“ (russ.),
Moskau 1995, Seiten 253 – 254.
[577] Shirer, W. L. „Untergang des Nazi-Imperiums“ (russ.), Smolensk 1998, Seite 255.
[578] Shirer, W. L. „Untergang des Nazi-Imperiums“ (russ.), Smolensk 1998, Seite 257.
[579] Schepowa, N. „Rausbomben von Deutschland aus dem Krieg“ (russ.), Militär-Industrie
Kurier, Nr. 21 (137) vom 07. 06. 2006.
[580] Bullock, A. „Hitler und Stalin“ (russ.), Smolensk 1994, Bd. 2, Hülle.
[581] De Gaulle, Charles „ Kriegserinnerungen . Die Einheit 1942-1944“ (russ.), Moskau 2003,
Seiten 189 – 190.
[582] Krieg ohne Regeln // Rund um die Welt (russ.), Nr. 2771, 2004, Dezember.
[583] Westphal, S. „Zwischen zwei entscheidenden Schlachten // Schicksalhafte
Entscheidungen“ (russ.), Moskau 1958, Seite 82.
[584] Schepowa, N. „Rausbomben von Deutschland aus dem Krieg“ (russ.), Militär-Industrie
Kurier, Nr. 21 (137) vom 07. 06. 2006.
[585] „Kiewer Telegraph“ (russ.), Nr. 26 (278), März 2005.
[586] Horikoshi, J. u.a. „Zero! Japanische Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg“ (russ.), Moskau
2003, Seiten 394 – 395.
[587] Die Zeit des Fluges von Hess nach Großbritannien war nicht zufällig gewählt. In
Übereinstimmung mit dem Plan des deutschen Generalstabes, sollte der „Plan Barbarossa“
am 15. Mai 1941 fertiggestellt werden.
[588] Churchill, W. S. „Der Zweite Weltkrieg“ (russ.), Moskau 1991, Bd. 3, Seite 29.
[589] Sudoplatov, P. „Verschiedene Tage des Geheimkrieges und der Diplomatie. 1941“ (russ.),
Moskau 2001, Seite 18.
[590] Vortrag von I. W. Stalin auf der Festveranstaltung der Moskauer Ratsabgeordneten
anlässlich des 24. Jahrestages der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution (russ.), 6.
November 1941.
[591] Martirosjan, A. „Die Tragödie des 22. Juni: Blitzkrieg oder Verrat“ (russ.), Moskau 2006,
Seite 386.
[592] Padfield, P. „Rudolf Hess – der Vertraute von Hitler“ (russ.), Smolensk 1998, Seite 524.
[593] Padfield, P. „Rudolf Hess – der Vertraute von Hitler“ (russ.), Smolensk 1998, Seite 535.
[594] Padfield, P. „Rudolf Hess – der Vertraute von Hitler“ (russ.), Smolensk 1998, Seiten 529
– 530, 536, 542.
[595] Padfield, P. „Rudolf Hess – der Vertraute von Hitler“ (russ.), Smolensk 1998, Seite 530.
[596] Taylor, A. „Der Zweite Weltkrieg“ // „Der Zweite Weltkrieg – zwei Ansichten“ (russ.),
Moskau 1995, Seite 455.
419
[597] „Sowjetisch-englische Beziehungen während des Großen Vaterländischen Krieges von
1941 – 1945“ (russ.), Moskau 1983, Seiten 1; 105 – 106.



Deja una respuesta