Es gibt Bücher, die sind weder bekannt noch auf dem Markt der großen Verlage zu finden, und dennoch existieren sie. Der Buchhändler, falls es überhaupt je geordert haben sollte, ‘versteckt’ es in der Regel im letzten Regal seines Ladens, weil nicht jeder Zeitgenosse Verständnis für das Buch aufbringt. Meistens sind derartige Bücher nicht ‘politisch korrekt’, daher für einen Historiker, der der Wahrheit, der lauteren Wahrheit – wie auch bei seriösen Richtern üblich – verpflichtet ist besonders interessant und wenn er Glück hat auch tatsächlich lesenswert. Welcher Verlag es gedruckt und in sein Programm aufgenommen hat ist dabei recht nebensächlich, schließlich trägt lediglich der Autor die Verantwortung für das, was er mit bestem Wissen und Gewissen geschrieben hat.
Ein solches Buch ist das Buch von Peter H. Nicoll. Es trägt den ungewöhnlich anmutenden Titel «Englands Krieg gegen Deutschland» und wurde im Jahr 1963 erstmals in deutscher Sprache dem deutschen Lesepublikum angeboten. Ungewöhnlich empfindet man den Titel, weil man es bisher gewohnt war, vom Angriff Hitlers auf England zu lesen und nicht von einem Krieg Englands gegen Deutschland. Daher fiel der Redaktion von Catracho global / selbstbestimmt leben dieser ungewöhnliche, ganz gegen den Trend verfasste Titel, auf und soll nun in kurzen Auszügen einem größeren Publikum vorgestellt werden und zum weiteren Studium insbesondere der Zeit VOR dem 2. Weltkrieg anregen. Da die Geschichte von den Siegern und im Sinne der Sieger geschrieben wird ist es ein besonderes Ereignis, wenn ein Bürger eines «Sieger- Staates» wie im Falle Großbritanniens sich anders als sonst zum historisch so einschneidenden Ereignis wie dem 2. Weltkrieg mit seinen über 60 Millionen Toten und Zerstörungen unermesslichen Ausmaßes äußert. Die Redaktion von Catracho global / selbstbestimmt leben garantiert seinen Lesern, dass es sich lohnt, dem Autoren von «Englands Krieg gegen Deutschland» einige Minuten seiner knapp bemessenen Zeit zu «opfern». Es lohnt sich.







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